Gesetz zu dem Internationalen
Uebereinkommen von 1973 zur Verhuetung
der Meeresverschmutzung durch Schiffe
und zu dem Protokoll von 1978 zu diesem
Uebereinkommen (MARPOL-Gesetz)
IntMeerSchUebk1973G

vom  23.12.1981



"MARPOL-Gesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. September 1998 (BGBl. 1998 II
S. 2546), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 2. Juni 2008 (BGBl. 2008 II S.
520) geaendert worden ist"

Stand:     Neugefasst durch Bek. v. 18.9.1998 II 2546;
           zuletzt geaendert durch Art. 5 G v. 2.6.2008 II 520

Fussnote

 Textnachweis ab: 8.1.1982 Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
     Umsetzung der
       EGRL 21/95 (CELEX Nr: 395L0021) vgl. G v. 17.7.1997 I 1832
\n


Ueberschrift: IdF d. Art. 4 Nr. 1 G v. 17.7.1997 I 1832 mWv 24.7.1997
Die Anlagen I bis V zu dem Uebereinkommen und die Anlage zu dem Protokoll wurden als
Anlageband d. BGBl. II Nr. 1 v. 7.1.1982 ausgegeben; Anlage geaendert durch § 1 V v.
17.7.1985 II 868 mWv 7.1.1986, vgl. Anlageband d. BGBl. II Nr. 26 v. 6.8.1985

Art 1
(1) Dem in London am 4. Maerz 1974 von der Bundesrepublik Deutschland
unterzeichneten Internationalen Uebereinkommen vom 2. November 1973 zur Verhuetung
der Meeresverschmutzung durch Schiffe und dem in London am 16. November 1978 von der
Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten Protokoll vom 17. Februar 1978 zu diesem
Uebereinkommen wird zugestimmt. Das Uebereinkommen und das Protokoll werden nachstehend
veroeffentlicht. *)

(2) Kapitel I Regel 19 Buchstabe f Satz 2 der Anlage des Protokolls vom 17. Februar
1978 zu dem Internationalen Uebereinkommen von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens
auf See (BGBl. 1980 II S. 525) wird zugestimmt.

Art 1a
Hoheitsbereich im Sinne des Artikels 4 Abs. 2 des Uebereinkommens ist hinsichtlich der
in Artikel 56 Abs. 1 Buchstabe b des Seerechtsuebereinkommens der Vereinten Nationen
vom 10. Dezember 1982 bezeichneten Befugnisse auch die deutsche ausschliessliche
Wirtschaftszone.

Art 1b
Unbeschadet der Verantwortlichkeit des Eigentuemers und Betreibers eines Seeschiffes fuer
die Betriebssicherheitsorganisation hat der Schiffsfuehrer als an Bord fuer saemtliche
Massnahmen hinsichtlich der Verhuetung der Meeresverschmutzung Zustaendiger durch


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geeignete Massnahmen sicherzustellen, dass kein Verstoss im Sinne des Artikels 4 des
Uebereinkommens begangen wird.

Art 1c
Fuer den Anspruch, der in Artikel 7 Abs. 2 des Uebereinkommens sowie in der in Artikel 1
Abs. 2 genannten Regelung erwaehnt ist, schliesst der Ausdruck "Schiff" den Eigentuemer
und den Betreiber des Schiffes ein.

Art 2
(1) Das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird, vorbehaltlich der
in den §§ 9 bis 9c des Seeaufgabengesetzes enthaltenen Rechtsverordnungsermaechtigung,
ermaechtigt, durch Rechtsverordnung Aenderungen des Uebereinkommens gemaess dessen Artikel
16 und des Protokolls gemaess dessen Artikel VI, die sich im Rahmen der Ziele des
Uebereinkommens beziehungsweise des Protokolls halten, in Kraft zu setzen.

(2) Rechtsverordnungen nach Absatz 1 beduerfen der Zustimmung des Bundesrates, wenn sie
Regelungen enthalten, die von den Laendern als eigene Angelegenheit auszufuehren sind.

Art 2a (weggefallen)
-

Art 3
(Aenderung des Seeaufgabengesetzes)

Art 4
(1) Erhaelt eine Schiffahrtspolizeibehoerde oder die fuer die Hafenstaatkontrolle
zustaendige Schiffssicherheitsbehoerde ein Ersuchen im Sinne des Artikels 6 Abs. 5 des
Uebereinkommens um Untersuchung eines Schiffes, so leitet sie, wenn es sich um ein
Ersuchen um Beweissicherung nach Abschnitt 5 der Vereinbarung vom 26. Januar 1982
ueber die Hafenstaatkontrolle (BGBl. II S. 585) handelt, dieses Rechtshilfeersuchen
unverzueglich an die zustaendige Strafverfolgungsbehoerde weiter.

(2) Ist in einem anderen Staat eine entsprechende Regelung vorgesehen, so verliert ein
solches Ersuchen einschliesslich der damit zusammenhaengenden Unterlagen nicht seinen
Charakter als Rechtshilfeersuchen, wenn es von einer Schiffahrtspolizeibehoerde oder der
fuer die Durchfuehrung der genannten Vereinbarung zustaendigen Schiffssicherheitsbehoerde
dieses Staates entgegengenommen werden kann.

Art 5
(weggefallen)

Art 6
(Inkrafttreten)




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