Verordnung zur Ermittlung der zum
Internationalen Entschaedigungsfonds
fuer Oelverschmutzungsschaeden nach dem
Oelschadengesetz beitragspflichtigen
Oelmengen (Oelmeldeverordnung)
OelmeldV
vom 10.06.1996
"Oelmeldeverordnung vom 10. Juni 1996 (BGBl. I S. 812), die durch Artikel 36 des
Gesetzes vom 21. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1956) geaendert worden ist"
Stand: Geaendert durch Art. 36 G v. 21.12.2000 I 1956
Fussnote
Textnachweis ab: 20.6.1996
Eingangsformel
Auf Grund des § 5 Abs. 7 des Oelschadengesetzes vom 30. September 1988 (BGBl. I S. 1770,
1995 I S. 2084) sowie auf Grund des Artikels 7 Abs. 7 des Gesetzes vom 18. Maerz 1975
zu den Internationalen Uebereinkommen vom 29. November 1969 ueber die zivilrechtliche
Haftung fuer Oelverschmutzungsschaeden und vom 18. Dezember 1971 ueber die Errichtung
eines Internationalen Fonds zur Entschaedigung fuer Oelverschmutzungsschaeden (BGBl. 1975
II S. 301) verordnet das Bundesministerium fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium der Justiz:
§ 1 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieser Verordnung ist
1. Fondsuebereinkommen das Fondsuebereinkommen von 1992 (BGBl. 1996 II S. 685),
2. Fonds der Internationale Fonds zur Entschaedigung fuer Oelverschmutzungsschaeden nach
dem Fondsuebereinkommen,
3. Meldepflichtiger jede Person, die nach § 5 Abs. 2 des Oelschadengesetzes
verpflichtet ist, Angaben ueber den Erhalt von Oel zu machen.
§ 2 Inhalt der Meldepflicht
(1) Der Meldepflichtige hat bis spaetestens zum 28. Februar eines Jahres folgende
Angaben zu machen:
1. Name und Anschrift des Meldepflichtigen,
2. die im vorangegangenen Kalenderjahr erhaltenen Mengen beitragspflichtigen Oels
(Artikel 1 Nr. 3 des Fondsuebereinkommens), aufgeschluesselt nach Mengen (in Tonnen),
a) die der Meldepflichtige in Haefen oder Umschlagplaetzen der Bundesrepublik
Deutschland unmittelbar nach ihrer Befoerderung auf dem Seeweg erhalten hat,
b) die nach einer Seebefoerderung in einem Hafen oder Umschlagplatz eines
Nichtvertragsstaates des Fondsuebereinkommens geloescht worden sind und die
der Meldepflichtige in Anlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland
erhalten hat; hierbei sind nur solche Mengen zu beruecksichtigen, die zwischen
der Loeschung in dem Nichtvertragsstaat und dem Erhalt durch den Meldepflichtigen
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nicht bereits in einem Mitgliedstaat des Fondsuebereinkommens entgegengenommen
worden sind,
3. im Fall der Nummer 2 Buchstabe b den Nichtvertragsstaat, in dem das
beitragspflichtige Oel geloescht worden ist.
(2) Die Meldung hat auf den vom Bundesamt fuer Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
herausgegebenen Vordrucken zu erfolgen.
§ 3 Assoziierungsverhaeltnis
Der Meldepflichtige hat auf Verlangen Auskunft darueber zu erteilen, ob die
Voraussetzungen des § 5 Abs. 5 des Oelschadengesetzes vorliegen.
§ 4 Schaetzung
Im Fall der Schaetzung des Oelerhalts einer beitragspflichtigen Person nach § 5 Abs. 3
des Oelschadengesetzes soll die Dauer der Nachfrist zwei Wochen nicht ueberschreiten.
§ 5 Aenderungen der Vertragszugehoerigkeit
Das Bundesamt fuer Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) teilt den im Vorjahr
beitragspflichtigen sowie den sonst fuer eine Beitragspflicht in Betracht kommenden
Personen die Aenderung der Vertragszugehoerigkeit eines Staates mit.
§ 6 Inkrafttreten, Ausserkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkuendung in Kraft.
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