Verordnung zur Durchfuehrung
gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften
ueber neuartige Lebensmittel und
Lebensmittelzutaten (Neuartige
Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-
Verordnung - NLV)
NLV

vom  19.05.1998



"Neuartige Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-Verordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 14. Februar 2000 (BGBl. I S. 123), die zuletzt durch die
Bekanntmachung vom 27. Mai 2008 (BGBl. I S. 919) geaendert worden ist"

Stand:     Neugefasst durch Bek. v. 14.2.2000 I 123;
           zuletzt geaendert durch Bek. v. 27.5.2008 I 919

Fussnote

 Textnachweis ab: 30.5.1998 Amtliche Hinweise des Normgebers auf EG-Recht:
     Durchfuehrung der
       EGV 258/97       (CELEX Nr: 397R0258)
     Beachtung der
       EGRL 34/98       (CELEX Nr: 398L0034)
Die V wurde vom Bundesministerium fuer Gesundheit im Einvernehmen mit den
Bundesministerien fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Forsten und fuer Wirtschaft mit
Zustimmung des Bundesrates erlassen. Sie ist gem. Art. 3 V v. 19.5.1998 I 1125 am
30.5.1998 in Kraft getreten.
Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europaeischen Parlaments und des
Rates vom 22. Juni 1998 ueber ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und
technischen Vorschriften (ABl. EG Nr. L 204 S. 37) sind beachtet worden.


Ueberschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 1 V v. 13.10.1998 I 3167 mWv 22.10.1998, u. d. Art. 1
Nr. 1 V v. 13.8.1999 I 1885 mWv 1.9.1999 u.d
Art. 3 Nr. 1 iVm Art. 5 Abs. 2 Satz 1 G v. 1.4.2008 I 499 iVm Bek. v. 27.5.2008 I 919
mWv 1.5.2008

§ 1 Zustaendigkeiten
(1) Zustaendige Lebensmittelpruefstelle zur Durchfuehrung der Erstpruefungen im Sinne des
Artikels 4 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europaeischen Parlaments und des
Rates vom 27. Januar 1997 ueber neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten
(ABl. EG Nr. L 43 S. 1) und zustaendig fuer die Entgegennahme von Antraegen nach Artikel
4 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 vor dem erstmaligen Inverkehrbringen
der Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten sowie zustaendige Stelle zur Uebermittlung von
Bemerkungen oder zur Erhebung von begruendeten Einwaenden im Sinne des Artikels 6 Abs.
4 Satz 2 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 ist das Bundesamt fuer Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit.

(2) Das Bundesamt fuer Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Benehmen mit dem
Bundesinstitut fuer Risikobewertung ist zustaendig fuer das Erstellen der Stellungnahmen
ueber die Frage der wesentlichen Gleichwertigkeit von Erzeugnissen im Sinne des Artikels
3 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 258/97.

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§ 2 Verfahren
(1) Antraege nach Artikel 4 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 sind vor
dem erstmaligen Inverkehrbringen der Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten an die
zustaendige Lebensmittelpruefstelle zu richten.

(2) Die Antragsunterlagen werden von der zustaendigen Lebensmittelpruefstelle daraufhin
ueberprueft, ob die nach der Verordnung (EG) Nr. 258/97 fuer das Inverkehrbringen der
Erzeugnisse vorausgesetzten Anforderungen erfuellt sind.

(3) Die zustaendige Lebensmittelpruefstelle fertigt den nach Artikel 6 der Verordnung
(EG) Nr. 258/97 zu erstellenden Bericht ueber die Erstpruefung an. Sie gibt den
fuer die Lebensmittelueberwachung zustaendigen obersten Landesbehoerden Gelegenheit
zur Stellungnahme. Dazu uebermittelt die zustaendige Lebensmittelpruefstelle die
Zusammenfassung der Antragsunterlagen und den mit dem Antrag eingereichten Vorschlag
zur Kennzeichnung unverzueglich an die fuer die Lebensmittelueberwachung zustaendigen
obersten Landesbehoerden.

(4) Die zustaendige Lebensmittelpruefstelle unterrichtet nach Abschluss des in
Artikel 6 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 festgelegten Verfahrens die fuer die
Lebensmittelueberwachung zustaendigen obersten Landesbehoerden ueber das Ergebnis.

§ 3 Inverkehrbringen und Kennzeichnung
(1) Lebensmittel und Lebensmittelzutaten im Sinne des Artikels 1 Abs. 2 der Verordnung
(EG) Nr. 258/97 duerfen vorbehaltlich des Absatzes 2 von demjenigen, der fuer das
Inverkehrbringen verantwortlich ist, nicht ohne eine nach den in Artikel 3 Abs. 2 der
Verordnung (EG) Nr. 258/97 genannten Verfahren erteilte Genehmigung in den Verkehr
gebracht werden.

(2) Die in Artikel 3 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 genannten Lebensmittel und
Lebensmittelzutaten duerfen von demjenigen, der fuer das Inverkehrbringen verantwortlich
ist, nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er dies spaetestens zum Zeitpunkt des
ersten Inverkehrbringens der Kommission der Europaeischen Gemeinschaften gemaess Artikel
5 Satz 1 und 2 in Verbindung mit Artikel 3 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 258/97
angezeigt hat.

(3) Lebensmittel und Lebensmittelzutaten im Sinne des Artikels 1 Abs. 2 der Verordnung
(EG) Nr. 258/97 duerfen von demjenigen, der fuer das Inverkehrbringen verantwortlich ist,
nur in den Verkehr gebracht werden, wenn diese gemaess Artikel 8 Abs. 1 der Verordnung
(EG) Nr. 258/97 gekennzeichnet sind.

(4) Die Vorschriften der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung bleiben unberuehrt.

§ 3a
(weggefallen)

§ 4
(weggefallen)

§§ 4 bis 6 (weggefallen)
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§ 7 Straftaten
(1) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
wird bestraft, wer
1. ohne Genehmigung nach § 3 Abs. 1 oder
2. entgegen § 3 Abs. 2
ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelzutat in den Verkehr bringt.

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(2) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
wird bestraft, wer entgegen § 3 Abs. 3 ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelzutat in
den Verkehr bringt.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten
Wer eine in § 7 bezeichnete Handlung fahrlaessig begeht, handelt nach § 60 Abs. 1 des
Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches ordnungswidrig.




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