Bekanntmachung ueber die Auspraegung von
Bundesmuenzen im Nennwert von 5 Deutschen
Mark (Gedenkmuenze Markgraf Ludwig Wilhelm
von Baden)
Muenz5DMBek 1955-08
vom 08.08.1955
"Bekanntmachung ueber die Auspraegung von Bundesmuenzen im Nennwert von 5 Deutschen Mark
(Gedenkmuenze Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden) in der im Bundesgesetzblatt Teil III,
Gliederungsnummer 691-1-3, veroeffentlichten bereinigten Fassung"
Fussnote
Ueberschrift: Im Saarland eingefuehrt durch § 4 Nr. 1 G v. 29.6.1959 I 402; fuer Berlin
vgl. Bek. v. 5.11.1955 GVBl. S. 966, 968
Textnachweis Geltung ab: 1. 1.1964
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(1) Auf Grund des Gesetzes ueber die Auspraegung von Scheidemuenzen vom 8. Juli 1950
(Bundesgesetzbl. S. 323) werden zum Gedenken an den Markgrafen Ludwig Wilhelm von
Baden, dessen Geburtstag sich am 8. April 1955 zum 300. Mal gejaehrt hat, 200.000 Stueck
Bundesmuenzen im Nennwert von je 5 Deutschen Mark gepraegt und demnaechst in den Verkehr
gebracht.
(2) Die Muenzen bestehen aus einer Legierung von 625 Tausendteilen Silber und 375
Tausendteilen Kupfer. Sie haben einen Durchmesser von 29 Millimeter und ein Gewicht von
11,2 Gramm.
(3) Beide Seiten der Muenzen sind von einer glatten Randleiste umrahmt, an die sich
innen ein Perlkreis anschliesst.
(4) Die Wertseite der Muenzen zeigt in der Mitte den Bundesadler, die Fluegel offen, die
Schwingen auswaerts gerichtet. Unter dem Adlerbild steht in arabischer Ziffer die zur
Wertbezeichnung gehoerende Zahl "5", in deren Schleife das Muenzzeichen "G" (Staatliche
Muenze Karlsruhe) angebracht ist, und darunter in grossen Antiqua-Buchstaben die Worte
"DEUTSCHE MARK". Im Hintergrund ist, von dem Adlerbild ueberhoeht und teilweise verdeckt,
der Umriss des ehemaligen markgraeflichen Residenzschlosses in Rastatt (Baden) sichtbar.
Zwischen der Leiste, die diesen Teil des Muenzbildes umschliesst, und dem Perlkreis
an der Innenseite der Randleiste steht die in grossen Antiqua-Buchstaben gehaltene
Umschrift "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" und in arabischen Ziffern die Jahreszahl "1955".
Die drei in der Umschrift vorhandenen Zwischenraeume sind mit je einem vierstrahligen
Stern ausgefuellt.
(5) Die Schauseite der Muenzen zeigt das Brustbild des Markgrafen im Profil nach rechts
und die Umschrift "LUDWIG WILHELM MARKGRAF VON BADEN" in grossen Antiqua-Buchstaben
sowie, in arabischen, durch einen Laengsstrich getrennten Ziffern, die Lebensdaten des
Markgrafen "1655-1707".
(6) Der glatte Rand der Muenzen traegt als Ehrenbezeichnung fuer den Markgrafen,
dessen Wirken dem Bestand des Reiches gegolten hat, die in grossen Antiqua-Buchstaben
ausgefuehrte Inschrift "SCHILD DES REICHES". Die drei Zwischenraeume sind je mit einer
dreiteiligen Arabeske ausgefuellt, deren mittlerer Teil aus einem achtstrahligen Stern
besteht.
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(7) Der Entwurf der Muenze stammt von Herrn Karl Foell, Fachlehrer an der Vereinigten
Goldschmiede-Kunst- und Werkschule in Pforzheim.
(8) Dies wird namens der Bundesregierung bekanntgemacht.
Schlussformel
Der Bundesminister der Finanzen
Abbildung der Muenze
(Inhalt: nicht darstellbare Abbildung)
Fundstelle: BGBl I &, 1955, 687
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