Koerperschaftsteuer-Durchfuehrungsverordnung
KStDV 1977

vom  14.06.1977



"Koerperschaftsteuer-Durchfuehrungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 22.
Februar 1996 (BGBl. I S. 365), die durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19. Dezember 2000
(BGBl. I S. 1790) geaendert worden ist"

Stand:     Neugefasst durch Bek. v. 22.2.1996 I 365;
           geaendert durch Art. 5 G v. 19.12.2000 I 1790

Fussnote

Textnachweis ab: 24.6.1977

Zur Anwendung vgl. § 6


Die V wurde aufgrund des § 53 Abs. 1 des Koerperschaftsteuergesetzes vom 31.8.1976
(BGBl. I S. 2597, 2599) von der Bundesregierung erlassen.

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Zu § 5 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes

§ 1 Allgemeines
Rechtsfaehige Pensions-, Sterbe-, Kranken- und Unterstuetzungskassen sind nur dann eine
soziale Einrichtung im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b des Gesetzes, wenn sie
die folgenden Voraussetzungen erfuellen:
1. Die Leistungsempfaenger duerfen sich in der Mehrzahl nicht aus dem Unternehmer
   oder dessen Angehoerigen und bei Gesellschaften in der Mehrzahl nicht aus den
   Gesellschaftern oder deren Angehoerigen zusammensetzen.
2. Bei Aufloesung der Kasse darf ihr Vermoegen vorbehaltlich der Regelung in § 6 des
   Gesetzes satzungsmaessig nur den Leistungsempfaengern oder deren Angehoerigen zugute
   kommen oder fuer ausschliesslich gemeinnuetzige oder mildtaetige Zwecke verwendet
   werden.
3. Ausserdem muessen bei Kassen mit Rechtsanspruch der Leistungsempfaenger die
   Voraussetzungen des § 2, bei Kassen ohne Rechtsanspruch der Leistungsempfaenger die
   Voraussetzungen des § 3 erfuellt sein.

§ 2 Kassen mit Rechtsanspruch der Leistungsempfaenger
(1) Bei rechtsfaehigen Pensions- oder Sterbekassen, die den Leistungsempfaengern
einen Rechtsanspruch gewaehren, duerfen die jeweils erreichten Rechtsansprueche
der Leistungsempfaenger vorbehaltlich des Absatzes 2 die folgenden Betraege nicht
uebersteigen:
als Pension                         25.769 Eurojaehrlich,
als Witwengeld                      17.179 Eurojaehrlich,
als Waisengeld                       5.154 Eurojaehrlich fuer jede Halbwaise,
                                    10.308 Eurojaehrlich fuer jede Vollwaise,
als Sterbegeld                       7.669 Euroals Gesamtleistung.

(2) Die jeweils erreichten Rechtsansprueche, mit Ausnahme des Anspruchs auf Sterbegeld,
duerfen in nicht mehr als 12 vom Hundert aller Faelle auf hoehere als die in Absatz 1
bezeichneten Betraege gerichtet sein. Dies gilt in nicht mehr als 4 vom Hundert aller
                                               -1-
      
                                                                              

Faelle uneingeschraenkt. Im Uebrigen duerfen die jeweils erreichten Rechtsansprueche die
folgenden Betraege nicht uebersteigen:
als Pension                         38.654 Eurojaehrlich,
als Witwengeld                      25.769 Eurojaehrlich,
als Waisengeld                       7.731 Eurojaehrlich fuer jede Halbwaise,
                                    15.461 Eurojaehrlich fuer jede Vollwaise.

§ 3 Kassen ohne Rechtsanspruch der Leistungsempfaenger
Rechtsfaehige Unterstuetzungskassen, die den Leistungsempfaengern keinen Rechtsanspruch
gewaehren, muessen die folgenden Voraussetzungen erfuellen:
1. Die Leistungsempfaenger duerfen zu laufenden Beitraegen oder zu sonstigen Zuschuessen
   nicht verpflichtet sein.
2. Den Leistungsempfaengern oder den Arbeitnehmervertretungen des Betriebs oder
   der Dienststelle muss satzungsgemaess und tatsaechlich das Recht zustehen, an der
   Verwaltung saemtlicher Betraege, die der Kasse zufliessen, beratend mitzuwirken.
3. Die laufenden Leistungen und das Sterbegeld duerfen die in § 2 bezeichneten Betraege
   nicht uebersteigen.


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Zu § 5 Abs. 1 Nr. 4 des Gesetzes

§ 4 Kleinere Versicherungsvereine
Kleinere Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 53 des Gesetzes
ueber die Beaufsichtigung der privaten Versicherungsunternehmungen in der im
Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 7631-1, veroeffentlichten bereinigten
Fassung, zuletzt geaendert durch das Gesetz vom 18. Dezember 1975 (BGBl. I S. 3139),
sind von der Koerperschaftsteuer befreit, wenn
1. ihre Beitragseinnahmen im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre
   einschliesslich des im Veranlagungszeitraum endenden Wirtschaftsjahrs die folgenden
   Jahresbetraege nicht ueberstiegen haben:
   a) 797.615 Euro bei Versicherungsvereinen, die die Lebensversicherung oder die
      Krankenversicherung betreiben,
   b) 306.775 Euro bei allen uebrigen Versicherungsvereinen, oder

2. sich ihr Geschaeftsbetrieb auf die Sterbegeldversicherung beschraenkt und sie im
   uebrigen die Voraussetzungen des § 1 erfuellen.


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Zu § 26 Abs. 3 des Gesetzes

§ 5 Entwicklungslaender
Entwicklungslaender im Sinne des § 26 Abs. 3 des Gesetzes sind die in der Anlage zu
dieser Verordnung genannten Staaten.

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Schlussvorschrift

§ 6 Anwendungszeitraum



                                            -2-
      
                                                                              

Die Koerperschaftsteuer-Durchfuehrungsverordnung in der Fassung des Artikels
5 des Gesetzes vom 19. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1790) ist erstmals fuer den
Veranlagungszeitraum 2002 anzuwenden.

§ 7
(Inkrafttreten)

Anlage (zu § 5)
Entwicklungslaender sind folgende Staaten:
Islamischer Staat Afghanistan
Republik Albanien
Demokratische Volksrepublik Algerien
Republik Angola
Antigua und Barbuda
Republik Aequatorialguinea
Aethiopien
Staat Bahrain
Barbados
Belize
Republik Benin
Koenigreich Bhutan
Republik Bolivien
Republik Botsuana
Burkina Faso
Republik Burundi
Republik Chile
Republik Costa Rica
Commonwealth Dominica
Dominikanische Republik
Republik Dschibuti
Republik El Salvador
Republik Fidschi
Gabunische Republik
Republik Gambia
Republik Ghana
Grenada
Griechische Republik
Republik Guatemala
Republik Guinea
Republik Guinea-Bissau
Kooperative Republik Guyana
Republik Haiti
Republik Honduras
Republik Irak
Republik Jemen
Haschemitisches Koenigreich Jordanien
Kambodscha
Republik Kamerun
Republik Kap Verde
Republik Kasachstan
Republik Kirgisistan
Kiribati
Republik Kolumbien
Islamische Bundesrepublik Komoren
Republik Kongo
Demokratische Volksrepublik Korea
Republik Kuba
Demokratische Volksrepublik Laos
Koenigreich Lesotho
Libanesische Republik

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Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija
Republik Madagaskar
Republik Malawi
Republik Malediven
Republik Mali
Islamische Republik Mauretanien
Vereinigte Mexikanische Staaten
Mongolei
Republik Mosambik
Union Myanmar
Republik Namibia
Republik Nauru
Koenigreich Nepal
Republik Nicaragua
Republik Niger
Bundesrepublik Nigeria
Sultanat Oman
Republik Panama
Unabhaengiger Staat Papua-Neuguinea
Republik Paraguay
Republik Peru
Republik Ruanda
Salomonen
Demokratische Republik Sao Tome und Principe
Koenigreich Saudi-Arabien
Republik Senegal
Republik Seychellen
Republik Sierra Leone
Demokratische Republik Somalia
Foederation St. Kitts und Nevis
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadinen
Republik Sudan
Republik Suriname
Koenigreich Swasiland
Arabische Republik Syrien
Republik Tadschikistan
Taiwan
Vereinigte Republik Tansania
Republik Togo
Koenigreich Tonga
Republik Tschad
Turkmenistan
Tuvalu
Republik Uganda
Republik Usbekistan
Republik Vanuatu
Republik Venezuela
Sozialistische Republik Vietnam
Unabhaengiger Staat Westsamoa
Republik Zaire
Zentralafrikanische Republik




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