Bekanntmachung ueber die Auspraegung von
deutschen Euro-Gedenkmuenzen im Nennwert von
10 Euro (Gedenkmuenze „200. Geburtstag Carl
Spitzweg“)
Muenz10EuroBek 2008-01-19
vom 19.01.2008
"Bekanntmachung ueber die Auspraegung von deutschen Euro-Gedenkmuenzen im Nennwert von 10
Euro (Gedenkmuenze „200. Geburtstag Carl Spitzweg“) vom 19. Januar 2008 (BGBl. I S. 46)"
Fussnote
Textnachweis ab: 25.1.2008
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Gemaess den §§ 2, 4 und 5 des Muenzgesetzes vom 16. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2402)
hat die Bundesregierung beschlossen, aus Anlass des 200. Geburtstages von Carl
Spitzweg eine deutsche Euro-Gedenkmuenze im Nennwert von 10 Euro praegen zu lassen.
Die Auflage der Muenze betraegt 1.760.000 Stueck, darunter maximal 260.000 Stueck in
Spiegelglanzausfuehrung. Die Praegung erfolgt durch das Bayerische Hauptmuenzamt, Muenchen.
Die Muenze wird ab dem 7. Februar 2008 in den Verkehr gebracht. Sie besteht aus
einer Legierung von 925 Tausendteilen Silber und 75 Tausendteilen Kupfer, hat einen
Durchmesser von 32,5 Millimetern und eine Masse von 18 Gramm. Das Gepraege auf beiden
Seiten ist erhaben und wird von einem schuetzenden, glatten Randstab umgeben.
Die Bildseite zeigt einen Ausschnitt aus dem bekanntesten Gemaelde Spitzwegs „Der
arme Poet“: Unter einem undichten Dach liegt er im Schutze eines aufgespannten
Regenschirms und umgeben von Buechern auf seinem Lager, epische Verse skandierend.
Waehrend seine Umgebung skizzenhaft angelegt ist, ist die zentrale Szene fein plastisch
herausgearbeitet. Anspruch und Realitaet, die Bruechigkeit der scheinbar heilen Welt des
Biedermeier sind in zeitgemaesser Bildsprache kuenstlerisch herausragend verbildlicht.
Die Wertseite harmoniert in kuenstlerisch ueberzeugender Weise mit der Bildseite.
Sie zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, die Wertziffer
und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2008 sowie das Praegezeichen „D“ des Bayerischen
Hauptmuenzamtes, Muenchen.
Der glatte Muenzrand enthaelt in vertiefter Praegung die Inschrift:
„ACH, DIE VERGANGENHEIT IST SCHOeN “.
Es handelt sich hierbei um ein ironisch zu verstehendes Zitat aus einem Brief Carl
Spitzwegs aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts.
Der Entwurf der Muenze stammt von Herrn Hannes Dauer, Schoenbrunn.c
Schlussformel
Der Bundesminister der Finanzen
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( Fundstelle: BGBl. I 2008, 46 )
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