Gesetz ueber die Regelung der
Rechtsverhaeltnisse bei der Volkswagenwerk
Gesellschaft mit beschraenkter Haftung
VWGmbHG
vom 09.05.1960
"Gesetz ueber die Regelung der Rechtsverhaeltnisse bei der Volkswagenwerk Gesellschaft
mit beschraenkter Haftung vom 9. Mai 1960 (BGBl. I S. 301)"
Fussnote
Textnachweis Geltung ab: 1. 1.1964
§ 1
Die Geschaeftsanteile, die der ehemaligen Treuhandgesellschaft fuer wirtschaftliche
Unternehmungen Gesellschaft mit beschraenkter Haftung und der ehemaligen
Vermoegensverwaltung der Deutschen Arbeitsfront Gesellschaft mit beschraenkter Haftung,
beide mit dem Sitz in Berlin-Wilmersdorf, an der Volkswagenwerk Gesellschaft mit
beschraenkter Haftung zugestanden haben, stehen mit Wirkung vom 24. Mai 1949 der
Bundesrepublik Deutschland zu.
§ 2
Der als Anlage beigefuegte, zwischen dem Bund und dem Land Niedersachsen geschlossene
Vertrag ueber die Regelung der Rechtsverhaeltnisse bei der Volkswagenwerk Gesellschaft
mit beschraenkter Haftung und ueber die Errichtung einer "Stiftung Volkswagenwerk" vom
11./12. November 1959 wird genehmigt.
§ 3
Die Kontrolle ueber die Gesellschaft auf Grund der Verordnung Nr. 202 der Britischen
Militaerregierung endet mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes.
§ 4
Die bis zum 11. November 1959 von der Volkswagenwerk Gesellschaft mit beschraenkter
Haftung gezahlte Vermoegensteuer und die bis zu diesem Zeitpunkt auf die Ertraege aus
den Geschaeftsanteilen (§ 1) einbehaltene und abgefuehrte Kapitalertragsteuer sind nicht
zu erstatten. Die bis zum 11. November 1959 entstandenen, aber noch nicht erfuellten
Vermoegensteuer- und Kapitalertragsteueransprueche sind nicht geltend zu machen.§ 222 der
Reichsabgabenordnung findet in den Faellen der Saetze 1 und 2 keine Anwendung.
Fussnote
§ 4 Kursivdruck: Vgl. jetzt §§ 173, 176 AO 1977 610-1-3
§ 5
Dieses Gesetz gilt nach Massgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Ueberleitungsgesetzes vom 4.
Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.
§ 6
Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkuendung in Kraft.
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