Gesetz zur Aenderung des Waffengesetzes
WaffGAendG
vom 04.03.1976
"Gesetz zur Aenderung des Waffengesetzes vom 4. Maerz 1976 (BGBl. I S. 417)"
Fussnote
Textnachweis ab: 1. 7.1976
Eingangsformel
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Art 1
-
Art 2
(1) Die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes nach § 59 Abs. 4 und, soweit sie nur
noch zur Ausuebung der tatsaechlichen Gewalt berechtigen, auch die nach § 28 Abs. 1
des Waffengesetzes vom 19. September 1972 erteilten Waffenbesitzkarten, gelten als
unbefristet erteilt. Sie koennen unter den Voraussetzungen des § 28 Abs. 1 Satz 5
des Waffengesetzes nachtraeglich befristet werden. Die Waffenbesitzkarte nach Satz 1
berechtigt nicht zum Erwerb von Munition.
(2) Hat jemand am 1. Maerz 1976 die tatsaechliche Gewalt ueber Schusswaffen ausgeuebt
1.aus denen keine in der Anlage III zur Dritten Verordnung zum Waffengesetz vom 10. Mai
1973 (Bundesgesetzbl. I S. 373) aufgefuehrte Munition verschossen werden kann (§ 28
Abs. 3 Nr. 1 des Waffengesetzes vom 19. September 1972),
2.fuer deren Erwerb es nach den §§ 1 bis 5 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz vom
19. Dezember 1972 (Bundesgesetzbl. I S. 2522) keiner Erlaubnis bedurfte,
fuer deren Erwerb es jedoch nach diesem Gesetz oder auf Grund einer Rechtsverordnung der
Erlaubnis bedarf, so hat er diese Schusswaffen bis zum 30. Juni 1976 nach Massgabe des
§ 59 Abs. 1 des Waffengesetzes anzumelden. § 59 Abs. 2 bis 4 des Waffengesetzes ist
entsprechend anzuwenden.
Art 3
Der Bundesminister des Innern wird ermaechtigt, das Waffengesetz unter Beruecksichtigung
der Aenderungen durch dieses Gesetz mit neuem Datum bekanntzumachen und dabei
Unstimmigkeiten des Wortlauts zu beseitigen.
Art 4
(1) Dieses Gesetz tritt am 1. Juli 1976 in Kraft. Am Tage nach der Verkuendung des
Gesetzes treten in Kraft die Vorschriften, die zum Erlass von Rechtsverordnungen und
allgemeinen Verwaltungsvorschriften ermaechtigen, die Vorschriften ueber die Umstellung
der Verordnungsermaechtigungen auf den Bundesminister des Innern sowie Artikel 1 Nr. 7
Buchstaben a und b, Nr. 8 Buchstabe b, Nr. 10 Buchstabe d, Nr. 14 Buchstabe d, Nr. 30
Buchstabe d, Nr. 45 Buchstabe a, Nr. 48 Buchstabe c, Nr. 49 und 50 und § 28 Abs. 3 in
der sich aus Artikel 1 Nr. 21 ergebenden Fassung sowie Artikel 2 Abs. 2 und Artikel 3.
(2) Am Tage nach der Verkuendung des Gesetzes tritt § 2 Abs. 5 Nr. 2 der Ersten
Verordnung zum Waffengesetz ausser Kraft, soweit er sich auf Handfeuerwaffen, mit einer
Laenge von nicht mehr als 60 cm bezieht, deren Bauart nicht nach § 22 zugelassen ist.
-1-