Gesetz zu dem Vertrag vom 1. Oktober 1971
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
der Sozialistischen Foederativen Republik
Jugoslawien ueber die Rechtshilfe in
Strafsachen
RHiVtrYUGG
vom 23.08.1974
"Gesetz zu dem Vertrag vom 1. Oktober 1971 zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Sozialistischen Foederativen Republik Jugoslawien ueber die Rechtshilfe in
Strafsachen vom 23. August 1974 (BGBl. 1974 II S. 1165), das durch § 83 Abs. 1 Nr. 10
des Gesetzes vom 23. Dezember 1982 (BGBl. I S. 2071) geaendert worden ist"
Stand: Geaendert durch § 83 Abs. 1 Nr. 10 G v. 23.12.1982 I 2071
Fussnote
Textnachweis ab: 8.1.1975
Art 1
Dem in Bonn am 1. Oktober 1971 unterzeichneten Vertrag zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und der Sozialistischen Foederativen Republik Jugoslawien ueber
die Rechtshilfe in Strafsachen wird zugestimmt. Der Vertrag wird nachstehend
veroeffentlicht.
Art 2
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Art 3
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Art 4
Das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 des Grundgesetzes) wird nach
Massgabe des Artikels 6 Abs. 5 und 6 des Vertrages eingeschraenkt.
Art 5
(1) Rechtshilfeersuchen jugoslawischer Behoerden, denen eine Zuwiderhandlung zugrunde
liegt, die nach deutschem Recht eine Ordnungswidrigkeit waere (Artikel 1 Abs. 2
Buchstabe a des Vertrages), werden so behandelt, als ob ihnen nach deutschem Recht
eine mit Strafe bedrohte Handlung zugrunde laege. Die Bewilligungsbehoerde kann der
Verwaltungsbehoerde, die fuer die Verfolgung der Zuwiderhandlung zustaendig waere, die
Vornahme der Rechtshilfehandlung uebertragen.
(2) Rechtshilfeersuchen deutscher Verwaltungsbehoerden, denen eine Ordnungswidrigkeit
zugrunde liegt (Artikel 1 Abs. 2 Buchstabe a des Vertrages), werden so behandelt,
als ob ihnen nach deutschem Recht eine mit Strafe bedrohte Handlung zugrunde
laege. Die Verwaltungsbehoerden legen die Ersuchen der fuer ihren Bezirk zustaendigen
Strafverfolgungsbehoerde vor.
Art 6
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§ 24 des Strassenverkehrsgesetzes ist auf in Jugoslawien begangene Zuwiderhandlungen
gegen Strassenverkehrsvorschriften, die dort mit Strafe bedroht und die nach deutschem
Recht als Ordnungswidrigkeiten zu beurteilen sind (Artikel 1 Abs. 2 Buchstabe a des
Vertrages), entsprechend anzuwenden, wenn der Betroffene
1. zur Zeit der Begehung der Tat Deutscher war oder es danach geworden ist, oder im
Geltungsbereich dieses Gesetzes seinen gewoehnlichen Aufenthalt hat, und
2. die zustaendige jugoslawische Behoerde um die Verfolgung ersucht.
Art 7
Dieses Gesetz gilt auch im Land Berlin, sofern das Land Berlin die Anwendung dieses
Gesetzes feststellt.
Art 8
(1) Dieses Gesetz tritt mit Ausnahme der Artikel 2 bis 6 am Tage nach seiner Verkuendung
in Kraft. Die Artikel 2 bis 6 treten zusammen mit dem Vertrag in Kraft.
(2) Der Tag, an dem der Vertrag nach seinem Artikel 27 Abs. 2 in Kraft tritt, ist im
Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.
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