Verordnung ueber Vertriebswege fuer
Medizinprodukte (MPVertrV)
MPVertrV

vom  17.12.1997



"Verordnung ueber Vertriebswege fuer Medizinprodukte vom 17. Dezember 1997 (BGBl. I S.
3148), die zuletzt durch Artikel 382 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S.
2407) geaendert worden ist"

Stand:     Zuletzt geaendert durch Art. 382 V v. 31.10.2006 I 2407

Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 83/189/EWG des Rates vom 28. Maerz 1983 ueber ein
Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften (ABl.
EG Nr. L 109 S. 8), zuletzt geaendert durch die Richtlinie 94/10/EG des Europaeischen
Parlaments und des Rates vom 23. Maerz 1994 (ABl. EG Nr. L 100 S. 30), sind beachtet
worden.

Fussnote

 Textnachweis ab: 24.12.1997 Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
     Beachtung der
       EWGRL 189/83 (CELEX Nr: 383L0189)

Eingangsformel
Auf Grund des § 11 Abs. 2 des Medizinproduktegesetzes vom 2. August 1994 (BGBl. I S.
1963) verordnet das Bundesministerium fuer Gesundheit nach Anhoerung von Sachverstaendigen
im Einvernehmen mit dem Bundesministerium fuer Wirtschaft und, soweit der Strahlenschutz
betroffen ist oder es sich um Medizinprodukte handelt, bei deren Herstellung
ionisierende Strahlen verwendet werden, mit dem Bundesministerium fuer Arbeit und
Sozialordnung und dem Bundesministerium fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:

§ 1 Apothekenpflicht
(1) Medizinprodukte, die nach den Vorschriften des Medizinproduktegesetzes in den
Verkehr gebracht werden und
1. nach der Verordnung ueber die Verschreibungspflicht von Medizinprodukten
   vom 17. Dezember 1997 (BGBl. I S. 3146) in der jeweils geltenden Fassung
   verschreibungspflichtig sind oder
2. in der Anlage aufgefuehrt sind,
duerfen berufs- oder gewerbsmaessig nur in Apotheken in den Verkehr gebracht werden
(apothekenpflichtige Medizinprodukte).

(2) Apothekenpflichtige Medizinprodukte duerfen von juristischen Personen des
Privatrechts, rechtsfaehigen Personengesellschaften, nicht rechtsfaehigen Vereinen und
Gesellschaften des buergerlichen Rechts an ihre Mitglieder nicht abgegeben werden.
Abweichend von Satz 1 gilt dies nicht, wenn es sich bei den Mitgliedern um Apotheken
oder um die in § 2 genannten Personen und Einrichtungen handelt und die Abgabe unter
den dort bezeichneten Voraussetzungen erfolgt.

§ 2 Ausnahme von der Apothekenpflicht
Hersteller von Medizinprodukten, deren Bevollmaechtigte, Einfuehrer und Haendler von
Medizinprodukten duerfen apothekenpflichtige Medizinprodukte ausser an Apotheken nur
abgeben an


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1. andere Hersteller von Medizinprodukten, deren Bevollmaechtigte, Einfuehrer oder
   Haendler von Medizinprodukten, soweit diese die Medizinprodukte nicht an Betreiber
   oder Anwender, ausser an Apotheken und die in den Nummern 2 bis 4 genannten Personen
   oder Einrichtungen, abgeben,
2. Krankenhaeuser und Aerzte, soweit es sich handelt um
   a) Haemodialysekonzentrate,
   b) radioaktive Medizinprodukte oder
   c) Medizinprodukte, die mit der Angabe "Nur fuer klinische Pruefungen" gekennzeichnet
      zur Verfuegung gestellt werden,

3. zur Ausuebung der Zahnheilkunde berechtigte Personen, soweit die Medizinprodukte
   ihrer vom Hersteller angegebenen Zweckbestimmung nach nur von diesen Personen
   betrieben oder angewendet werden koennen, oder
4. auf gesetzlicher Grundlage eingerichtete oder im Benehmen mit dem Bundesministerium
   fuer Gesundheit von der zustaendigen Behoerde anerkannte zentrale Beschaffungsstellen
   fuer Arzneimittel.

§ 3 Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 42 Abs. 2 Nr. 16 des Medizinproduktegesetzes
handelt, wer vorsaetzlich oder fahrlaessig entgegen § 1 Abs. 2 Satz 1 oder § 2 ein
apothekenpflichtiges Medizinprodukt abgibt.

§ 4 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkuendung in Kraft.

Schlussformel
Der Bundesrat hat zugestimmt.

Anlage (zu § 1 Abs. 1 Nr. 2)
1. Haemodialysekonzentrate
2. Medizinprodukte im Sinne des § 3 Nr. 2 des Medizinproduktegesetzes, soweit
   der Stoff nach der Verordnung ueber apothekenpflichtige und freiverkaeufliche
   Arzneimittel in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. November 1988 (BGBl.
   I S. 2150; 1989 S. 254), geaendert durch die Verordnung vom 28. September 1993
   (BGBl. I S. 1671), in der jeweils geltenden Fassung apothekenpflichtig ist.
   Ausgenommen sind Pflaster und Brandbinden, soweit sie nicht der Verordnung ueber die
   Verschreibungspflicht von Medizinprodukten unterliegen.




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