Fuenfte Durchfuehrungsverordnung zum
Marktstrukturgesetz - Wein
MarktStrGDV 5
vom 04.03.1970
"Fuenfte Durchfuehrungsverordnung zum Marktstrukturgesetz - Wein vom 4. Maerz 1970 (BGBl.
I S. 245), die zuletzt durch Artikel 2 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes vom 26. Juni 1992
(BGBl. I S. 1159) geaendert worden ist"
Stand: Zuletzt geaendert durch Art. 2 Abs. 2 Nr. 3 G v. 26. 6.1992 I 1159
Fussnote
Textnachweis Geltung ab: 14.4.1977
Die V tritt in dem in Art. 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet gem. Anlage I Kap.
VI Sachg. C Abschn. III Nr. 1 iVm Art. 1 G v. 23.9.1990 II 885, 1016 am 1.1.1994 in
Kraft. Diese Massgabe ist gem. Art. 4 Satz 2 G v. 26.6.1992 I 1159 mWv 1.7.1992 nicht
mehr anzuwenden. Die V ist gem. ihrem § 4 idF d. G v. 26.6.1992 I 1159 in dem in Art. 3
des Einigungsvertrages genannten Gebiet mWv 1.7.1992 in Kraft getreten.
Eingangsformel
Auf Grund des § 3 Abs. 3 Nr. 1 und 2, des § 6 Abs. 2 Nr. 1 und 2 und des § 12 des
Marktstrukturgesetzes vom 16. Mai 1969 (Bundesgesetzbl. I S. 423) wird im Einvernehmen
mit dem Bundesminister fuer Wirtschaft mit Zustimmung des Bundesrates verordnet:
§ 1
Zu einer Gruppe verwandter Erzeugnisse (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a des Gesetzes),
fuer die eine Erzeugergemeinschaft gebildet werden kann, koennen mehrere der folgenden
Erzeugnisse zusammengefasst werden:
Zolltarif-Nummer Erzeugnisse
08.04 A II Weintrauben, frisch, andere als Tafeltrauben
22.04 Traubenmost
aus 22.05 Wein aus frischen Weintrauben.
§ 2
(1) Die Mindestanbauflaeche (§ 3 Abs. 1 Nr. 6 des Gesetzes) wird auf 100 Hektar
Rebflaeche festgesetzt.
(2) Die Landesregierungen koennen durch Rechtsverordnung fuer Erzeugergemeinschaften,
die aus den von ihren Mitgliedern geernteten Trauben verbrauchsfertigen Wein nicht
herstellen, die Mindestanbauflaeche bis auf 30 Hektar Rebflaeche herabsetzen.
§ 3
(1) Die Mindestmenge eines Liefervertrages (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 des Gesetzes) wird
festgesetzt
1. fuer einen Liefervertrag ueber Weintrauben auf jaehrlich 20.000 Kilogramm;
2. fuer einen Liefervertrag ueber Traubenmost auf jaehrlich 20.000 Liter;
3. fuer einen Liefervertrag ueber Wein auf jaehrlich 20.000 Liter.
Werden Liefervertraege mit Zustimmung der Erzeugergemeinschaft unmittelbar zwischen
Mitgliedern der Erzeugergemeinschaft und einem Unternehmen abgeschlossen, so
-1-
gelten diese Liefervertraege fuer die Berechnung der Mindestmenge nach Satz 1 als ein
Liefervertrag.
(2) Die Mindestdauer eines Liefervertrages (§ 6 Abs. 1 Nr. 5 des Gesetzes) wird fuer
Liefervertraege nach Absatz 1 auf fuenf Jahre festgesetzt.
§ 4
Diese Verordnung tritt in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet am
1. Juli 1992 in Kraft.
§ 5
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkuendung in Kraft.
Schlussformel
Der Bundesminister fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Forsten
-2-