Verordnung ueber die Berufsausbildung zum
Klavier- und Cembalobauer/zur Klavier- und
Cembalobauerin (Klavier- und Cembalobauer-
Ausbildungsverordnung - KlaCembAusbV)
KlaCembAusbV

vom  07.12.1982



"Klavier- und Cembalobauer-Ausbildungsverordnung vom 7. Dezember 1982 (BGBl. I S.
1647)"


Fussnote

Textnachweis ab: 1. 8.1983

Massgaben aufgrund des EinigVtr vgl. KlaCembAusbV Anhang EV

Eingangsformel
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112),
der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525)
geaendert worden ist und auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr.
1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geaendert worden ist, wird im
Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft verordnet:

§ 1 Anwendungsbereich
Diese Verordnung gilt fuer die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Klavier-
und Cembalobauer/Klavier- und Cembalobauerin nach der Handwerksordnung und fuer die
Berufsausbildung in dem nach § 2 anerkannten Ausbildungsberuf.

§ 2 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs
Der Ausbildungsberuf Klavier- und Cembalobauer/Klavier- und Cembalobauerin wird
staatlich anerkannt.

§ 3 Ausbildungsdauer, Fachrichtungen
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Es kann zwischen den Fachrichtungen
1. Klavierbau und
2. Cembalobau
gewaehlt werden.

§ 4 Ausbildungsberufsbild
(1) Gegenstand der fuer beide Fachrichtungen gemeinsamen Berufsausbildung sind
mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
1.   Arbeitsschutz, Unfallverhuetung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
2.   Kenntnisse des Ausbildungsbetriebs, arbeits- und sozialrechtliche Regelungen,
3.   Anfertigen und Lesen von Skizzen und Zeichnungen,
4.   Vorstimmen des Instruments,

                                            -1-
        
                                                                                

5.     Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen,
6.     Umgehen mit Holz und Holzwerkstoffen,
7.     Be- und Verarbeiten von Holz,
8.     Bearbeiten von Metall,
9.     Verwenden von Klebstoffen,
10.    Warten und Bedienen von Maschinen und Einrichtungen,
11.    Kenntnisse des Aufbaus und der Funktionsweise von Klavieren und Cembali,
12.    Herstellen von bezogenen Rasten und Resonanzkoerpern,
13.    Behandeln von Oberflaechen.

(2) Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden
Fertigkeiten und Kenntnisse:
1. in der Fachrichtung Klavierbau:
      a) Bearbeiten von Schaltungen im Klavierbau,
      b) Bearbeiten der Klaviatur im Klavierbau,
      c) Vorrichten und Einbauen der Klaviermechanik,
      d) Regulieren des Spielwerks im Klavierbau,
      e) Herstellen von bezogenen Rasten,
      f) Vorintonieren des Instruments;

2. in der Fachrichtung Cembalobau:
      a) Bearbeiten von Schaltungen im Cembalobau,
      b) Bearbeiten der Klaviatur im Cembalobau,
      c) Vorrichten und Einbauen der Cembalomechanik,
      d) Regulieren des Spielwerks im Cembalobau,
      e) Herstellen von Resonanzkoerpern,
      f) Vorintonieren des Instruments.


§ 5 Ausbildungsrahmenplan
Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach der in der Anlage enthaltenen
Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung
(Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende
sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhalts ist insbesondere zulaessig,
soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

§ 6 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

§ 7 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.

§ 8 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstands ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahrs stattfinden.



                                               -2-
        
                                                                                

(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage fuer die ersten 3 Halbjahre
aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht
entsprechend den Rahmenlehrplaenen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er fuer die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 6 Stunden 3
Arbeitsproben durchfuehren. Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. Absperren und Furnieren eines Gehaeuseteils,
2. Hobeln, Fuegen und Leimen zweier Resonanzbodenspaene,
3. Ausfuehren eines schraegen Schnittes und Abrichten der Schnittflaechen zur Herstellung
   einer Schiftung,
4. Bohren, Abstechen und Bestiften zur Anfertigung eines Stegabschnitts,
5. Herstellen einer Eckverbindung mit Zinken,
6. Durchfuehren einer Stimmprobe.

(4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 180 Minuten
Aufgaben aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1.     Werkstoffe: Holz, Metalle,
2.     Werkzeuge,
3.     Holzverbindungen,
4.     Stimmen von Instrumenten,
5.     Geschichte des Instrumentenbaus,
6.     Flaechen-, Koerper- und Gewichtsberechnung,
7.     Berechnungen zur Maschinenbedienung,
8.     Berechnungen aus der Akustik,
9.     normgerechte Zeichnungen einer Taste,
10.    Klaviaturteilung einer Oktave,
11.    drei Ansichten eines Klaviergehaeuses,
12.    Rasten mit Stimmstock und Bodenlager in Vorderansicht sowie im Schnitt.
Die schriftlichen Aufgaben sollen auch praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.

(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.

§ 9 Abschlusspruefung und Gesellenpruefung
(1) Die Abschlusspruefung und die Gesellenpruefung erstrecken sich auf die in der Anlage
aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht
vermittelten Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 8 Stunden
3 Arbeitsproben durchfuehren und in insgesamt hoechstens 24 Stunden ein Pruefungsstueck
anfertigen. Von den 3 Arbeitsproben sollen 2 auf die den beiden Fachrichtungen
gemeinsamen Fertigkeiten entfallen und eine auf die Fertigkeiten, die Gegenstand der
Berufsausbildung in der jeweiligen Fachrichtung sind.
1. Als Arbeitsproben kommen insbesondere in Betracht:
      a) in den gemeinsamen Fertigkeiten:
         aa)   Messen, Herstellen und Aufziehen einer Basssaite zur Schliessung einer Luecke
               im Bassbezug,
         bb)   Anfertigen eines Stegstuecks,
         cc)   Anfertigen einer furnierten Flaeche mit Kreuzfuge und Oberflaechenbehandlung;

      b) in der Fachrichtung Klavierbau:
                                               -3-
      
                                                                              

      aa)   Tuchen und Achsen mehrerer Glieder,
      bb)   Vorstimmen eines Klaviers;

   c) in der Fachrichtung Cembalobau:
      aa)   Vorstimmen eines Cembalos,
      bb)   Ausschneiden von Kielen.

2. Als Pruefungsstueck kommt insbesondere in Betracht:
   a) in der Fachrichtung Klavierbau:
      aa)   Beziehen der Raste mit neuem Bass, Abziehen von Hammerkopffilz, Regulieren
            der Mechanik, Stimmen,
      bb)   Zusammensetzen, Regulieren und Vorstimmen eines Klaviers oder Fluegelteils;

   b) in der Fachrichtung Cembalobau:
      aa)   Beziehen eines Cembalos,
      bb)   Zusammensetzen, Regulieren und Vorstimmen eines einmanualigen Cembalos.


(3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in den Pruefungsfaechern Technologie,
Technische Mathematik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
schriftlich geprueft werden. Es kommen Fragen und Aufgaben insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:
1. im Pruefungsfach Technologie:
   a) Entwicklung der Tasteninstrumente im Rahmen der Musikgeschichte,
   b) Eigenschaften und Funktionsweise von Fluegel, Klavier und Cembalo,
   c) Erlaeuterung des Tastendrucks,
   d) Funktion zweimanualiger Cembali,
   e) Benennung der Art und der Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe,
   f) Akustik;

2. im Pruefungsfach Technische Mathematik:
   a) Errechnung von Schaltwegen nach den Hebelgesetzen,
   b) akustische Berechnungen,
   c) Kostenrechnung,
   d) Festigkeitsberechnungen;

3. im Pruefungsfach Technisches Zeichnen:
   a) zeichnerisches Festlegen der guenstigsten Bewegung von Taste und Hebeglied,
   b) Ausschnitte von Teilungszeichnungen,
   c) Draufsicht einer Klaviatur,
   d) Gehaeuseschnitte;

4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
   Wirtschafts- und Sozialkunde.
Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.

(4) Fuer die schriftliche Kenntnispruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten
auszugehen:
1.    im Pruefungsfach Technologie                                           120 Minuten,
2.    im Pruefungsfach Technische Mathematik                                  90 Minuten,
3.    im Pruefungsfach Technisches Zeichnen                                   90 Minuten,
4.    im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde                           60 Minuten.

                                            -4-
      
                                                                              

(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.

(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen, wenn
diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Pruefung
hat gegenueber der muendlichen das doppelte Gewicht.

(7) Innerhalb der Kenntnispruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber jedem der
uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.

(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der Fertigkeits- und der Kenntnispruefung
sowie innerhalb der Kenntnispruefung im Pruefungsfach Technologie mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sind.

§ 10 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungsplaene und Pruefungsanforderungen
fuer die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe, die in
dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere fuer den Ausbildungsberuf Klavierbauer,
sind vorbehaltlich des § 11 nicht mehr anzuwenden.

§ 11 Uebergangsregelung
Auf Berufsausbildungsverhaeltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen,
sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien
vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.

§ 12 Berlin-Klausel
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes in Verbindung mit §
112 des Berufsbildungsgesetzes und § 128 der Handwerksordnung auch im Land Berlin.

§ 13 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1983 in Kraft.

Schlussformel
Der   Bundesminister      fuer   Wirtschaft

Anlage (zu § 5)
Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Klavier- und
Cembalobauer/zur Klavier- und Cembalobauerin
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1982, 1650 - 1655

I. Fuer beide Fachrichtungen gemeinsame Fertigkeiten und Kenntnisse
-------------------------------------------------------------------------------
Lfd. I Teil des          I zu vermittelnde         I zu vermitteln im
Nr. I Ausbildungs-       I Fertigkeiten und        I Ausbildungshalbjahr
     I berufsbilds       I Kenntnisse              I---------------------------
     I                   I                         I 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I           2        I            3            I             4
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I Arbeitsschutz,     I a) berufsspezifische    I
     I Unfallverhuetung, I     Arbeitsschutz-       I
     I Umweltschutz und I     vorschriften in      I
     I rationelle        I    Gesetzen und         I
     I Energie-          I    Verordnungen nennen I
     I verwendung        I    und anwenden         I
     I (§ 4 Abs. 1       I b) wesentliche          I
     I Nr. 1)            I    Bestimmungen des     I
                                            -5-
      
                                                                              

     I                   I    Jugendarbeitsschutz- I
     I                   I    gesetzes erlaeutern   I
     I                   I c) berufsspezifische    I
     I                   I    Vorschriften der     I
     I                   I    Traeger der           I
     I                   I    gesetzlichen Unfall- I
     I                   I    versicherung,        I
     I                   I    insbesondere Unfall- I
     I                   I    verhuetungs-          I
     I                   I    vorschriften, Richt- I
     I                   I    linien und Merk-     I
     I                   I    blaetter, erlaeutern   I
     I                   I d) Gefahren des         I
     I                   I    elektrischen Stroms I
     I                   I    beschreiben          I
     I                   I e) unfallverursachendes I
     I                   I    menschliches Fehl-   I
     I                   I    verhalten, berufs-   I
     I                   I    typische Unfall-     I
     I                   I    quellen und Unfall- I
     I                   I    situationen          I
     I                   I    beschreiben          I
     I                   I f) Verhalten bei        I
     I                   I    Unfaellen und Braenden I
     I                   I    beschreiben          I
     I                   I g) Massnahmen der Ersten I
     I                   I    Hilfe einleiten      I
     I                   I h) bei Entstehungs-     I
     I                   I    braenden Sofort-      I
     I                   I    massnahmen ergreifen I
     I                   I i) arbeitsplatzbedingte I
     I                   I    Ursachen von Umwelt- I
     I                   I    belastungen nennen   I
     I                   I    und zu deren         I
     I                   I    Vermeidung beitragen I waehrend der gesamten
     I                   I k) die im Ausbildungs- I Ausbildung
     I                   I    betrieb verwendeten I zu vermitteln
     I                   I    Energiearten nennen I
     I                   I    und Moeglichkeiten    I
     I                   I    rationeller Energie- I
     I                   I    verwendung im        I
     I                   I    beruflichen          I
     I                   I    Einwirkungs- und     I
     I                   I    Beobachtungsbereich I
     I                   I    anfuehren             I
---------------------------------------------------I
  2 I Kenntnisse des     I a) Ausbildungsbetrieb, I
     I Ausbildungs-      I    insbesondere         I
     I betriebs,         I    Branche, Aufbau und I
     I arbeits- und      I    Betriebsform,        I
     I sozialrechtliche I     beschreiben          I
     I Regelungen        I b) kaufmaennische und    I
     I (§ 4 Abs. 1       I    technische           I
     I Nr. 2)            I    Ausfuehrung eines     I
     I                   I    Auftrags beschreiben I
     I                   I c) Rechte und Pflichten I
     I                   I    aus dem Berufs-      I
     I                   I    ausbildungsvertrag   I
     I                   I    nennen und die       I
     I                   I    Inhalte der          I
     I                   I    Ausbildungsordnung   I
     I                   I    erlaeutern            I

                                            -6-
      
                                                                              

     I                   I d) die fuer die Berufs- I
     I                   I    ausbildung geltenden I
     I                   I    gesetzlichen und     I
     I                   I    tariflichen          I
     I                   I    Bestimmungen nennen I
     I                   I e) Bestimmungen der fuer I
     I                   I    die Ausbildungs-     I
     I                   I    staette geltenden     I
     I                   I    Tarifvertraege        I
     I                   I    erlaeutern            I
     I                   I f) Formulare fuer die    I
     I                   I    Zeiterfassung und    I
     I                   I    ihren Verwendungs-   I
     I                   I    zweck nennen         I
     I                   I g) Unterschiede         I
     I                   I    zwischen Lohnarten   I
     I                   I    nennen               I
     I                   I h) Grundzuege des        I
     I                   I    Betriebsverfassungs- I
     I                   I    gesetzes, des        I
     I                   I    Berufsbildungs-      I
     I                   I    gesetzes und der     I
     I                   I    Handwerksordnung     I
     I                   I    erlaeutern            I
     I                   I i) Grundzuege des        I
     I                   I    Sozialversicherungs- I
     I                   I    rechts, insbesondere I
     I                   I    Krankenversicherung, I
     I                   I    Rentenversicherung   I
     I                   I    und Unfall-          I
     I                   I    versicherung, nennen I
---------------------------------------------------I



-------------------------------------------------------------------------------
Lfd. I Teil des          I zu vermittelnde         I zu vermitteln im
Nr. I Ausbildungs-       I Fertigkeiten und        I Ausbildungshalbjahr
     I berufsbilds       I Kenntnisse              I---------------------------
     I                   I                         I 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I           2        I            3            I             4
-------------------------------------------------------------------------------
  3 I Anfertigen und     I a) Zeichengeraete hand- I
     I Lesen von         I    haben                I
     I Skizzen und       I b) technische Tabellen, I
     I Zeichnungen       I    Handbuecher, Richt-   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    linien und Merk-     I
     I Nr. 3)            I    blaetter verwenden    I
     I                   I c) Skizzen und          I
     I                   I    Zeichnungen unter    I
     I                   I    Beachtung der Normen I waehrend der gesamten
     I                   I    anfertigen           I Ausbildung
     I                   I d) Plaene, Zeichnungen   I zu vermitteln
     I                   I    und Stuecklisten      I
     I                   I    lesen                I
---------------------------------------------------I
  4 I Vorstimmen des     I a) Saiten zwicken       I
     I Instruments       I b) Instrument           I
     I (§ 4 Abs. 1       I    vorstimmen           I
     I Nr. 4)            I                         I
-------------------------------------------------------------------------------

                                            -7-
      
                                                                              

  5  I Pflegen und       I a) Saegen schraenken und I    I   I   I   I   I   I
     I Instandhalten von I    feilen               I x I   I   I   I   I   I
     I Werkzeugen        I b) Hobeleisen,          I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    Stechbeitel, Bohrer I    I   I   I   I   I   I
     I Nr. 5)            I    und Ziehklinge       I   I x I   I   I   I   I
     I                   I    schaerfen             I   I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Hobel auf ihre       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Funktion pruefen und I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    einstellen           I   I x I   I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
  6 I Umgehen mit Holz I a) Holzarten sowie        I   I   I   I   I   I   I
     I und Holzwerk-     I    deren Struktur- und I    I   I   I   I   I   I
     I stoffen           I    Farbmerkmale nennen I x I    I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I b) Holz lagern und      I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 6)            I    stapeln              I x I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Holzfeuchte messen   I x I   I   I   I   I   I
     I                   I d) natuerliche und       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    kuenstliche Trocknung I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    des Holzes erlaeutern I x I   I   I   I   I   I
     I                   I e) das Schwinden und    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    das Quellen des      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Holzes erlaeutern     I x I   I   I   I   I   I
     I                   I f) die Hoelzer nach      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ihrem Verwendungs-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    zweck und ihren fuer I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    die Verarbeitung     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Hobel auf ihre       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Funktion pruefen und I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    einstellen           I   I x I   I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
  6 I Umgehen mit Holz I a) Holzarten sowie        I   I   I   I   I   I   I
     I und Holzwerk-     I    deren Struktur- und I    I   I   I   I   I   I
     I stoffen           I    Farbmerkmale nennen I x I    I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I b) Holz lagern und      I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 6)            I    stapeln              I x I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Holzfeuchte messen   I x I   I   I   I   I   I
     I                   I d) natuerliche und       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    kuenstliche Trocknung I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    des Holzes erlaeutern I x I   I   I   I   I   I
     I                   I e) das Schwinden und    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    das Quellen des      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Holzes erlaeutern     I x I   I   I   I   I   I
     I                   I f) die Hoelzer nach      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ihrem Verwendungs-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    zweck und ihren fuer I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    die Verarbeitung     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    wichtigen            I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Eigenschaften        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    auswaehlen            I   I x I   I   I   I   I
     I                   I g) Holz entsprechend    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    seinem Schwind- und I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    Quellmass auswaehlen   I   I x I   I   I   I   I
     I                   I h) Krankheiten und      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Fehler des Holzes    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und deren Bedeutung I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    fuer die Verarbeitung I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    nennen               I   I x I   I   I   I   I
     I                   I i) Holzwerkstoffe,      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    insbesondere         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Tischler-, Furnier-, I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Span-, Faser- und    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verbundplatten,      I   I   I   I   I   I   I

                                            -8-
      
                                                                              

     I                   I    nach Norm bezeichnen I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und deren            I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Eigenschaften und    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verwendungs-         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    moeglichkeiten nennen I   I x I   I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
  7 I Be- und            I a) Mess- und Anreisszeuge I   I   I   I   I   I   I
     I Verarbeiten von   I    bezeichnen und ihre I    I   I   I   I   I   I
     I Holz              I    Verwendungs-         I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    moeglichkeiten nennen I x I   I   I   I   I   I
     I Nr. 7)            I b) Mess- und Anreiss-     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    arbeiten ausfuehren   I x I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Handsaegen bezeichnen I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und deren            I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verwendungszweck     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    beschreiben          I x I   I   I   I   I   I
     I                   I d) einfache Saege-       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    schnitte nach Riss    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ausfuehren            I x I   I   I   I   I   I
     I                   I e) Handhobel bezeichnen I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und deren            I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verwendungszweck     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    beschreiben          I x I   I   I   I   I   I
     I                   I f) Hobelarbeiten mit    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verschiedenen Hobeln I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ausfuehren            I   I x I   I   I   I   I
     I                   I g) Arbeiten mit Loch-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Stechbeitel      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ausfuehren            I x I   I   I   I   I   I
     I                   I h) Arbeiten mit Raspel I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Feile ausfuehren I x I    I   I   I   I   I
     I                   I i) Bohrarbeiten         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    einschliesslich der   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verwendung von Bohr- I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    lehren ausfuehren     I   I x I   I   I   I   I



-------------------------------------------------------------------------------
Lfd. I Teil des          I zu vermittelnde         I zu vermitteln im
Nr. I Ausbildungs-       I Fertigkeiten und        I Ausbildungshalbjahr
     I berufsbilds       I Kenntnisse              I---------------------------
     I                   I                         I 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I           2        I            3            I             4
-------------------------------------------------------------------------------
     I                   I k) Holzverbindungen,    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    insbesondere         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Laengen-, Breiten-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Eckverbindungen, I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    herstellen           I   I x I   I   I   I   I
     I                   I l) einfache Furnier-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    arbeiten durchfuehren I   I x I   I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
  8 I Bearbeiten von     I a) die berufs-          I   I   I   I   I   I   I
     I Metall            I    spezifischen Metalle I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    und ihre Verwendung I    I   I   I   I   I   I
     I Nr. 8)            I    nennen               I x I   I   I   I   I   I
     I                   I b) Mess-, Saege-, Feil-, I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    Bohr- und Biege-     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    arbeiten nach        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Anleitung ausfuehren I    I   I x I   I   I   I

                                            -9-
      
                                                                              

     I                   I c) Gewinde nach         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Anleitung schneiden I    I   I x I   I   I   I
     I                   I d) Metallteile,         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    insbesondere mit     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Schrauben, Bolzen    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Stiften,         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verbinden            I   I   I x I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
  9 I Verwenden von      I a) Klebstoffe           I   I   I   I   I   I   I
     I Klebstoffen       I    bezeichnen sowie     I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    ihre Grundstoffe und I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 9)            I    deren Unter-         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    scheidungsmerkmale   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    nennen               I x I   I   I   I   I   I
     I                   I b) die zweckmaessige      I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verwendung der       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verschiedenen Kleb- I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    stoffe erlaeutern     I x I   I   I   I   I   I
     I                   I c) Fugen und einfache   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Verbindungen         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verleimen            I   I x I   I   I   I   I
     I                   I d) Vorgaenge beim        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Abbinden der Kleb-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    stoffe erlaeutern     I x I   I   I   I   I   I
     I                   I e) Flaechen verleimen    I   I x I   I   I   I   I
     I                   I f) Kanten aufleimen     I   I x I   I   I   I   I
     I                   I g) Rahmen und Korpusse I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    verleimen            I   I   I x I   I   I   I
     I                   I h) Resonanzboeden        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ausspaenen            I   I   I x I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
 10 I Warten und         I a) Riementriebe unter   I   I   I   I   I   I   I
     I Bedienen von      I    Anleitung auflegen   I   I   I   I   I   I   I
     I Maschinen und     I    und spannen          I   I   I   I x I   I   I
     I Einrichtungen     I b) Maschinen und Geraete I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    nach Vorschrift      I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 10)           I    warten               I   I   I   I x I   I   I
     I                   I c) Stoerungen an         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    elektrischen Anlagen I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Geraeten fest-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    stellen und          I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    geeignete Massnahmen I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    zu ihrer Behebung    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    ergreifen            I   I   I   I x I   I   I
     I                   I d) pneumatische und     I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    hydraulische Geraete I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    bedienen             I   I   I x I   I   I   I
     I                   I e) elektrische Hand-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    maschinen bedienen   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und warten           I   I   I x I   I   I   I
     I                   I f) Einzweckholz-          I   I   I   I   I   I
     I                   I    bearbeitungs-        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    maschinen bedienen   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und warten           I   I   I   I x I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
 11 I Kenntnisse des     I a) gebraeuchliche        I   I   I   I   I   I   I
     I Aufbaus und der   I    Tasteninstrumente    I   I   I   I   I   I   I
     I Funktionsweise    I    und deren Verwendung I   I   I   I   I   I   I
     I von Klavieren und I    nennen               I   I   I x I   I   I   I
     I Cembali           I b) die Einzelteile der I    I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    Fluegel, Klaviere und I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 11)           I    Cembali und die      I   I   I   I   I   I   I

                                            - 10 -
      
                                                                              

     I                   I    dafuer verwendeten    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Materialien nennen   I   I   I   I x I   I   I
     I                   I c) Funktionsablaeufe in I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    den Spielwerken der I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    Fluegel, Klaviere und I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Cembali beschreiben I    I   I   I x I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
 12 I Herstellen von     I a) Hoelzer auswaehlen     I   I x I   I   I   I   I
     I bezogenen Rasten I b) Hoelzer zuschneiden    I   I   I   I   I   I   I
     I und Resonanz-     I    und aushobeln        I   I x I   I   I   I   I
     I koerpern           I c) Stege schiften,      I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    verleimen, fraesen,   I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 12)           I    abstechen und        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    bestiften            I   I   I x I   I   I   I



-------------------------------------------------------------------------------
Lfd. I Teil des          I zu vermittelnde         I zu vermitteln im
Nr. I Ausbildungs-       I Fertigkeiten und        I Ausbildungshalbjahr
     I berufsbilds       I Kenntnisse              I---------------------------
     I                   I                         I 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I           2        I            3            I             4
-------------------------------------------------------------------------------
     I                   I d) Resonanzbodenspaene   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verleimen, Resonanz- I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    boden aushobeln und I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    schleifen            I   I   I x I   I   I   I
     I                   I e) Rippen und Stege auf I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    den Resonanzboden    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    leimen               I   I   I x I   I   I   I
     I                   I f) Raste oder Gehaeuse- I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    teile mit Stimmstock I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und Bodenlager       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    verleimen            I   I   I x I   I   I   I
     I                   I g) Rippen und Boden-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    lager ausfraesen und I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    ausstechen, Boden-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    lagerwoelbung pruefen I    I   I x I   I   I   I
     I                   I h) Resonanzboden ein-   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    leimen, putzen und   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    lackieren            I   I   I x I   I   I   I
     I                   I i) Plattenlager auf-    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    leimen, Platte auf- I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    passen, Stegdruck    I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    machen               I   I   I x I   I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------
 13 I Behandeln von      I a) Holzoberflaechen      I   I   I   I   I   I   I
     I Oberflaechen       I    behandeln,           I   I   I   I   I   I   I
     I (§ 4 Abs. 1       I    insbesondere durch   I   I   I   I   I   I   I
     I Nr. 13)           I    Schleifen, Bleichen, I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Grundieren,          I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Mattieren,           I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Lackieren, Polieren, I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Faerben, Patinieren, I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    Sandeln und Buersten I    I   I   I   I x I   I
     I                   I b) Elfenbein- und       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Knochenbelag         I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    bleichen, schleifen I    I   I   I   I   I   I
     I                   I    und polieren         I   I   I   I   I x I   I
     I                   I c) Kunststoffbelag      I   I   I   I   I   I   I

                                            - 11 -
       
                                                                               

     I                   I    schleifen und        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    polieren             I   I   I   I   I x I   I
     I                   I d) NE-Metalle und       I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    Stahlteile schleifen I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    und polieren         I   I   I   I x I   I   I
     I                   I e) Grauguss spachteln,   I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    schleifen und        I   I   I   I   I   I   I
     I                   I    lackieren            I   I   I   I x I   I   I
-------------------------------------------------------------------------------

                   II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Fachrichtungen
Lfd.            Teil des                    zu vermittelnde            zu vermitteln im
Nr.      Ausbildungsberufsbilds       Fertigkeiten und Kenntnisse     Ausbildungshalbjahr
                                                                    1   2 3 4 5 6 7
  1                  2                             3                           4
A. Fachrichtung Klavierbau
1     Bearbeiten von Schaltungen   a) Zuege anfertigen und einbauen                    X
      im Klavierbau (§ 4 Abs. 2    b) Pedaleinrichtungen anfertigen
      Nr. 1 Buchstabe a)              und einbauen                                    X
2     Bearbeiten der Klaviatur im a) Tasten bohren und Piloten
      Klavierbau (§ 4 Abs. 2 Nr. 1    einschrauben                                    X
      Buchstabe b)                 b) Tasten abwiegen und ausbleien                   X
                                   c) Tastenbelag, Filzund
                                      Tuchgarnierung erneuern                         X
                                   d) Klaviatur im Vorderund im
                                      Waagestift einrichten                           X
3     Vorrichten und Einbauen der a) Chore richten und zwicken                        X
      Klaviermechanik (§ 4 Abs. 2 b) Mechanikschrauben anziehen,
      Nr. 1 Buchstabe c)              Mechanik stellen                                X
                                   c) Daempfung einbauen                               X
                                   d) Hammerkoepfe einpassen und
                                      einstielen                                      X
                                   e) Klavierrahmen einpassen                         X
                                   f) Haemmer tragen lassen                            X
                                   g) Haemmer auf Chore richten                            X
                                   h) Mechanikglieder tuchen,
                                      achsen und garnieren                                X
4     Regulieren des Spielwerks im a) Mechanik regulieren                                 X
      Klavierbau (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 b) Klaviatur regulieren                                X
      Buchstabe d)                 c) Daempfung regulieren                                 X
5     Herstellen von bezogenen                         zeitlicher
      Rasten (§ 4 Abs. 2 Nr. 1                         Richtwert in
      Buchstabe e)                                     Monaten
                                   a) Wirbelloecher
                                      bohren                                       X
                                   b) Saiten messen,
                                      Oesen anfertigen
                                      und Basssaiten
                                      spinnen                                      X
                                                             2
                                   c) Blankund
                                      Bassbezug
                                      aufziehen,
                                      Stimmnaegel
                                      setzen, Ringe
                                      dichten                                      X
6     Vorintonieren des            Instrument
      Instruments (§ 4 Abs. 2 Nr. vorintonieren
      1 Buchstabe f)                                                                      X
B. Fachrichtung Cembalobau
1     Bearbeiten von Schaltungen   a) Zuege anfertigen                                 X
      im Cembalobau (§ 4 Abs. 2    b) Hand- und Fussschaltungen
      Nr. 2 Buchstabe a)              anfertigen                                      X



                                             - 12 -
        
                                                                                

Lfd.              Teil des                    zu vermittelnde              zu vermitteln im
Nr.        Ausbildungsberufsbilds       Fertigkeiten und Kenntnisse       Ausbildungshalbjahr
                                                                        1   2 3 4 5 6 7
    1                 2                              3                             4
2       Bearbeiten der Klaviatur im a) Tasten bohren und Piloten
        Cembalobau (§ 4 Abs. 2 Nr. 2    einschrauben                                      X
        Buchstabe b)                 b) Tasten abwiegen und ausbleien                     X
                                     c) Tastenbelag, Filzund
                                        Tuchgarnierung erneuern                           X
                                     d) Klaviatur im Vorderund im
                                        Waagestift einrichten                             X
                                     e) Koppelglieder
                                        in zweimanualige
                                        Cembaloklaviaturen einbauen                       X
                                     f) Einrichtungen fuer Vorder-
                                        bzw. Hinterdruck einbauen                         X
3       Vorrichten und Einbauen der a) Springerrechen und
        Cembalomechanik (§ 4 Abs. 2     Schaltungen einbauen                              X
        Nr. 2 Buchstabe c)           b) Klaviatur einbauen                                X
                                     c) Springer herstellen,
                                        insbesondere Zungen
                                        garnieren, bekielen,
                                        bohren und achsen, sowie
                                        Madenschrauben und Piloten
                                        einsetzen                                              X
                                     d) Springer einbauen, Kiele
                                        beschneiden, Daempfung
                                        einbauen                                               X
4       Regulieren des               a) Mechanik regulieren                                    X
        Saitenwerks ..... bau (§ 4   b) Klaviatur regulieren                                   X
        Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d)    c) Schaltung regulieren                                   X
5       Herstellen von                                   zeitlicher
        Resonanzkoerpern (§ 4 Abs. 2                      Richtwert in
        Nr. 2 Buchstabe e)                               Monaten
                                     a) Teilung fuer
                                        mehrere Register
                                        auftragen,
                                        Stege bohren und
                                        bestiften                                     X
                                     b) Wirbelloecher
                                        bohren                                        X
                                     c) Saiten messen,
                                                               2
                                        Oesen anfertigen
                                        Basssaiten
                                        spinnen                                       X
                                     d) Saiten
                                        aufziehen,
                                        Stimmnaegel
                                        setzen, Ringe
                                        dichten                                       X
6       Vorintonieren des            Instrument
        Instruments (§ 4 Abs. 2 Nr. vorintonieren
        2 Buchstabe f)                                                                         X

Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kapitel V Sachgebiet B Abschnitt
III
und Kapitel XVI Sachgebiet C Abschnitt III
(BGBl. II 1990, 889, 998, 1135)
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Massgaben in Kraft:
- Kapitel V Sachgebiet B Abschnitt III -


                                              - 13 -
        
                                                                                

1. Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl.
   1966 I S. 1), zuletzt geaendert durch Artikel 43 des Gesetzes vom 28. Juni 1990
   (BGBl. I S. 1221), sowie die nach § 7 Abs. 2, §§ 25, 27a Abs. 1, § 40 und § 46 Abs.
   3 Satz 3 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungen
   mit folgenden Massgaben:
   a)    Eine am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages
         genannten Gebiet bestehende Berechtigung,
         aa)   ein Handwerk als stehendes Gewerbe selbstaendig zu betreiben,
         bb)   zum Einstellen oder zur Ausbildung von Lehrlingen in Handwerksbetrieben
               oder
         cc)   zur Fuehrung des Meistertitels
         bleibt bestehen.
   b)    Einkaufs- und Liefergenossenschaften und Arbeitsgemeinschaften der
         Produktionsgenossenschaften des Handwerks bleiben Mitglied der Handwerkskammer,
         soweit sie Mitglied der Handwerkskammer sind.
   c)    Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in
         Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet berechtigt sind, ein Handwerk als
         stehendes Gewerbe selbstaendig zu betreiben, werden auf Antrag oder von Amts
         wegen mit dem Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung in die Handwerksrolle
         eingetragen, das dem bisherigen Handwerk zugeordnet werden kann. Fuehren
         solche Gewerbetreibende rechtmaessig den Titel Meister des Handwerks, sind sie
         berechtigt, den Meistertitel des Handwerks der Anlage A der Handwerksordnung zu
         fuehren.
   d)    Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in
         Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet selbstaendig ein stehendes Gewerbe
         betreiben, das dort nicht als Handwerk eingestuft, jedoch in der Anlage A der
         Handwerksordnung als Handwerk aufgefuehrt ist, werden auf Antrag oder von Amts
         wegen mit diesem Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen.
   e)    Buchstabe c) Satz 1 findet auf Gewerbetreibende, die ein handwerksaehnliches
         Gewerbe betreiben, entsprechende Anwendung.
   f)    Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages
         genannten Gebiet bestehenden Organisationen des Handwerks sind bis 31. Dezember
         1991 den Bestimmungen der Handwerksordnung entsprechend anzupassen; bis dahin
         gelten sie als Organisationen im Sinne der Handwerksordnung. Dasselbe gilt
         fuer die bestehenden Facharbeiter- und Meisterpruefungskommissionen; bis zum 31.
         Dezember 1991 gelten sie als Pruefungsausschuesse im Sinne der Handwerksordnung.
         Die Handwerkskammern haben unverzueglich, spaetestens jedoch bis zum 31. Dezember
         1991, die Voraussetzungen fuer die Beteiligung der Gesellen entsprechend den
         Bestimmungen der Handwerksordnung zu schaffen.
   g)    Am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts bestehende Lehrverhaeltnisse werden
         nach den bisherigen Vorschriften zu Ende gefuehrt, es sei denn, die Parteien
         des Lehrvertrages vereinbaren die Fortsetzung der Berufsausbildung in einem
         Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung.
   h)    Lehrlinge, die ihre Berufsausbildung nach bisherigem Recht durchlaufen,
         werden nach den bisherigen Rechtsvorschriften geprueft, soweit nicht der
         Bundesminister fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
         Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung
         des Bundesrates bedarf, Uebergangsvorschriften fuer Verfahren und Zustaendigkeit
         erlaesst.
   i)    Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts laufenden Pruefungsverfahren werden
         nach den bisherigen Vorschriften zu Ende gefuehrt.
   k)    Die Handwerkskammern koennen bis zum 1. Dezember 1995 Ausnahmen von den nach
         § 25 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungen zulassen, wenn die
         gesetzten Anforderungen noch nicht erfuellt werden koennen. Die Ausnahmen sind
         zu befristen. Der Bundesminister fuer Wirtschaft kann im Einvernehmen mit dem
         Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht

                                               - 14 -
        
                                                                                

         der Zustimmung des Bundesrates bedarf, die Befugnis nach Satz 1 einschraenken
         oder aufheben.
   l)    Die Rechtsverordnungen nach § 27a Abs. 1 und § 40 der Handwerksordnung beduerfen
         der gesonderten Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Wirtschaft
         im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch
         Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
   m)    Der Bundesminister fuer Wirtschaft bestimmt durch Rechtsverordnung nach § 46
         Abs. 3 der Handwerksordnung, welche Pruefungen an Ausbildungseinrichtungen
         der Nationalen Volksarmee nach Massgabe des § 3 Abs. 2 der Verordnung ueber die
         Anerkennung von Pruefungen bei der Eintragung in die Handwerksrolle und bei der
         Ablegung der Meisterpruefung im Handwerk vom 2. November 1982 (BGBl. I S. 1475)
         als Voraussetzung fuer die Befreiung von Teil II der Meisterpruefung im Handwerk
         anerkannt werden.
   n)    Der Bundesminister fuer Wirtschaft kann durch Rechtsverordnung nach § 7 Abs. 2
         der Handwerksordnung bestimmen, welche Pruefungen von Meistern der volkseigenen
         Industrie, die bis zum 31. Dezember 1991 abgelegt worden sind, mit welcher
         Massgabe als ausreichende Voraussetzung fuer die Eintragung in die Handwerksrolle
         anerkannt werden.
   o)    Pruefungszeugnisse nach der Systematik der Ausbildungsberufe sowie der
         Systematik der Facharbeiterberufe in Handwerksberufen aus dem in Artikel 3 des
         Vertrages genannten Gebiet stehen Gesellenpruefungszeugnisse nach § 31 Abs. 2
         der Handwerksordnung gleich.


- Kapitel XVI Sachgebiet C Abschnitt III -
1. Berufsbildungsgesetz vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), zuletzt geaendert durch
   § 19 des Gesetzes vom 23. Dezember 1981 (BGBl. I S. 1692), und auf Grund § 21 Abs.
   1 und 2, §§ 25, 29 Abs. 1, § 43 Abs. 1 und 2, § 46 Abs. 2, § 47 Abs. 3, § 76 Abs.
   2, § 77 Abs. 5, § 80 Abs. 2, § 81 Abs. 4, § 82 Abs. 2, §§ 93, 95 Abs. 4, § 96 Abs.
   2 erlassene Rechtsverordnungen
   mit folgenden Massgaben:
   a) Rechtsverordnungen nach § 21 Abs. 1 des Gesetzes beduerfen der gesonderten
      Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft
      durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
      Rechtsverordnungen nach § 29 Abs. 1 und § 43 des Gesetzes beduerfen der
      gesonderten Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Wirtschaft oder den
      sonst zustaendigen Fachminister im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
      Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des
      Bundesrates bedarf.
   b) Die zustaendige Stelle kann bis zum 31. Dezember 1995 Ausnahmen von den
      Ausbildungsverordnungen nach § 25 des Gesetzes zulassen, wenn die durch
      technische Regeln gesetzten Anforderungen noch nicht erfuellt werden koennen.
      Die Ausnahmen sind zu befristen. Der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der
      sonst zustaendige Fachminister kann im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
      Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des
      Bundesrates bedarf, die Befugnis nach Satz 1 einschraenken oder aufheben.
   c) Die Regelungen in Ausbildungsverordnungen nach § 25 des Gesetzes ueber die
      Ausbildung in ueberbetrieblichen Ausbildungsstaetten (§ 27 des Gesetzes) werden
      nicht angewendet, wenn die zustaendige Stelle feststellt, dass eine solche
      Ausbildung nicht moeglich ist.
   d) Bei Inkrafttreten des Gesetzes ueber die Inkraftsetzung des
      Berufsbildungsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in der Deutschen
      Demokratischen Republik - IGBBiG - vom 19. Juli 1990 (GBl. I Nr. 50 S. 907)
      bestehende Ausbildungsverhaeltnisse werden nach den neuen Vorschriften zu Ende
      gefuehrt, es sei denn, dass eine Ausbildung nach den neuen Vorschriften nicht
      moeglich ist oder der Lehrling eine Fortsetzung nach den bisherigen Vorschriften
      ausdruecklich wuenscht. Sofern die Beendigung des Lehrverhaeltnisses nach den
      neuen Ausbildungsverordnungen im bisherigen Betrieb nicht moeglich ist, sind das

                                              - 15 -
  
                                                                          

   zustaendige Arbeitsamt und die zustaendige Stelle verpflichtet, den Lehrling zu
   unterstuetzen, einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, der die Ausbildung nach
   den neuen Ausbildungsverordnungen fortsetzt.
e) Die Ausbildungszeit soll nach § 29 Abs. 3 des Gesetzes verlaengert werden, soweit
   eine Berufsausbildung mit Abitur durchgefuehrt wird.
f) Die Anwendung der §§ 76, 77, 80 bis 82, 86, 88, 90, 92 bis 96 des Gesetzes
   und der auf Grund dieser Bestimmungen erlassenen Verordnungen bestimmt
   der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der sonst zustaendige Fachminister
   im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch
   Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
g) Die Betriebe sind verpflichtet, die praktische Berufsausbildung
   zweckentsprechend aufrecht zu erhalten, soweit dies zur Erfuellung von
   Lehrvertraegen erforderlich ist, die vor Inkrafttreten des Gesetzes ueber die
   Inkraftsetzung des Berufsbildungsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in der
   Deutschen Demokratischen Republik - JGBBiG - vom 19. Juli 1990 (GBl. I Nr. 50 S.
   907) abgeschlossen worden sind. Fuer Betriebsakademien und andere der beruflichen
   Bildung dienende Einrichtungen ist dies mindestens bis zum 31. Dezember
   1990 zu gewaehrleisten. Auf Antrag der Handwerkskammern und der Industrie-
   und Handelskammern ist durch die Betriebe zu pruefen, inwieweit vorhandene
   Kapazitaeten der praktischen Berufsausbildung (insbesondere Lehrwerkstaetten) als
   ueberbetriebliche Ausbildungsstaetten genutzt werden oder als Treuhandvermoegen an
   die vorgenannten Kammern zur Nutzung uebertragen werden koennen.
h) Solange die in §§ 79, 87, 89 und 91 des Gesetzes genannten zustaendigen Stellen
   nicht bestehen, bestimmt das Land die zustaendige Stelle.
i) Lehrlinge, die gemaess der Systematik der Facharbeiterberufe ausgebildet
   werden, werden nach den bisherigen Rechtsvorschriften geprueft, soweit nicht
   der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der sonst zustaendige Fachminister
   im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft
   durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
   Uebergangsvorschriften fuer Verfahren und Zustaendigkeiten erlaesst.
k) Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts laufenden Pruefungsverfahren in der
   beruflichen Fortbildung und beruflichen Umschulung werden nach den bisherigen
   Vorschriften zu Ende gefuehrt.




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