Verordnung ueber die Berufsausbildung zum
Modellbauer/zur Modellbauerin (Modellbauer-
Ausbildungsverordnung - ModellBAusbV)
ModellBAusbV
vom 22.12.1988
"Modellbauer-Ausbildungsverordnung vom 22. Dezember 1988 (BGBl. 1989 I S. 32)"
V aufgeh. durch § 16 Satz 2 V 806-22-1-50 v. 27.5.2009 I 1187 mWv 1.8.2009
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der
Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Staendigen
Konferenz der Kultusminister der Laender in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene
Rahmenlehrplan fuer die Berufsschule werden demnaechst als Beilage zum Bundesanzeiger
veroeffentlicht.
Fussnote
Textnachweis ab: 1.8.1989 Massgaben aufgrund des EinigVtr vgl. ModellBAusbV Anhang EV
Eingangsformel
Auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28.
Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr. 1 des Gesetzes vom
24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geaendert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem
Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft verordnet:
§ 1 Anwendungsbereich
Diese Verordnung gilt fuer die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Modellbauer/
Modellbauerin nach der Handwerksordnung.
§ 2 Ausbildungsdauer, Fachrichtungen
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Fuer das dritte und vierte Ausbildungsjahr kann
zwischen den Fachrichtungen
1. Produktionsmodellbau und
2. Anschauungsmodellbau
gewaehlt werden.
§ 3 Ausbildungsberufsbild
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse:
1. Berufsbildung,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
4. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Lesen und Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen,
6. Handhaben von Werkzeugen, Bedienen und Warten von Geraeten und Maschinen,
7. Be- und Verarbeiten von Holz und Holzwerkstoffen,
8. Be- und Verarbeiten von Metallen,
-1-
9. Bearbeiten von Kunststoffen,
10. Verarbeiten von Kunstharzen,
11. Verwenden von Hilfsstoffen,
12. Anwenden von Messtechniken,
13. Herstellen und Instandhalten von Modellen,
14. Herstellen und Behandeln von Oberflaechen.
(2) Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden
Fertigkeiten und Kenntnisse:
1. in der Fachrichtung Produktionsmodellbau:
a) Herstellen von Giessereimodellen,
b) Herstellen von Dauerformen,
c) Herstellen von Karosseriemodellen,
d) Entwickeln von Produktionsmodellen;
2. in der Fachrichtung Anschauungsmodellbau:
a) Lesen und Anfertigen von Plaenen,
b) Be- und Verarbeiten von spezifischen Werkstoffen,
c) Herstellen von Anschauungsmodellen,
d) Gestalten von Anschauungsmodellen.
§ 4 Ausbildungsrahmenplan
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen nach der in der Anlage
enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung
(Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende
sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulaessig,
soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Vermittlung der Fertigkeiten und Kenntnisse nach Absatz 1 soll den
Auszubildenden zur Ausuebung einer qualifizierten beruflichen Taetigkeit im Sinne des §
1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befaehigen, die insbesondere selbstaendiges Planen,
Durchfuehren und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz einschliesst. Diese Befaehigung ist
auch in den Pruefungen nachzuweisen.
§ 5 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§ 6 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.
§ 7 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich unter Beruecksichtigung des § 4 Abs. 2 auf die
in der Anlage fuer das erste Ausbildungsjahr und unter laufender Nummer 6 Buchstaben
d bis i, laufender Nummer 7 Buchstabe i, laufender Nummer 8 Buchstaben e und f,
laufender Nummer 9 Buchstabe f und laufender Nummer 10 Buchstaben a bis e fuer das
zweite Ausbildungsjahr aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
-2-
Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplaenen zu vermittelnden Lehrstoff,
soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in insgesamt hoechstens sieben
Stunden eine Arbeitsprobe durchfuehren. Hierfuer kommt insbesondere in Betracht:
Anfertigen eines Werkstueckes aus Vollhoelzern, Holzwerkstoffen, Metallen oder
Kunststoffen von Hand.
(4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 180 Minuten
Aufgaben aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1. Unfallverhuetung, Arbeitssicherheit,
2. Werkzeuge,
3. Werkstoffe,
4. berufsbezogenes Rechnen,
5. berufsbezogenes Zeichnen.
Die schriftlichen Aufgaben sollen praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
§ 8 Gesellenpruefung
(1) Die Gesellenpruefung erstreckt sich unter Beruecksichtigung des § 4 Abs. 2
auf die in der Anlage aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung
wesentlich ist.
(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in der vereinbarten Fachrichtung in
hoechstens sechs Stunden eine Arbeitsprobe durchfuehren und in hoechstens 40 Stunden ein
Pruefungsstueck anfertigen. Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. als Arbeitsprobe:
a) in der Fachrichtung Produktionsmodellbau:
aa) ein Teil eines Giessereimodells anfertigen,
bb) eine Kernseele anfertigen;
b) in der Fachrichtung Anschauungsmodellbau:
ein Modellteil anfertigen.
2. als Pruefungsstueck:
a) in der Fachrichtung Produktionsmodellbau:
ein Produktionsmodell herstellen;
b) in der Fachrichtung Anschauungsmodellbau:
ein Anschauungsmodell herstellen.
Dabei sollen die Arbeitsprobe mit 50 vom Hundert und das Pruefungsstueck mit 50 vom
Hundert gewichtet werden.
(3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in den Pruefungsfaechern Technologie,
Technische Mathematik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
schriftlich geprueft werden. Es kommen Fragen und Aufgaben insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:
1. im Pruefungsfach Technologie:
a) Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Energieverwendung,
b) Modellbaukonstruktionen,
c) Werk- und Hilfsstoffe,
d) Werkzeuge und Maschinen,
-3-
e) Fertigungstechniken,
f) Messtechniken,
g) Modellaufbauten,
h) Modellanwendungen;
2. im Pruefungsfach Technische Mathematik:
a) Massstabumrechnungen,
b) Flaechen-, Koerper- und Massenberechnungen,
c) Winkelberechnungen,
d) Kostenberechnungen;
3. im Pruefungsfach Technisches Zeichnen:
a) Bau- und Konstruktionsplaene,
b) Modellansichten und -schnitte,
c) Modellaufrisse;
4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt.
Die Fragen und Aufgaben sollen praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.
(4) Fuer die schriftliche Kenntnispruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten
auszugehen:
1. im Pruefungsfach Technologie 120 Minuten,
2. im Pruefungsfach Technische Mathematik 90 Minuten,
3. im Pruefungsfach Technisches Zeichnen 90 Minuten,
4. im Pruefungsfach Wirtschafts und Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen, wenn
diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Pruefung
hat gegenueber der muendlichen das doppelte Gewicht.
(7) Innerhalb der Kenntnispruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber jedem der
uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.
(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der Fertigkeits- und der Kenntnispruefung
sowie innerhalb der Kenntnispruefung im Pruefungsfach Technologie mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sind.
§ 9 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungsplaene und Pruefungsanforderungen
fuer die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelte Ausbildungsberufe, die
in dieser Verordnung geregelt sind insbesondere fuer den Ausbildungsberuf Modellbauer/
Modellbauerin, sind vorbehaltlich des § 10 nicht mehr anzuwenden.
§ 10 Uebergangsregelung
Auf Berufsausbildungsverhaeltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen,
sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien
vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
§ 11 Berlin-Klausel
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes in Verbindung mit §
128 der Handwerksordnung auch im Land Berlin.
-4-
§ 12 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1989 in Kraft.
Schlussformel
Der Bundesminister fuer Wirtschaft
Anlage (zu § 4)
Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Modellbauer/zur
Modellbauerin
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1989, 32
I. Fertigkeiten und Kenntnisse gemaess § 3 Abs. 1
-------------------------------------------------------------------------------
I I I zeitliche
Lfd. I Teil des I Fertigkeiten und Kenntnisse, die I Richtwerte
Nr. I Ausbildungs- I unter Beruecksichtigung des § 4 I in Wochen im
I berufsbildes I Abs. 2 zu vermitteln sind I Ausbildungsjahr
I I I------------------
I I I 1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Berufsbildung I a) Bedeutung des Ausbildungs- I
I (§ 3 Abs. 1 I vertrages, insbesondere I
I Nr. 1) I Abschluss, Dauer und I
I I Beendigung, erklaeren I
I I b) gegenseitige Rechte und I
I I Pflichten aus dem I
I I Ausbildungsvertrag nennen I
I I c) Moeglichkeiten der beruflichen I
I I Fortbildung nennen I
------------------------------------------------------------I
2 I Aufbau und I a) Aufbau und Aufgaben des I
I Organisation des I ausbildenden Betriebes I
I Ausbildungs- I erlaeutern I
I betriebes I b) Grundfunktionen des I
I (§ 3 Abs. 1 I ausbildenden Betriebes wie I
I Nr. 2) I Beschaffung, Fertigung, Absatz I
I I und Verwaltung erklaeren I
I I c) Beziehungen des ausbildenden I
I I Betriebes und seiner I
I I Belegschaft zu Wirtschafts- I
I I organisationen, I
I I Berufsvertretungen und I
I I Gewerkschaften nennen I
I I d) Grundlagen, Aufgaben und I
I I Arbeitsweise der betriebs- I
I I verfassungsrechtlichen Organe I
I I des ausbildenden Betriebes I
I I beschreiben I
------------------------------------------------------------I
3 I Arbeits- und I a) wesentliche Teile des I
I Tarifrecht, I Arbeitsvertrages nennen I
I Arbeitsschutz I b) wesentliche Bestimmungen der I
I (§ 3 Abs. 1 I fuer den ausbildenden Betrieb I
I Nr. 3) I geltenden Tarifvertraege nennen I
I I c) Aufgaben des betrieblichen I
I I Arbeitsschutzes sowie der I
-5-
I I zustaendigen Berufs- I
I I genossenschaft und der I
I I Gewerbeaufsicht erlaeutern I
I I d) wesentliche Bestimmungen der I
I I fuer den ausbildenden Betrieb I
I I geltenden Arbeitsschutzgesetze I waehrend der
I I nennen I gesamten
------------------------------------------------------------I Ausbildung
4 I Arbeits- I a) berufsbezogene Vorschriften I zu vermitteln
I sicherheit, I der Traeger der gesetzlichen I
I Umweltschutz und I Unfallversicherungen, I
I rationelle I insbesondere Unfall- I
I Energie- I verhuetungsvorschriften, I
I verwendung I Richtlinien und Merkblaetter, I
I (§ 3 Abs. 1 I beachten und anwenden I
I Nr. 4) I b) unfallverursachendes Verhalten I
I I sowie berufstypische Unfall- I
I I quellen und Unfallsituationen I
I I beschreiben I
I I c) Regeln fuer den vorbeugenden I
I I Brand- und Explosionsschutz I
I I beschreiben I
I I d) Gefahren im Umgang mit I
I I elektrischem Strom beschreiben I
I I e) Verhalten bei Unfaellen und I
I I Braenden beschreiben I
I I f) Massnahmen der Ersten Hilfe I
I I einleiten I
I I g) Massnahmen zur Vermeidung von I
I I arbeitsplatzbedingten I
I I Umweltbelastungen nennen I
I I h) die im Ausbildungsbetrieb I
I I verwendeten Energiearten I
I I nennen und Moeglichkeiten I
I I rationeller Energieverwendung I
I I im beruflichen Einwirkungs- I
I I und Beobachtungsbereich I
I I anfuehren I
------------------------------------------------------------I
5 I Lesen und I a) Zeichengeraete handhaben I
I Anfertigen von I b) technische Tabellen und I
I Skizzen und I Merkblaetter verwenden, I
I Zeichnungen I Richtlinien anwenden I
I (§ 3 Abs. 1 I c) Skizzen und Zeichnungen nach I
I Nr. 5) I Norm anfertigen I
I I d) Plaene, Zeichnungen und I
I I technische Unterlagen lesen I
I I e) Modellaufrisse anfertigen I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Handhaben von I a) Handwerkzeuge schaerfen und I I I I
I Werkzeugen, I instandhalten I I I I
I Bedienen und I b) Handmaschinen unter Beachtung I I I I
I Warten von I von Aufbau und Funktion warten I 10 I I I
I Geraeten und I c) Schutzeinrichtungen an I I I I
I Maschinen I Maschinen anwenden I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I------------------------------------------------------
I Nr. 6) I d) Handmaschinen bedienen I I I I
I I e) einfache Steuer- und Regel- I I I I
I I vorgaenge durchfuehren I I I I
I I f) Holz-, Metall- und Kunststoff- I I I I
I I bearbeitungsmaschinen I I I I
I I einrichten und bedienen I I 12 I I
-6-
I I g) Maschinen, Geraete und I I I I
I I Vorrichtungen warten I I I I
I I h) Maschinenwerkzeuge instand- I I I I
I I halten I I I I
I I i) rechnergestuetzte Verfahren der I I I I
I I Arbeitsvorbereitung und der I I I I
I I Produktion anwenden I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Be- und I a) berufsuebliche Hoelzer und I I I I
I Verarbeiten von I Holzwerkstoffe nach Arten und I I I I
I Holz und I Eigenschaften unterscheiden I I I I
I Holzwerkstoffen I und dem Verwendungszweck I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I entsprechend auswaehlen I I I I
I Nr. 7) I b) Holz und Holzwerkstoffe lagern I I I I
I I und stapeln I I I I
I I c) Fehler des Holzes erkennen und I I I I
I I beruecksichtigen I I I I
I I d) Durchfuehrung der technischen I I I I
I I Holztrocknung erklaeren I 12 I I I
I I e) Mess- und Anreisszeuge anwenden I I I I
I I f) Saege-, Hobel-, Stech-, Feil-, I I I I
I I Schleif- und Bohrarbeiten mit I I I I
I I Handwerkzeugen ausfuehren I I I I
I I g) konstruktive Holzverbindungen I I I I
I I aus Vollholz und I I I I
I I Holzwerkstoffen anfertigen I I I I
I I h) Nagel-, Klammer-, Schraub- und I I I I
I I Leimverbindungen anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I i) Modelle mit Maschinen, I I I I
I I insbesondere Fraes- und I I 2 I I
I I Drehmaschinen, anfertigen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
8 I Be- und I a) berufsuebliche Metalle nach I I I I
I Verarbeiten von I Arten und Eigenschaften I I I I
I Metallen I unterscheiden und dem I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I Verwendungszweck entsprechend I I I I
I Nr. 8) I auswaehlen I I I I
I I b) Mess-, Anreiss-, Saege-, Feil-, I I I I
I I Schab-, Meissel-, Scher-, Bohr- I 12 I I I
I I und Abkantarbeiten mit I I I I
I I Handwerkzeugen ausfuehren I I I I
I I c) Gewinde anfertigen I I I I
I I d) Metallteile arretieren I I I I
I I------------------------------------------------------
I I e) Metallteile mit Schrauben, I I I I
I I Nieten und Klebstoffen sowie I I I I
I I durch Loeten und Schweissen I I 3 I I
I I verbinden I I I I
I I f) Modellteile mit Maschinen I I I I
I I anfertigen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
9 I Bearbeiten von I a) berufsuebliche Kunststoffe nach I I I I
I Kunststoffen I Arten und Eigenschaften I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I unterscheiden und dem I I I I
I Nr. 9) I Verwendungszweck entsprechend I I I I
I I auswaehlen I I I I
I I b) Kunststoffe lagern I 12 I I I
I I c) Kunststoffe mit Handwerkzeugen I I I I
I I bearbeiten I I I I
I I d) Kunststoffteile verformen I I I I
I I e) werkstoffbezogene I I I I
-7-
I I Sicherheitsmassnahmen I I I I
I I durchfuehren I I I I
I I------------------------------------------------------
I I f) Modellteile mit Maschinen I I I I
I I anfertigen I I 3 I I
-------------------------------------------------------------------------------
10 I Verarbeiten I a) berufsuebliche Kunstharze, I I I I
I von Kunstharzen I Fuellstoffe und Verstaerkungs- I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I materialien nach Arten und I I I I
I Nr. 10) I Eigenschaften unterscheiden I I I I
I I und dem Verwendungszweck I I I I
I I entsprechend auswaehlen I I I I
I I b) Kunstharze, Fuellstoffe und I I I I
I I Verstaerkungsmaterialien lagern I I 6 I I
I I c) Kunstharze fuer die I I I I
I I Verarbeitung aufbereiten I I I I
I I d) Formen und Traeger vorbereiten I I I I
I I e) werkstoffbezogene Sicherheits- I I I I
I I und Entsorgungsmassnahmen I I I I
I I durchfuehren I I I I
I I------------------------------------------------------
I I f) Kunstharze giessen und I I I I
I I laminieren, Fuellstoffe und I I I I
I I Verstaerkungsmaterialien I I 2 I I
I I verarbeiten I I I I
I I g) Modellteile entformen, pruefen I I I I
I I und saeubern I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
11 I Verwenden von I a) berufsuebliche Hilfsstoffe nach I I I I
I Hilfsstoffen I Arten und Eigenschaften I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I unterscheiden und dem I I I I
I Nr. 11) I Verwendungszweck entsprechend I I I I
I I auswaehlen I I I I
I I b) Hilfsstoffe lagern I 6 I I I
I I c) Hilfsstoffe verarbeiten I I I I
I I d) Sicherheits- und Entsorgungs- I I I I
I I massnahmen durchfuehren I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
12 I Anwenden von I a) Pruef- und Messmittel festlegen I I I I
I Messtechniken I b) Messgeraete anwenden I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I c) Messtechniken anwenden I I I I
I Nr. 12) I d) Form- und Lageabweichungen I I 7 I I
I I unter Beachtung von Messfehler- I I I I
I I moeglichkeiten bestimmen I I I I
I I e) Messwerte mit elektronischen I I I I
I I Messgeraeten ermitteln I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
13 I Herstellen und I a) Arten und Funktionen von I I I I
I Instandhalten I Modellen unterscheiden I I I I
I von Modellen I b) verschiedene Modellaufbauten I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I unterscheiden I I I I
I Nr. 13) I c) einfache Modelle anfertigen I I 12 I I
I I d) Modelle beschriften I I I I
I I e) Masskontrollen durchfuehren I I I I
I I f) Aenderungs- und I I I I
I I Instandhaltungsarbeiten an I I I I
I I Modellen durchfuehren I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
14 I Herstellen und I a) Werkstoffe zur Oberflaechen- I I I I
I Behandeln von I behandlung einsetzen I I I I
I Oberflaechen I b) unterschiedliche Verfahrens- I I I I
I (§ 3 Abs. 1 I techniken zur Oberflaechen- I I 5 I I
-8-
I Nr. 14) I behandlung anwenden I I I I
I I c) Sicherheits- und Entsorgungs- I I I I
I I massnahmen durchfuehren I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Fachrichtungen
A. Fachrichtung Produktionsmodellbau
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Herstellen von I a) Modelleinrichtungen nach Guete- I I I I
I Giessereimodellen I klassen und Verwendungszweck I I I I
I (§ 3 Abs. 2 I unterscheiden I I I 6 I
I Nr. 1 I b) Form- und Giessverfahren I I I I
I Buchstabe a) I unterscheiden I I I I
I I------------------------------------------------------
I I c) Mutter- und Vormodelle I I I 8 I
I I anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I d) Modelle anfertigen I I I 10 I
I I e) Kernkaesten anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I f) Modelle auf Modellplatten I I I I
I I montieren I I I I 10
I I g) Kernseelen anfertigen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
2 I Herstellen von I a) Dauerformen nach Verwendungs- I I I I
I Dauerformen I zweck unterscheiden I I I 12 I
I (§ 3 Abs. 2 I b) Mutter- und Vormodelle I I I I
I Nr. 1 I anfertigen I I I I
I Buchstabe b) I------------------------------------------------------
I I c) Entlueftungs- und Fuellsysteme I I I I
I I unterscheiden I I I I 8
I I d) Dauerformen anfertigen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
3 I Herstellen von I a) Karosseriemodelle nach I I I 3 I
I Karosserie- I Verwendungszweck unterscheiden I I I I
I modellen I------------------------------------------------------
I (§ 3 Abs. 2 I b) Negativ- und Duplikatformen I I I I
I Nr. 1 I anfertigen I I I 13 I
I Buchstabe c) I c) Ur- und Kopiermodelle I I I I
I I anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I d) Masstabellen nach Folienplaenen I I I I 4
I I erstellen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
4 I Entwickeln von I a) Planungs- und Arbeitsschritte I I I I
I Produktions- I im Produktionsmodellbau I I I I
I modellen I durchfuehren I I I I
I (§ 3 Abs. 2 I b) konstruktive und werkstoff- I I I I 4
I Nr. 1 I bedingte Vorgaben anwenden I I I I
I Buchstabe d) I c) Bedeutung des Produktions- I I I I
I I modellbaus fuer die I I I I
I I industrielle Serienfertigung I I I I
I I erlaeutern I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
B. Fachrichtung Anschauungsmodellbau
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Lesen und I a) Plandaten rechnerisch, I I I I
I Anfertigen von I zeichnerisch und optisch I I I I
I Plaenen I bestimmen I I I I
I (§ 3 Abs. 2 I b) Massstaebe anwenden und I I I I
I Nr. 2 I umrechnen I I I I
-9-
I Buchstabe a) I c) Bau- und Konstruktionsplaene I I I 12 I
I I lesen und anwenden I I I I
I I d) Werkplaene lesen und anwenden I I I I
I I e) einfache Werkplaene anfertigen I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
2 I Be- und I a) Werkstoffe unter Beachtung I I I I
I Verarbeiten von I gestalterischer und I I I I
I spezifischen I konstruktiver Aufgaben I I I I
I Werkstoffen I auswaehlen I I I 6 I
I (§ 3 Abs. 2 I b) Werkstoffe, insbesondere I I I I
I Nr. 2 I Acrylglas und Farben, nach I I I I
I Buchstabe b) I Verwendungszweck einsetzen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I c) Arbeitstechniken und I I I 14 I
I I -verfahren anwenden I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
3 I Herstellen von I a) Modellarten unter Beachtung I I I I
I Anschauungs- I ihres Aufbaus unterscheiden I I I I
I modellen I und nach Verwendungszweck I I I 6 I
I (§ 3 Abs. 2 I zuordnen I I I I
I Nr. 2 I b) Masse aus Plaenen uebertragen I I I I
I Buchstabe c) I------------------------------------------------------
I I c) Schablonen und Vorrichtungen I I I I
I I anfertigen I I I 14 I
I I d) Bau- und Architekturmodelle I I I I
I I anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I e) Anlagen-, Maschinen- und I I I I 12
I I Fahrzeugmodelle anfertigen I I I I
I I------------------------------------------------------
I I f) Designmodelle anfertigen I I I I 8
-------------------------------------------------------------------------------
4 I Gestalten von I a) historische Stilentwicklungen I I I I
I Anschauungs- I nennen I I I I
I modellen I b) Farben und Werkstoffe nach I I I I
I (§ 3 Abs. 2 I gestalterischen Gesichts- I I I I 6
I Nr. 2 I punkten auswaehlen I I I I
I Buchstabe d) I c) Anschauungsmodelle nach I I I I
I I fachlichen und kuenstlerischen I I I I
I I Vorgaben gestalten I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kapitel V Sachgebiet B Abschnitt
III
(BGBl. II 1990, 889, 998)
- Massgaben fuer das beigetretene Gebiet (Art. 3 EinigVtr) -
Abschnitt III
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Massgaben in Kraft:
1. Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl.
1966 I S. 1), zuletzt geaendert durch Artikel 43 des Gesetzes vom 28. Juni 1990
(BGBl. I S. 1221), sowie die nach § 7 Abs. 2, §§ 25, 27a Abs. 1, § 40 und § 46 Abs.
3 Satz 3 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungen
mit folgenden Massgaben:
a) Eine am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages
genannten Gebiet bestehende Berechtigung,
aa) ein Handwerk als stehendes Gewerbe selbstaendig zu betreiben,
bb) zum Einstellen oder zur Ausbildung von Lehrlingen in Handwerksbetrieben
oder
- 10 -
cc) zur Fuehrung des Meistertitels
bleibt bestehen.
b) Einkaufs- und Liefergenossenschaften und Arbeitsgemeinschaften der
Produktionsgenossenschaften des Handwerks bleiben Mitglied der Handwerkskammer,
soweit sie Mitglied der Handwerkskammer sind.
c) Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in
Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet berechtigt sind, ein Handwerk als
stehendes Gewerbe selbstaendig zu betreiben, werden auf Antrag oder von Amts
wegen mit dem Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung in die Handwerksrolle
eingetragen, das dem bisherigen Handwerk zugeordnet werden kann. Fuehren
solche Gewerbetreibende rechtmaessig den Titel Meister des Handwerks, sind sie
berechtigt, den Meistertitel des Handwerks der Anlage A der Handwerksordnung zu
fuehren.
d) Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in
Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet selbstaendig ein stehendes Gewerbe
betreiben, das dort nicht als Handwerk eingestuft, jedoch in der Anlage A der
Handwerksordnung als Handwerk aufgefuehrt ist, werden auf Antrag oder von Amts
wegen mit diesem Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen.
e) Buchstabe c) Satz 1 findet auf Gewerbetreibende, die ein handwerksaehnliches
Gewerbe betreiben, entsprechende Anwendung.
f) Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages
genannten Gebiet bestehenden Organisationen des Handwerks sind bis 31. Dezember
1991 den Bestimmungen der Handwerksordnung entsprechend anzupassen; bis dahin
gelten sie als Organisationen im Sinne der Handwerksordnung. Dasselbe gilt
fuer die bestehenden Facharbeiter- und Meisterpruefungskommissionen; bis zum 31.
Dezember 1991 gelten sie als Pruefungsausschuesse im Sinne der Handwerksordnung.
Die Handwerkskammern haben unverzueglich, spaetestens jedoch bis zum 31. Dezember
1991, die Voraussetzungen fuer die Beteiligung der Gesellen entsprechend den
Bestimmungen der Handwerksordnung zu schaffen.
g) Am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts bestehende Lehrverhaeltnisse werden
nach den bisherigen Vorschriften zu Ende gefuehrt, es sei denn, die Parteien
des Lehrvertrages vereinbaren die Fortsetzung der Berufsausbildung in einem
Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung.
h) Lehrlinge, die ihre Berufsausbildung nach bisherigem Recht durchlaufen,
werden nach den bisherigen Rechtsvorschriften geprueft, soweit nicht der
Bundesminister fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung
des Bundesrates bedarf, Uebergangsvorschriften fuer Verfahren und Zustaendigkeit
erlaesst.
i) Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts laufenden Pruefungsverfahren werden
nach den bisherigen Vorschriften zu Ende gefuehrt.
k) Die Handwerkskammern koennen bis zum 1. Dezember 1995 Ausnahmen von den nach
§ 25 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungen zulassen, wenn die
gesetzten Anforderungen noch nicht erfuellt werden koennen. Die Ausnahmen sind
zu befristen. Der Bundesminister fuer Wirtschaft kann im Einvernehmen mit dem
Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht
der Zustimmung des Bundesrates bedarf, die Befugnis nach Satz 1 einschraenken
oder aufheben.
l) Die Rechtsverordnungen nach § 27a Abs. 1 und § 40 der Handwerksordnung beduerfen
der gesonderten Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Wirtschaft
im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch
Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
m) Der Bundesminister fuer Wirtschaft bestimmt durch Rechtsverordnung nach § 46
Abs. 3 der Handwerksordnung,
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