Gesetz ueber die Zulassung von nach § 19 des
Zahnheilkundegesetzes berechtigten Personen
zur Behandlung der Versicherten in der
gesetzlichen Krankenversicherung
ZHG§19ZG
vom 27.04.1970
"Gesetz ueber die Zulassung von nach § 19 des Zahnheilkundegesetzes berechtigten
Personen zur Behandlung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung vom
27. April 1970 (BGBl. I S. 415), das durch das Gesetz vom 20. Dezember 1988 (BGBl. I S.
2477) geaendert worden ist"
Stand: Geaendert durch G v. 20.12.1988 I 2477
Fussnote
Textnachweis ab: 29.4.1970
Eingangsformel
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
§ 1
Wer, ohne als Dentist staatlich anerkannt zu sein, die Zahnheilkunde nach § 19 des
Gesetzes ueber die Ausuebung der Zahnheilkunde in der Fassung der Bekanntmachung vom 16.
April 1987 (BGBl. I S. 1225) weiter ausueben darf, ist im Umfang seiner Berechtigung
zur Ausuebung der Zahnheilkunde zur Behandlung von Versicherten der gesetzlichen
Krankenversicherung und deren Angehoerigen nach Massgabe der folgenden Vorschriften
zuzulassen.
§ 2
Die fuer Zahnaerzte geltenden Vorschriften des Fuenften Buches Sozialgesetzbuch und
der Zulassungsverordnung fuer Kassenzahnaerzte in der im Bundesgesetzblatt Teil III,
Gliederungsnummer 8230-26, veroeffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geaendert durch
Artikel 19 des Gesetzes vom 20. Dezember 1988 (BGBl. I S. 2477), gelten sinngemaess fuer
die in § 1 genannten Personen, soweit sich aus den nachstehenden Vorschriften nicht
etwas anderes ergibt.
§ 3
(1) An die Stelle der Bestallung als Zahnarzt tritt die Berechtigung zur Ausuebung der
Zahnheilkunde nach § 19 des Zahnheilkundegesetzes.
(2) An die Stelle des Zahnarztregisters tritt ein besonderes Verzeichnis, in das auch
der Umfang, in welchem die Zahnheilkunde ausgeuebt werden darf, einzutragen ist.
(3) Die Vorbereitungszeit gilt als abgeleistet, wenn die in § 1 genannten Personen ihre
Taetigkeit in der Zeit seit Inkrafttreten des Zahnheilkundegesetzes bis zur Stellung
des Antrags auf Eintragung in das Verzeichnis nach Absatz 2 mindestens fuenf Jahre
selbstaendig ausgeuebt haben.
§ 4
-1-
Der Umfang, in welchem die Zahnheilkunde ausgeuebt werden darf, ist auch in den Beschluss
ueber die Zulassung aufzunehmen.
§ 5
Die Zulassung bewirkt, dass die in § 1 genannten Personen ordentliche Mitglieder der
fuer ihren Praxisort zustaendigen Kassenzahnaerztlichen Vereinigung werden und berechtigt
und verpflichtet sind, Leistungen den der Zahnheilkunde in dem im Zulassungsbeschluss
festgestellten Umfang zu erbringen; insoweit sind fuer diese Personen die vertraglichen
Bestimmungen ueber die kassenzahnaerztliche Versorgung verbindlich.
§ 6
Dieses Gesetz gilt nach Massgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Ueberleitungsgesetzes vom 4.
Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.
§ 7
Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkuendung in Kraft.
-2-