Gesetz zum Uebereinkommen vom 29. April 1958
ueber die Hohe See
HoheSeeUebkG
vom 21.09.1972
"Gesetz zum Uebereinkommen vom 29. April 1958 ueber die Hohe See vom 21. September 1972
(BGBl. 1972 II S. 1089), das zuletzt durch Artikel 59 der Verordnung vom 31. Oktober
2006 (BGBl. I S. 2407) geaendert worden ist"
Stand: Zuletzt geaendert durch Art. 59 V v. 31.10.2006 I 2407
Fussnote
Textnachweis Geltung ab: 1.7.1980
Art 1
Dem in New York am 30. Oktober 1958 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten
Uebereinkommen vom 29. April 1958 ueber die Hohe See
und dem ebenfalls in New York am 30. Oktober 1958 von der Bundesrepublik Deutschland
unterzeichneten
Fakultativen Unterzeichnungsprotokoll vom 29. April 1958 ueber die obligatorische
Beilegung von Streitigkeiten
wird zugestimmt. Das Uebereinkommen und das Unterzeichnungsprotokoll werden nachstehend
veroeffentlicht.
Art 2
(1) Die Bundesregierung wird ermaechtigt, zur Verhuetung der Verunreinigung des Meeres
und des darueber befindlichen Luftraumes durch Rechtsverordnung zu bestimmen, dass
Stoffe, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit
des Meerwassers, des Meeresbodens oder der Luft nachteilig zu veraendern, nicht oder nur
unter bestimmten nachteilige Veraenderungen ausschliessende Voraussetzungen
a) von Schiffen, welche die Bundesflagge fuehren, oder von Luftfahrzeugen, die in der
Bundesrepublik Deutschland registriert sind oder von Schiffen oder Luftfahrzeugen,
die im Geltungsbereich dieses Gesetzes beladen worden sind oder
b) von Anlagen oder Vorrichtungen im Bereich des Festlandsockels der Bundesrepublik
Deutschland
in der Hohen See versenkt, dort dem Meer beigemengt oder auf andere Weise beseitigt
werden duerfen.
(2) Fuer die Durchfuehrung von Vorschriften, die auf Grund von Absatz 1 erlassen werden,
ist das Deutsche Hydrographische Institut zustaendig.
(3) Fuer Amtshandlungen auf Grund der auf diesem Gesetz beruhenden Rechtsverordnungen
erhebt das Deutsche Hydrographische Institut Kosten (Gebuehren und Auslagen).
Das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird ermaechtigt, im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen durch Rechtsverordnung die Gebuehren
fuer die einzelnen Amtshandlungen zu bestimmen und dabei feste Saetze oder Rahmensaetze
vorzusehen. Die Gebuehren fuer jede Amtshandlung duerfen 20.000 Deutsche Mark nicht
uebersteigen.
(4) Dieses Gesetz beruehrt nicht:
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1. Das Atomgesetz vom 23. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 814), zuletzt geaendert
durch das Kostenermaechtigungs-Aenderungsgesetz vom 23. Juni 1970 (Bundesgesetzbl. I
S. 805);
2. das Gesetz ueber das Internationale Uebereinkommen zur Verhuetung der Verschmutzung
der See durch Oel, 1954, vom 21. Maerz 1956 (Bundesgesetzbl. II S. 379),
zuletzt geaendert durch Artikel 3 des Dritten Gesetzes zur Aenderung des
Wasserhaushaltsgesetzes vom 15. August 1967 Bundesgesetzbl. I S. 909);
3. das Gesetz ueber die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschiffahrt vom 24.
Mai 1965 (Bundesgesetzbl. II S. 833), zuletzt geaendert durch Artikel 2 des Gesetzes
zur Aenderung von Kostenermaechtigungen und zur Ueberleitung gebuehrenrechtlicher
Vorschriften vom 22. Juli 1969 (Bundesgesetzbl. I S. 901);
4. das Wasserhaushaltsgesetz vom 27. Juli 1957 (Bundesgesetzbl. I S. 1110),
zuletzt geaendert durch das Kostenermaechtigungs-Aenderungsgesetz vom 23. Juni 1970
(Bundesgesetzbl. I S. 805).
Art 3
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Art 4
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsaetzlich oder fahrlaessig einer Rechtsverordnung nach
Artikel 2 Abs. 1 zuwiderhandelt, soweit sie fuer einen bestimmten Tatbestand auf diese
Bussgeldvorschrift verweist.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbusse bis zu 100.000 (einhunderttausend)
Deutsche Mark geahndet werden.
Art 5
Durch dieses Gesetz wird das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13
Abs. 1 des Grundgesetzes) eingeschraenkt.
Art 6
Dieses Gesetz gilt auch im Land Berlin, sofern das Land Berlin die Anwendung dieses
Gesetzes feststellt. Rechtsverordnungen, die auf Grund dieses Gesetzes erlassen werden,
gelten im Land Berlin nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952
(Bundesgesetzbl. I S. 1).
Art 7
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach seiner Verkuendung in Kraft.
(2)
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