Verordnung ueber die Berufsausbildung zum
Goldschmied/zur Goldschmiedin (Goldschmied-
Ausbildungsverordnung)
GoldSchmAusbV
vom 02.04.1992
"Goldschmied-Ausbildungsverordnung vom 2. April 1992 (BGBl. I S. 756)"
Fussnote
Ueberschrift: Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des
Berufsbildungsgesetzes und des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und
der damit abgestimmte, von der Staendigen Konferenz der Kultusminister der Laender in
der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan fuer die Berufsschule werden
demnaechst als Beilage zum Bundesanzeiger veroeffentlicht.
Textnachweis ab: 1. 8.1992
Eingangsformel
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112),
der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525)
geaendert worden ist, und auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr. 1
des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geaendert worden ist, verordnet der
Bundesminister fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und
Wissenschaft:
§ 1 Anwendungsbereich
Diese Verordnung gilt fuer die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Goldschmied/
Goldschmiedin nach der Handwerksordnung und fuer die Berufsausbildung in dem nach § 2
anerkannten Ausbildungsberuf.
§ 2 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf Goldschmied/Goldschmiedin wird staatlich anerkannt.
§ 3 Ausbildungsdauer, Fachrichtungen
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Fuer das dritte und vierte Ausbildungsjahr kann
zwischen den Fachrichtungen
1. Schmuck
2. Juwelen
3. Ketten
gewaehlt werden.
§ 4 Ausbildungsberufsbild
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse:
1. Berufsbildung,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
-1-
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
4. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Inbetriebnehmen von Maschinen sowie Warten von Betriebsmitteln,
6. Auswaehlen, Vorbereiten, Handhaben und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen,
7. Planen von Arbeitsablaeufen,
8. Messen und Kennzeichnen sowie Kontrollieren von Arbeitsergebnissen,
9. Gestalten und Darstellen von Schmuck und Geraet,
10. Umformen von Metallen,
11. Trennen und Abtragen,
12. Fuegen,
13. Legieren und Schmelzen,
14. Anfertigen von Kleinwerkzeugen,
15. Anfertigen von Schmuck mit Funktionsteilen,
16. Anfertigen von Ketten,
17. Anfertigen und Montieren von Zargen und Fassungen,
18. Behandeln von Oberflaechen,
19. Erkennen, Zuordnen und Handhaben von Edelsteinen und von organischen Stoffen.
(2) Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden
Fertigkeiten und Kenntnisse:
1. in der Fachrichtung Schmuck:
a) Gestalten von Schmuck,
b) Formen von Schmuck und Schmuckteilen mit Haemmern und Punzen,
c) Vorbereiten und Durchfuehren von Schmuckguss,
d) Ausfuehren von flaechengestaltenden Techniken,
e) Ausfuehren von Juwelentechniken,
f) Fassen von Steinen in Zargen- und Krappenfassungen,
g) Aufarbeiten, Reparieren und Umarbeiten von Schmuck,
h) Planen und Anfertigen kompletter Schmuckstuecke;
2. in der Fachrichtung Juwelen:
a) Gestalten von Juwelenschmuck,
b) Ausfuehren von Juwelentechniken,
c) Vorbereiten und Durchfuehren von Juwelenschmuckguss,
d) Fassen von Steinen in Zargen- und Krappenfassungen,
e) Aufarbeiten, Reparieren und Umarbeiten von Juwelenschmuck.
f) Planen und Anfertigen kompletter Juwelenschmuckstuecke;
3. in der Fachrichtung Ketten:
a) Gestalten von Ketten,
b) Vorbereiten von Draehten und Rohren sowie Anfertigen von Kettengliedern,
c) Anfertigen von Ketten, Baendern und Geflechten,
d) Verformen von Ketten, Baendern und Geflechten,
e) Anfertigen von Kettenverschluessen,
f) Anbringen von Kettenverschluessen, Zwischengliedern und Beloetungen an Ketten und
Baendern,
-2-
g) Fassen von Steinen in Zargen- und Krappenfassungen.
§ 5 Ausbildungsrahmenplan
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach der in der Anlage
enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung
(Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende
sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulaessig,
soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die in dieser Rechtsverordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so
vermittelt werden, dass der Auszubildende zur Ausuebung einer qualifizierten beruflichen
Taetigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befaehigt wird, die
insbesondere selbstaendiges Planen, Durchfuehren und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz
einschliesst. Diese Befaehigung ist auch in den Pruefungen nach §§ 8 und 9 nachzuweisen.
§ 6 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§ 7 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.
§ 8 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage fuer das erste
Ausbildungsjahr und die unter laufender Nummer 7 Buchstaben e und f, laufender Nummer
9 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa, laufender Nummer 10 Buchstabe g, laufender Nummer 13
Buchstabe d, laufender Nummer 15 Buchstaben a bis c, laufender Nummer 16 und laufender
Nummer 17 Buchstabe b fuer das zweite Ausbildungsjahr aufgefuehrten Fertigkeiten und
Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens sieben Stunden ein Pruefungsstueck
anfertigen. Hierfuer kommt insbesondere in Betracht:
Anfertigen eines Werkstueckes nach vorgegebener Zeichnung unter Anwendung von
Gestaltungskriterien sowie von Umform-, Trenn-, Abtrag- und Fuegetechniken.
Es koennen vorgefertigte Teile verwendet werden.
(4) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens 180 Minuten Aufgaben, die sich auf
praxisbezogene Faelle beziehen sollen, aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
2. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
3. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
4. Inbetriebnehmen von Maschinen sowie Warten von Betriebsmitteln,
5. Auswaehlen, Vorbereiten, Handhaben und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen,
6. Gestalten und Darstellen von Schmuck und Geraet,
7. Umformen von Metallen,
8. Trennen und Abtragen,
9. Fuegen,
10. Legieren und Schmelzen.
-3-
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
§ 9 Abschlusspruefung/Gesellenpruefung
(1) Die Abschlusspruefung/Gesellenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht
vermittelten Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Pruefling soll in der praktischen Pruefung in insgesamt hoechstens 32 Stunden
in den Fachrichtungen Schmuck und Juwelen jeweils ein Pruefungsstueck sowie in der
Fachrichtung Ketten zwei Pruefungsstuecke anfertigen. Er soll dabei zeigen, dass er
den Entwurf gestalterisch umsetzen kann und die entsprechenden Fertigungstechniken
beherrscht. Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. in der Fachrichtung Schmuck:
Planen, Vorbereiten und Anfertigen eines vollstaendigen selbstentworfenen
Schmuckstueckes oder -objektes durch Umformen, Fuegen, Trennen, Abtragen und
Oberflaechenbehandlung sowie unter Einbeziehung von Funktionsteilen, soweit es
die Art des Schmuckstueckes oder -objektes zulaesst, sowie Erstellen eines Pruef- und
Messprotokolls;
2. in der Fachrichtung Juwelen:
Planen, Vorbereiten und Anfertigen eines vollstaendigen selbstentworfenen
Juwelenschmuckes durch Umformen, Fuegen, Trennen und Abtragen sowie unter
Einbeziehung von Fassungen unterschiedlicher Art und mindestens einer Bewegung
sowie Erstellen eines Pruef- und Messprotokolls;
3. in der Fachrichtung Ketten:
Anfertigen von zwei Ketten, wobei eine der Ketten eine Mindestlaenge von 180 mm und
einen selbstgefertigten Verschluss enthalten muss, und zwar
a) Anfertigen einer Standardkette, insbesondere einer Doppelpanzer-, Garibaldi-,
Kordel- oder Fuchsschwanzkette,
b) Planen, Vorbereiten und Anfertigen einer selbstentworfenen Fantasiekette durch
Abtragen, Fuegen, spanloses und spanabhebendes Verformen sowie Sicherstellen der
Funktion sowie Erstellen eines Pruef- und Messprotokolls.
Es koennen vorgefertigte Teile verwendet werden. Dem Pruefungsausschuss sind
vor Anfertigung des Pruefungsstueckes zwei bemasste Entwuerfe vorzulegen, die den
Pruefungsanforderungen genuegen muessen. Der Pruefungsausschuss waehlt einen Entwurf fuer das
Pruefungsstueck aus.
(3) Der Pruefling soll in der schriftlichen Pruefung in den Pruefungsfaechern Technologie,
Gestaltung und Arbeitsplanung, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
geprueft werden. Im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung sind durch Verknuepfung
informationstechnischer, technologischer und mathematischer Sachverhalte fachliche
Probleme zu analysieren, zu bewerten und geeignete Loesungswege darzustellen. Es kommen
Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Faelle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:
1. in der Fachrichtung Schmuck:
a) im Pruefungsfach Technologie:
aa) Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
bb) Werkzeuge, Geraete und Maschinen,
cc) Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen,
dd) Eigenschaften und Verarbeitung von Edelsteinen,
ee) Trenn-, Umform- und Fuegetechniken,
ff) Legier-, Schmelz- und Giesstechnik,
gg) Oberflaechenbearbeitung und -behandlung,
hh) flaechengestaltende Techniken;
-4-
b) im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung:
aa) zeichnerischer und plastischer Entwurf,
bb) historische und zeitgenoessische Formensprache,
cc) gestalterische Pruefkriterien,
dd) Festlegen von Werkstoffen und Arbeitsschritten,
ee) Mass- und Gewichtsschaetzungen;
c) im Pruefungsfach Technische Mathematik:
aa) Flaeche, Volumen, Masse und Dichte,
bb) Legierung, Preise, Kosten;
d) im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt;
2. in der Fachrichtung Juwelen:
a) im Pruefungsfach Technologie:
aa) Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
bb) Werkzeuge, Geraete und Maschinen,
cc) Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen,
dd) Eigenschaften und Verarbeitung von Edelsteinen,
ee) Trenn-, Umform- und Fuegetechniken,
ff) Legier-, Schmelz- und Giesstechnik,
gg) Oberflaechenbearbeitung und -behandlung,
hh) Juwelentechniken;
b) im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung:
aa) zeichnerischer und plastischer Entwurf,
bb) historische und zeitgenoessische Formensprache,
cc) gestalterische Pruefkriterien,
dd) Festlegen von Werkstoffen und Arbeitsschritten,
ee) Mass- und Gewichtsschaetzungen;
c) im Pruefungsfach Technische Mathematik:
aa) Flaeche, Volumen, Masse und Dichte,
bb) Legierung, Preise, Kosten;
d) im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt;
3. in der Fachrichtung Ketten:
a) im Pruefungsfach Technologie:
aa) Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
bb) Werkzeuge, Geraete und Maschinen,
cc) Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen,
dd) Eigenschaften und Verarbeitung von Edelsteinen,
ee) Trenn-, Umform- und Fuegetechniken,
ff) Legier-, Schmelz- und Giesstechnik,
gg) Oberflaechenbearbeitung und -behandlung,
-5-
hh) Anfertigungs- und Verformungstechniken fuer Ketten, Baender und Geflechte,
ii) Anfertigung und Anbringung von Verschluessen;
b) im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung:
aa) zeichnerischer und plastischer Entwurf,
bb) historische und zeitgenoessische Formensprache,
cc) gestalterische Pruefkriterien,
dd) Festlegen von Werkstoffen und Arbeitsschritten,
ee) Mass- und Gewichtsschaetzungen;
c) im Pruefungsfach Technische Mathematik:
aa) Flaeche, Volumen, Masse und Dichte,
bb) Legierung, Preise, Kosten;
d) im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt.
(4) Fuer die schriftliche Pruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten auszugehen:
1. im Pruefungsfach Technologie 120 Minuten,
2. im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung 120 Minuten,
3. im Pruefungsfach Technische Mathematik 60 Minuten,
4. im Pruefungsfach Wirtschaftsund Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen, wenn
diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Pruefung
hat gegenueber der muendlichen das doppelte Gewicht. Schriftliche Pruefung im Sinne
der Absaetze 7 und 8 ist auch die durch eine muendliche Pruefung ergaenzte schriftliche
Pruefung.
(7) Innerhalb der schriftlichen Pruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber
jedem der uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.
(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen
Pruefung sowie innerhalb der schriftlichen Pruefung im Pruefungsfach Technologie
mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
§ 10 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungsplaene und Pruefungsanforderungen
fuer die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe, die in
dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere fuer die Ausbildungsberufe Goldschmied/
Goldschmiedin in Handwerk und Industrie sowie Juwelengoldschmied/Juwelengoldschmiedin
in der Industrie, sind vorbehaltlich des § 11 nicht mehr anzuwenden.
§ 11 Uebergangsregelung
Auf Berufsausbildungsverhaeltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen,
sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien
vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
§ 12 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1992 in Kraft.
Anlage (zu § 5)
-6-
Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Goldschmied/zur
Goldschmiedin
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1992, 760 - 769
I. Fertigkeiten und Kenntnisse gemaess § 4 Abs. 1*)
--------------------------------------------------------------------------I----
I I I zeitliche Richt-
Lfd. I Teil des I Fertigkeiten und Kenntnisse, die I werte in Wochen im
Nr. I Ausbildungs- I unter Beruecksichtigung des I Ausbildungsjahr
I berufsbildes I § 5 Abs. 2 zu vermitteln sind I-------------------
I I I 1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Berufsbildung I a) Bedeutung des Ausbildungs- I
I (§ 4 Abs. 1 I vertrages, insbesondere I
I Nr. 1) I Abschluss, Dauer und Beendigung, I
I I erklaeren I
I I b) gegenseitige Rechte und I
I I Pflichten aus dem Ausbildungs- I
I I vertrag nennen I
I I c) Moeglichkeiten der beruflichen I
I I Fortbildung nennen I
-----------------------------------------------------------I
2 I Aufbau und I a) Aufbau und Aufgaben des I
I Organisation I ausbildenden Betriebes erlaeutern I
I des I b) Grundfunktionen des ausbildenden I
I Ausbildungs- I Betriebes, wie Beschaffung, I
I betriebes I Fertigung, Absatz und I
I (§ 4 Abs. 1 I Verwaltung, erklaeren I
I Nr. 2) I c) Beziehungen des ausbildenden I
I I Betriebes und seiner Belegschaft I
I I zu Wirtschaftsorganisationen, I
I I Berufsvertretungen und I
I I Gewerkschaften nennen I
I I d) Grundlagen, Aufgaben und I
I I Arbeitsweise der betriebs- I
I I verfassungsrechtlichen Organe I
I I des ausbildenden Betriebes I
I I beschreiben I
-----------------------------------------------------------I
3 I Arbeits- und I a) wesentliche Teile des I
I Tarifrecht, I Arbeitsvertrages nennen I
I Arbeitsschutz I b) wesentliche Bestimmungen der fuer I
I (§ 4 Abs. 1 I den ausbildenden Betrieb I
I Nr. 3) I geltenden Tarifvertraege nennen I
I I c) Aufgaben des betrieblichen I
I I Arbeitsschutzes sowie der I
I I zustaendigen Berufsgenossenschaft I
I I und der Gewerbeaufsicht I
I I erlaeutern I
I I d) wesentliche Bestimmungen der fuer I
I I den ausbildenden Betrieb I
I I geltenden Arbeitsschutzgesetze I
I I nennen I
-----------------------------------------------------------I
4 I Arbeits- I a) berufsbezogene Vorschriften der I waehrend der
I sicherheit, I Traeger der gesetzlichen Unfall- I gesamten
I Umweltschutz I versicherung, insbesondere I Ausbildung zu
I und I Unfallverhuetungsvorschriften, I vermitteln
-7-
I rationelle I Richtlinien und Merkblaetter, I
I Energie- I nennen I
I verwendung I b) berufsbezogene Arbeitsschutz- I
I (§ 4 Abs. 1 I vorschriften bei den I
I Nr. 4) I Arbeitsablaeufen anwenden I
I I c) Verhaltensweisen bei Unfaellen I
I I und Braenden beschreiben sowie I
I I Massnahmen der Ersten Hilfe I
I I einleiten I
I I d) wesentliche Vorschriften der I
I I Feuerverhuetung nennen sowie I
I I Brandschutzeinrichtungen und I
I I Brandbekaempfungsgeraete bedienen I
I I e) Gefahren, die von Giften, I
I I Daempfen, Gasen, leicht I
I I entzuendbaren Stoffen sowie vom I
I I elektrischen Strom ausgehen, I
I I beachten I
I I f) fuer den ausbildenden Betrieb I
I I geltende wesentliche I
I I Vorschriften ueber den I
I I Immissions- und Gewaesserschutz I
I I sowie ueber die Reinhaltung der I
I I Luft nennen und beachten I
I I g) arbeitsplatzbedingte Umwelt- I
I I belastungen nennen und zu ihrer I
I I Verringerung beitragen I
I I h) die im Ausbildungsbetrieb I
I I verwendeten Energiearten nennen I
I I und Moeglichkeiten rationeller I
I I Energieverwendung im beruflichen I
I I Einwirkungs- und Beobachtungs- I
I I bereich anfuehren I
------
*) Fuer das erste Ausbildungsjahr sind die Ausbildungsinhalte
der Berufe Goldschmied/Goldschmiedin, Silberschmied/Silberschmiedin
und Edelsteinfasser/Edelsteinfasserin gleich.
-------------------------------------------------------------------------------
5 I Inbetriebnehmen a) Werkzeuge, Geraete und Maschinen I I I
I von I durch Reinigen pflegen und vor I I I
I Maschinen I Korrosion schuetzen I I I
I sowie Warten I b) Betriebsbereitschaft von I I I
I von Betriebs- I Maschinen pruefen und I I I
I mitteln I sicherstellen, insbesondere im I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Hinblick auf Befestigung, I I I
I Nr. 5) I Schmierung, Kuehlung und I I I
I I Energieversorgung I I I
I I c) Betriebsstoffe, insbesondere I 2 I I
I I Oele, Kuehl- und Schmierstoffe, I I I
I I nach Betriebsvorschriften I I I
I I wechseln und auffuellen I I I
I I d) Werkzeuge, Maschinen und I I I
I I Vorrichtungen einrichten und I I I
I I einstellen sowie nach Anweisung I I I
I I und Wartungsunterlagen warten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Auswaehlen, I a) Metalle und deren Legierungen I I I
I Vorbereiten, I sowie Hilfsstoffe unter I I I
I Handhaben und I Beachtung ihrer Eigenschaften I I I
I Lagern von I sowie im Hinblick auf die I I I
I Werk- und I gestellten Anforderungen I I I
-8-
I Hilfsstoffen I auswaehlen und vorbereiten I I I
I (§ 4 Abs. 1 I b) Wertverhaeltnisse von Metallen I I I
I Nr. 6) I und deren Legierungen, die zu I I I
I I be- oder verarbeiten sind, I I I
I I nennen sowie Metallvorkommen und I I I
I I -gewinnungsarten erlaeutern I I I
I I c) Hilfsstoffe, insbesondere Saeuren I I I
I I und Saeurengemische, Laugen, Salze I I
I I und Gase sowie Oele, Kuehl- und I 2*) I I
I I Schmierstoffe, unterscheiden, I I I
I I ihrer Verwendung nach zuordnen I I I
I I und nach Anweisung und I I I
I I Unterlagen unter Beachtung ihrer I I I
I I Gefaehrlichkeiten anwenden sowie I I I
I I vorschriftsmaessig lagern I I I
I I d) unter Beachtung der Umwelt- I I I
I I schutzvorschriften beim I I I
I I Entsorgen von Hilfsstoffen, I I I
I I insbesondere Saeuren, Laugen, I I I
I I Salzen und Gasen sowie Oelen, I I I
I I Kuehl- und Schmierstoffen, I I I
I I mitwirken I I I
I I e) Edelmetalle nach werkstatt- I I I
I I ueblichen Verfahren pruefen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Planen von I a) Umsetzung von vorgegebenen I I I
I Arbeits- I Entwuerfen planen I I I
I ablaeufen I b) Arbeitsschritte unter I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Beruecksichtigung funktionaler, I I I
I Nr. 7) I konstruktiver, fertigungs- I I I
I I technischer und wirtschaftlicher I 4*) I I
I I Gesichtspunkte planen I I I
I I c) Masse und Gewichte festlegen I I I
I I d) Einrichtung des Arbeitsplatzes I I I
I I an Werkbank und Maschinen planen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I e) Umsetzung eigener Entwuerfe unter I I I
I I Beachtung technischer I I I
I I Moeglichkeiten und Grenzen sowie I I I
I I gestalterischer Absicht planen I I I
I I f) Arbeitsablauf selbstaendig unter I I 2 I
I I Beruecksichtigung I I I
I I organisatorischer und I I I
I I informatorischer Notwendigkeiten I I I
I I sowie Dauer der Arbeitsgaenge I I I
I I planen und die Durchfuehrung I I I
I I selbstaendig vorbereiten I I I
I I---------------------------------------------------------
I I g) gestalterische Pruefkriterien I I I
I I entwickeln, insbesondere unter I I 2 I
I I Beachtung der Proportionen und I I I
I I der Formqualitaet des Entwurfes I I I
-------------------------------------------------------------------------------
8 I Messen und I a) Pruef- und Messmittel zur I I I
I Kennzeichnen I Kontrolle der Arbeitsergebnisse I I I
I sowie I festlegen I I I
I Kontrollieren I b) Messschieber, Winkelmesser und I I I
I vor Arbeits- I Sonderlehren anwenden I I I
I ergebnissen I c) unter Beachtung vorgegebener I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Toleranzen I I I
I Nr. 8) I aa) Werkstuecke messen I I I
I I bb) Abweichungen vom Sollmass I I I
-9-
I I feststellen und korrigieren I I I
I I cc) Werkstuecke anreissen und I I I
I I koernen I I I
I I dd) Flaechen und Formgenauigkeit I I I
I I pruefen I I I
I I ee) Werkstuecke wiegen I 4*) I I
I I d) Oberflaechenqualitaet von I I I
I I Halbzeugen und Werkstuecken durch I I I
I I Sichtpruefen beurteilen I I I
I I e) Arbeitsergebnisse im Hinblick I I I
I I auf Gestaltungsqualitaet I I I
I I beurteilen, insbesondere unter I I I
I I Beachtung von Gestaltungs- I I I
I I kriterien und -vorgaben I I I
I I f) das Gesetz ueber den Feingehalt I I I
I I von Gold- und Silberwaren sowie I I I
I I die gewerblichen Vorschriften I I I
I I ueber den Verkehr mit I I I
I I Edelmetallen, Edelsteinen und I I I
I I Perlen erlaeutern und anwenden I I I
I I g) Edelmetalle stempeln, I I I
I I insbesondere im Hinblick auf I I I
I I Metallart und Feingehalt I I I
-------
*) Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgefuehrten
Ausbildungsinhalten zu vermitteln.
-------------------------------------------------------------------------------
9 I Gestalten und I a) unter Beachtung von Gestaltungs- I I I
I Darstellen I prinzipien sowie Moeglichkeiten I I I
I von Schmuck I und Grenzen von Darstellungs- I I I
I und Geraet I techniken I 5 I I
I (§ 4 Abs. 1 I aa) Skizzen und Zeichnungen I I I
I Nr. 9) I lesen und anfertigen I I I
I I bb) Abwicklungen anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) unter Beachtung von historischer I I I
I I und zeitgenoessischer I I I
I I Formensprache I I I
I I aa) Zeichnungen in mehreren I I 4 I
I I Ansichten anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I bb) schwarzweisse perspektivische I I I
I I Kundenzeichnungen anfertigen I I I
I I cc) farbige perspektivische I I 4 I
I I Kundenzeichnungen anfertigen I I I
I I dd) plastische Entwuerfe I I I
I I anfertigen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
10 I Umformen von I unter Beachtung von Metall- I I I
I Metallen I eigenschaften und gestellten I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Anforderungen I I I
I Nr. 10) I a) Bleche und Profile walzen I I I
I I b) Draehte und Rohre anfertigen und I I I
I I ziehen I I I
I I c) Draehte und Bleche frei Hand und I 8 I I
I I unter Verwendung von I I I
I I Hilfsmitteln biegen I I I
I I d) Draehte und Bleche schmieden I I I
I I e) Hohlformen aufziehen I I I
I I f) Bleche und Draehte richten I I I
I I---------------------------------------------------------
- 10 -
I I g) Werkstuecke schmieden, I I I
I I insbesondere querschnitt- I I 4 I
I I veraendernd, streckend und I I I
I I stauchend I I I
I I---------------------------------------------------------
I I h) Schmuckteile auftiefen, I I I
I I aufziehen und einziehen I I 4 I
-------------------------------------------------------------------------------
11 I Trennen und I unter Beachtung von Werkstoff- I I I
I Abtragen I eigenschaften und gestellten I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Anforderungen I I I
I Nr. 11) I a) Bleche, Rohre und Draehte I I I
I I trennen I I I
I I b) Werkstuecke plan und winklig I I I
I I feilen I I I
I I c) Werkstuecke form- und passgenau I I I
I I feilen I I I
I I d) Werkstuecke unter Beachtung von I I I
I I Druck, Geschwindigkeit und I I I
I I Kuehlung bohren I I I
I I e) Werkstuecke aus- und formfraesen I 6 I I
I I f) Innen- und Aussengewinde I I I
I I schneiden I I I
I I g) Bohrungen und Rohre bis zur I I I
I I Passgenauigkeit aufreiben I I I
I I h) Stechuebungen an Werkstuecken aus I I I
I I Edel- und Unedelmetallen I I I
I I ausfuehren I I I
I I i) Werkstuecke entgraten I I I
I I k) Flaechen und Kanten blankschaben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
12 I Fuegen I unter Beachtung von Werkstoff- I I I
I (§ 4 Abs. 1 I eigenschaften und gestellten I I I
I Nr. 12) I Anforderungen I I I
I I a) Metalle hart- und weichloeten I I I
I I aa) Loetwerkzeuge, Lote und I I I
I I Flussmittel auswaehlen I I I
I I bb) Werkstuecke und Halbzeuge zum I I I
I I Loeten vorbereiten und loeten I I I
I I b) Metalle schweissen I I I
I I c) Stiftverbindungen anfertigen und I I I
I I verstiften I I I
I I d) Werkstuecke starr und beweglich I 7 I I
I I vernieten I I I
I I e) Werkstuecke verschrauben I I I
I I f) Teile gleicher oder I I I
I I unterschiedlicher Materialien I I I
I I unter Beachtung der I I I
I I Verarbeitungsbedingungen und I I I
I I -richtlinien kleben I I I
I I---------------------------------------------------------
I I g) Schmuckteile mit Mehrfach- I I I
I I loetungen montieren I I 4 I
-------------------------------------------------------------------------------
13 I Legieren und I unter Beachtung der ablaufenden I I I
I Schmelzen I chemischen und physikalischen I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Vorgaenge I 2 I I
I Nr. 13) I a) Metalle legieren I I I
I I b) Metalle schmelzen I I I
I I c) Metalle gluehen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I d) Metalle tempern I I 2 I
- 11 -
-------------------------------------------------------------------------------
14 I Anfertigen I a) Werkzeugstahl bearbeiten I I I
I von Klein- I b) Kleinwerkzeuge haerten, anlassen I 4 I I
I werkzeugen I und nachpolieren I I I
I (§ 4 Abs. 1 I I I I
I Nr. 14) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
15 I Anfertigen I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I von Schmuck I Absicht und Funktion I I I
I mit I a) bewegliche Verbindungen I I I
I Funktions- I anfertigen, insbesondere I I I
I teilen I Scharnier- und Oesenverbindungen I I I
I (§ 4 Abs. 1 I b) Broschierungen anfertigen, I I 5 I
I Nr. 15) I insbesondere Zugsicherung und I I I
I I verdeckte Haken I I I
I I c) Manschettenknopf-Mechaniken I I I
I I anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I d) Verschluesse anfertigen, I I I
I I insbesondere Schnapp-, Dreh- und I I I
I I Leiterverschluesse I I I
I I e) Ohrschmuck-Mechaniken I I 5 I
I I anfertigen, insbesondere I I I
I I Clip-Mechaniken I I I
-------------------------------------------------------------------------------
16 I Anfertigen I Ankerketten anfertigen und I I I
I von Ketten I verformen, insbesondere unter I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Beachtung von gestalterischer I I 5 I
I Nr. 16) I Absicht I I I
-------------------------------------------------------------------------------
17 I Anfertigen I a) unter Beachtung der I I I
I und Montieren I gestalterischen Absicht Zargen I 4 I I
I von Zargen I aus Abwicklungen anfertigen und I I I
I und Fassungen I montieren I I I
I (§ 4 Abs. 1 I---------------------------------------------------------
I Nr. 17) I b) unter Beachtung von I I I
I I gestalterischer Absicht und I I I
I I Funktion I I I
I I aa) Fassungen anfertigen, I I 4 I
I I insbesondere Chaton-, I I I
I I Krappen-, zylindrische und I I I
I I konische Fassungen I I I
I I bb) Fassungen montieren I I I
-------------------------------------------------------------------------------
18 I Behandeln von I a) unter Beachtung der Schleif- und I I I
I Oberflaechen I Poliereigenschaften von I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Werkstoffen sowie von Schleif- I I I
I Nr. 18) I und Poliermitteln in manuellen I I I
I I und maschinellen Verfahren I I I
I I aa) Oberflaechen durch Buersten I I I
I I verdichten und strukturieren I 4 I I
I I bb) Flaechen abziehen I I I
I I cc) Werkstuecke bis zur I I I
I I Polierfaehigkeit schmirgeln I I I
I I dd) schleifen und polieren I I I
I I ee) mattieren I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) unter Beachtung von Umwelt- und I I I
I I Gesundheitsschutzvorschriften I I I
I I aa) galvanische Ueberzuege I I I
I I herstellen I I 3 I
I I bb) Metalle mit chemischen I I I
- 12 -
I I Hilfsmitteln faerben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
19 I Erkennen, I unter Beachtung der Eigenschaften I I I
I Zuordnen und I von Edelsteinen und organischen I I I
I Handhaben von I Stoffen I I I
I Edelsteinen I a) Edelsteine und organische Stoffe I I I
I und von I erkennen, zuordnen und handhaben I I 4 I
I organischen I b) Wertverhaeltnisse von Edelsteinen I I I
I Stoffen I und organischen Stoffen sowie I I I
I (§ 4 Abs. 1 I Sorgfaltspflichten beim Umgang I I I
I Nr. 19) I mit diesen Stoffen beachten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Fachrichtungen gemaess § 4 Abs. 2
A. Fachrichtung Schmuck
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Gestalten von I unter Beachtung allgemeiner und I I I
I Schmuck I spezieller Gestaltungsprinzipien I I I
I (§ 4 Abs. 2 I Entwuerfe anfertigen, insbesondere I I I 7
I Nr. 1a) I fuer Gravier-, Ziselier-, Aetz-, I I I
I I Emaillier-, Niellier-, Tauschier- I I I
I I und Granuliertechniken I I I
-------------------------------------------------------------------------------
2 I Formen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Schmuck und I Absicht I I I
I Schmuckteilen I a) Schmuck und Schmuckteile I I I
I mit Haemmern I schmieden, insbesondere I I I 12
I und Punzen I Schienen, Spangen und Reifen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I b) Schmuck und Schmuckteile mit I I I
I Nr. 1b) I Punzen formen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
3 I Vorbereiten I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I und I Absicht I I I
I Durchfuehren I a) ein- und mehrteilige Gussmodelle I I I
I von I anfertigen I I I
I Schmuckguss I b) Guss vorbereiten I I I 7
I (§ 4 Abs. 2 I c) giessen I I I
I Nr. 1c) I d) Guss nacharbeiten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
4 I Ausfuehren von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I flaechen- I Absicht sowie der Moeglichkeiten und I I I
I gestaltenden I Grenzen der Gestaltungsumsetzung I I I
I Techniken I a) Flaechen durch spanabhebende I I I
I (§ 4 Abs. 2 I Bearbeitung gestalten, I I I
I Nr. 1d) I insbesondere durch Fraesen und I I I
I I Stechen I I I
I I b) Flaechen durch spanlose I I I
I I Bearbeitung gestalten, I I I
I I insbesondere durch Aetzen, I I I
I I Ziselieren, Haemmern, Niellieren, I I I
I I Tauschieren und Granulieren I I I 14
I I c) Flaechen durch Aufloeten von I I I
I I Metallteilen, insbesondere I I I
I I Draehten, gestalten I I I
I I d) Flaechen mit Email gestalten, I I I
I I insbesondere Platten- und I I I
I I Koerperemail, Gruben- und I I I
I I Zellenschmelz, Fensteremail und I I I
I I Drucktechniken sowie malerischen I I I
I I Betragtechniken und Maltechniken I I I
I I ausfuehren I I I
-------------------------------------------------------------------------------
- 13 -
5 I Ausfuehren von I unter Beachtung der gestalterischen I I I
I Juwelen- I Absicht I I I
I techniken I a) doublieren I I I
I (§ 4 Abs. 2 I b) verkadern I I I
I Nr. 1e) I c) Juwelenfassungen anfertigen, I I I
I I insbesondere Reihenfassungen, I I I 13
I I Karmoisierungen und I I I
I I Koerbchenfassungen I I I
I I d) Bohrungen und Ajouren fuer I I I
I I Verschnittplatten anfertigen I I I
I I e) Juwelenmontagen durchfuehren I I I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Fassen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Steinen in I Absicht, Steineigenschaften und I I I
I Zargen- und I Sorgfaltspflicht I I I
I Krappen- I a) Fassungen fuer Steine justieren I I I 4
I fassungen I b) Steine in Zargenfassungen fassen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I c) Steine in Krappenfassungen I I I
I Nr. 1f) I fassen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Aufarbeiten, I Schmuck aufarbeiten, reparieren und I I I
I Reparieren I umarbeiten I I I 15
I und I I I I
I Umarbeiten I I I I
I von Schmuck I I I I
I (§ 4 Abs. 2 I I I I
I Nr. 1g) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
8 I Planen und I auf der Basis von Fremd- und I I I
I Anfertigen I Eigenentwuerfen selbstaendig I I I
I kompletter I Ansteck-, Hals- und Ohrschmuck I I I
I Schmuckstuecke I sowie Hand- und Armschmuck planen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I und anfertigen, insbesondere I I I
I Nr. 1h) I a) Schmuck mit selbstangefertigten I I I 6
I I Funktionsteilen unter Verwendung I I I
I I von Hilfsstoffen und I I I
I I Hilfsmitteln anfertigen, passen I I I
I I und verbinden I I I
I I b) Edelsteine fassen, insbesondere I I I
I I durch Antreiben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
B. Fachrichtung Juwelen
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Gestalten von I unter Beachtung allgemeiner und I I I
I Juwelen- I spezieller Gestaltungsprinzipien I I I
I schmuck I Entwuerfe anfertigen, insbesondere I I I
I (§ 4 Abs. 2 I fuer Gravier-, Ziselier-, Aetz-, I I I
I Nr. 2a) I Emaillier-, Niellier-, Tauschier- I I I 7
I I und Granuliertechniken I I I
-------------------------------------------------------------------------------
2 I Ausfuehren von I unter Beachtung der gestalterischen I I I
I Juwelen- I Absicht I I I
I techniken I a) Ajouren anfertigen, insbesondere I I I
I (§ 4 Abs. 2 I in Streifen und Flaechen I I I 11
I Nr. 2b) I b) doublieren I I I
I I c) verkadern I I I
I I---------------------------------------------------------
I I d) Juwelenfassungen anfertigen, I I I
I I insbesondere Koerbchen- und I I I
I I Chatonfassungen, eckige und I I I
I I runde Fassungen sowie Bohrungen I I I
- 14 -
I I fuer Fassarbeiten und flaechen- I I I
I I deckende Fassungen fuer Pavee und I I I 15
I I Fadenverschnitt I I I
I I e) Edelsteinanordnungen festlegen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
3 I Vorbereiten I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I und I Absicht sowie von Moeglichkeiten und I I I
I Durchfuehren I Grenzen des Juwelenschmuckgusses I I I
I von Juwelen- I a) Modelle, insbesondere I I I
I schmuckguss I mehrteilige, anfertigen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I b) Guss, insbesondere fuer Platin, I I I 12
I Nr. 2c) I vorbereiten I I I
I I c) giessen I I I
I I d) Gussteile nacharbeiten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
4 I Fassen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Steinen in I Absicht, Steineigenschaften und I I I
I Zargen- und I Sorgfaltspflicht I I I
I Krappen- I a) Fassungen fuer Steine justieren I I I 4
I fassungen I b) Steine in Zargenfassungen fassen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I c) Steine in Krappenfassungen I I I
I Nr. 2d) I fassen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
5 I Aufarbeiten, I Juwelenschmuck aufarbeiten, I I I
I Reparieren I reparieren und umarbeiten I I I 6
I und I I I I
I Umarbeiten I I I I
I von Juwelen- I I I I
I schmuck I I I I
I (§ 4 Abs. 2 I I I I
I Nr. 2e) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Planen und I unter Beachtung der gestalterischen I I I
I Anfertigen I Absicht selbstaendig Ansteck-, Hals- I I I
I kompletter I und Ohrschmuck sowie Hand- und I I I
I Juwelen- I Armschmuck anfertigen, insbesondere I I I
I schmuckstuecke I a) klassischen Juwelenschmuck als I I I 13
I (§ 4 Abs. 2 I Traegerelement mit Chaton- und I I I
I Nr. 2f) I flaechendeckenden Fassungen I I I
I I sowie mit deren Kombinationen, I I I
I I insbesondere unter Einbeziehung I I I
I I von Bewegungstechniken, planen I I I
I I und anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) zeitgemaessen Juwelenschmuck unter I I I
I I Einbeziehung zu gestaltender I I I 10
I I metallischer und nicht- I I I
I I metallischer Flaechen planen und I I I
I I anfertigen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
C. Fachrichtung Ketten
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Gestalten von I unter Beachtung allgemeiner und I I I
I Ketten I spezieller Gestaltungsprinzipien I I I
I (§ 4 Abs. 2 I Kettenschmuck gestalten I I I 9
I Nr. 3a) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
2 I Vorbereiten I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I von Draehten I Absicht I I I
I und Rohren I a) Draehte und Rohre anfertigen I I I
I sowie I aa) Draht fuer massive Ketten- I I I
- 15 -
I Anfertigen I glieder walzen und ziehen I I I
I von Ketten- I bb) Blech fuer hohle Ketten- I I I
I gliedern I glieder vorbereiten I I I
I (§ 4 Abs. 2 I cc) Draht fuer Einlagen ziehen I I I
I Nr. 3b) I dd) runde, ovale, quadratische I I I 10
I I und rechteckige Rohre mit I I I
I I Einlagen ziehen I I I
I I ee) Spindeln anfertigen und I I I
I I auswaehlen I I I
I I b) hohle und massive Kettenglieder I I I
I I anfertigen, insbesondere I I I
I I aa) Draehte und Rohre auf I I I
I I Spindeln wickeln I I I
I I bb) Glieder trennen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
3 I Anfertigen I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I von Ketten, I Absicht I I I
I Baendern und I a) Kettenglieder durch Einhaengen, I I I
I Geflechten I Fuegen und Loeten zu Ketten und I I I
I (§ 4 Abs. 2 I Baendern verbinden, insbesondere I I I
I Nr. 3c) I aa) gleichartige Glieder zu I I I
I I gleichlaufenden Ketten und I I I
I I Baendern verbinden I I I
I I bb) gleichartige Glieder durch I I I
I I unterschiedliche Anordnung I I I
I I zu Fantasieketten verbinden I I I
I I cc) Glieder unterschiedlicher I I I 13
I I Groesse zu verlaufenden Ketten I I I
I I verbinden I I I
I I dd) Glieder unterschiedlicher I I I
I I Groesse durch unterschiedliche I I I
I I Anordnung zu verschieden- I I I
I I artigen Ketten verbinden I I I
I I ee) Glieder unterschiedlicher I I I
I I Form und Groesse durch I I I
I I unterschiedliche Anordnung I I I
I I zu verschiedenartigen I I I
I I Ketten, insbesondere zu I I I
I I Figaroketten, verbinden I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) Ketten zu Baendern verbinden, I I I
I I insbesondere durch Ineinander- I I I
I I haengen, Aneinanderloeten und I I I
I I Verflechten I I I
I I c) Geflechte anfertigen, I I I 11
I I insbesondere Glieder und I I I
I I Spiralen durch Verstiften I I I
I I verbinden I I I
I I d) Kettenkerne chemisch aufloesen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
4 I Verformen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Ketten, I Absicht und von Verformungs- I I I
I Baendern und I moeglichkeiten I I I
I Geflechten I a) Ketten spanlos verformen, I I I
I (§ 4 Abs. 2 I insbesondere durch Pressen, I I I
I Nr. 3d) I nachfolgendes Gluehen und I I I
I I Beweglichmachen sowie durch I I I 11
I I Verdrehen, Ziehen und Walzen I I I
I I b) Ketten spanabhebend verformen, I I I
I I insbesondere durch Feilen, I I I
I I Fraesen und Facettieren I I I
-------------------------------------------------------------------------------
- 16 -
5 I Anfertigen I unter Beachtung von Funktion und I I I
I von Ketten- I gestalterischer Absicht Ketten- I I I
I verschluessen I verschluesse anfertigen, I I I 9
I (§ 4 Abs. 2 I insbesondere Kastenschloesser I I I
I Nr. 3e) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Anbringen von I unter Beachtung von Funktion und I I I
I Ketten- I gestalterischer Absicht I I I
I verschluessen, I a) Kettenverschluesse, Zwischen- I I I
I Zwischen- I glieder und Beloetungen zum I I I
I gliedern und I Einhaengen sowie Ein- oder I I I
I Beloetungen an I Beloeten vorbereiten I I I
I Ketten und I b) Kettenverschluesse, insbesondere I I I
I Baendern I Kastenschloesser, einhaengen und I I I 11
I (§ 4 Abs. 2 I einloeten I I I
I Nr. 3f) I c) Zwischenglieder zwischen I I I
I I Kettenteile einhaengen und I I I
I I einloeten I I I
I I d) Beloetungen an Ketten anbringen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Fassen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Steinen in I Absicht, Steineigenschaften und I I I
I Zargen und I Sorgfaltspflicht I I I
I Krappen- I a) Fassungen fuer Steine justieren I I I 4
I fassungen I b) Steine in Zargenfassungen fassen I I I
I (§ 4 Abs. 2 I c) Steine in Krappenfassungen I I I
I Nr. 3g) I fassen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
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