Verordnung zur Erleichterung des
Ferienreiseverkehrs auf der Strasse
(Ferienreiseverordnung)
FerReiseV 1985
vom 13.05.1985
"Ferienreiseverordnung vom 13. Mai 1985 (BGBl. I S. 774), die zuletzt durch die
Verordnung vom 13. Juni 2008 (BGBl. I S. 1024) geaendert worden ist"
Stand: Zuletzt geaendert durch V v. 13.6.2008 I 1024
Fussnote
Textnachweis ab: 1.6.1985
Eingangsformel
Auf Grund des § 6 Abs. 1 Nr. 3 des Strassenverkehrsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt
Teil III, Gliederungsnummer 9231-1, veroeffentlichten bereinigten Fassung, der zuletzt
durch das Gesetz von 6. April 1980 (BGBl. I S. 413) geaendert worden ist, wird mit
Zustimmung des Bundesrates verordnet:
§ 1
(1) Lastkraftwagen mit einem zulaessigen Gesamtgewicht ueber 7,5 Tonnen sowie Anhaenger
hinter Lastkraftwagen duerfen auf den in Absatz 2 genannten Autobahnen (Zeichen 330 der
Strassenverkehrs-Ordnung) und den in Absatz 3 genannten Bundesstrassen an allen Samstagen
vom 1. Juli bis einschliesslich 31. August eines Jahres jeweils in der Zeit von 7.00 Uhr
bis 20.00 Uhr nicht verkehren.
(2) Das Verbot des Absatzes 1 gilt fuer folgende Autobahnstrecken in beiden
Fahrtrichtungen:
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Lfd. Nr. I Autobahn I Streckenbeschreibung
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1 A 1 von Autobahnkreuz Koeln-West ueber Autobahnkreuz
Leverkusen-West, Wuppertal,
Kamener Kreuz, Muenster bis Anschlussstelle
Cloppenburg und von Anschlussstelle Oyten
bis Horster Dreieck
2 A 2 von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Bad
Oeynhausen
3 A 3 von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz
Koeln-Ost, von Moenchhof Dreieck ueber Frankfurter
Kreuz bis Autobahnkreuz Nuernberg
4 A 4/E 40 von der Anschlussstelle Herleshausen bis zum
Autobahndreieck Nossen
5 A 5 von Darmstaedter Kreuz ueber Karlsruhe bis
Autobahndreieck Neuenburg
6 A 6 von Anschlussstelle Schwetzingen-Hockenheim bis
Autobahnkreuz Nuernberg-Sued
7 A 7 von Anschlussstelle Schleswig/Jagel bis
Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen-Nord,
von Anschlussstelle Soltau-Ost bis
Anschlussstelle Goettingen-Nord, von
Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck ueber
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Autobahnkreuz Biebelried, Autobahnkreuz
Ulm/Elchingen und Autobahndreieck Allgaeu bis zum
Autobahnende Bundesgrenze Fuessen
8 A 8 von Autobahndreieck Karlsruhe bis Anschlussstelle
Muenchen-West und von Anschlussstelle
Muenchen-Ramersdorf bis Anschlussstelle Bad
Reichenhall
9 A 9/E 51 Berliner Ring (Abzweig Leipzig/Autobahndreieck
Potsdam) bis Anschlussstelle Muenchen-Schwabing
10 A 10 Berliner Ring, ausgenommen der Bereich zwischen der
Anschlussstelle Berlin-Spandau ueber Autobahndreieck
Havelland bis Autobahndreieck Oranienburg und der
Bereich zwischen dem Autobahndreieck Spreeau bis
Autobahndreieck Werder
11 A 45 von Anschlussstelle Dortmund-Sued ueber Westhofener
Kreuz und Gambacher Kreuz bis Seligenstaedter Dreieck
12 A 61 von Autobahnkreuz Meckenheim ueber Autobahnkreuz
Koblenz bis Autobahndreieck Hockenheim
13 A 81 von Autobahnkreuz Weinsberg bis Anschlussstelle
Gaertringen
14 A 92 von Autobahndreieck Muenchen-Feldmoching bis
Anschlussstelle Oberschleissheim und von
Autobahnkreuz Neufahrn bis Anschlussstelle Erding
15 A 93 von Autobahndreieck Inntal bis Anschlussstelle
Reischenhart
16 A 99 von Autobahndreieck Muenchen Sued-West ueber
Autobahnkreuz Muenchen-West, Autobahndreieck
Muenchen-Allach, Autobahndreieck
Muenchen-Feldmoching, Autobahnkreuz Muenchen-Nord,
Autobahnkreuz Muenchen-Ost, Autobahnkreuz
Muenchen-Sued sowie Autobahndreieck Muenchen/Eschenried
17 A 215 von Autobahndreieck Bordesholm bis Anschlussstelle
Blumenthal
18 A 831 von Anschlussstelle Stuttgart-Vaihingen bis
Autobahnkreuz Stuttgart
19 A 980 von Autobahnkreuz Allgaeu bis Anschlussstelle
Waltenhofen
20 A 995 von Anschlussstelle Sauerlach bis Autobahnkreuz
Muenchen-Sued.
(3) Das Verbot des Absatzes 1 gilt ausserdem fuer folgende Bundesstrassen ausserhalb
geschlossener Ortschaften in beiden Fahrtrichtungen:
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Lfd. Nr. I Bundesstrasse I Streckenbeschreibung
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1 B 31 von Anschlussstelle Stockach-Ost der A 98 bis
Anschlussstelle Sigmarszell der A 96
2 B 96/E 251 Neubrandenburger Ring bis Berlin.
§ 2
(1) § 1 gilt nicht fuer Fahrzeuge
1. der Polizei einschliesslich der Bundespolizei,
2. des oeffentlichen Strassendiensts der Verwaltung,
3. der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes, soweit die Voraussetzungen des § 35
Abs. 4 der Strassenverkehrs-Ordnung vorliegen,
4. der Bundeswehr sowie der von der Bundeswehr beauftragten gewerblichen
Transportdienstunternehmen, soweit das fuer Fragen des Verkehrs und Transports und
der Logistik zustaendige Kommando ein dringendes Erfordernis festgestellt hat,
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5. der Truppen der nichtdeutschen Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und
der Mitgliedstaaten der Europaeischen Union im Falle dringender militaerischer
Erfordernisse,
6. die auf Grundlage des Bundesleistungsgesetzes, des Verkehrssicherstellungsgesetzes
oder des Verkehrsleistungsgesetzes zur Sicherung ausreichender Verkehrsleistungen
herangezogen werden.
(2) Bei Fahrten mit Fahrzeugen, die
1. nach dem Bundesleistungsgesetz herangezogen werden (Absatz 1 Nr. 4 oder 6), ist der
Leistungsbescheid,
2. nach dem Verkehrssicherstellungsgesetz herangezogen werden (Absatz 1 Nr. 6), ist
der jeweilige Verpflichtungsbescheid
mitzufuehren und auf Verlangen den zur Ueberwachung zustaendigen Personen zur Pruefung
auszuhaendigen.
(3) Die Befreiungen nach Absatz 1 duerfen nur unter gebuehrender Beruecksichtigung der
oeffentlichen Sicherheit und Ordnung in Anspruch genommen werden.
§ 3
(1) § 1 gilt ferner nicht fuer
1. kombinierten Gueterverkehr Schiene-Strasse vom Versender bis zum naechstgelegenen
Verladebahnhof oder vom naechstgelegenen Entladebahnhof bis zum Empfaenger,
1a. kombinierten Gueterverkehr Hafen-Strasse zwischen Belade- oder Entladestelle und
einem innerhalb eines Umkreises von hoechstens 150 Kilometern gelegenen Hafen (An-
oder Abfuhr),
2. Befoerderungen von
a) frischer Milch und frischen Milcherzeugnissen,
b) frischem Fleisch und frischen Fleischerzeugnissen,
c) frischen Fischen, lebenden Fischen und frischen Fischerzeugnissen,
d) leichtverderblichem Obst und Gemuese,
3. Leerfahrten, die im Zusammenhang mit Fahrten nach Nummer 2 stehen.
(2) Fuer alle geladenen Gueter sind die vorgeschriebenen Fracht- oder Begleitpapiere
mitzufuehren und zustaendigen Personen auf Verlangen zur Pruefung auszuhaendigen.
§ 4
(1) Die Strassenverkehrsbehoerden koennen Ausnahmen vom Verbot des § 1 in dringenden
Faellen genehmigen, wenn eine Befoerderung mit anderen Verkehrsmitteln nicht moeglich ist.
(2) Oertlich zustaendig fuer die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen nach Absatz 1 ist
die Strassenverkehrsbehoerde, in deren Bezirk die Ladung aufgenommen wird oder die
Strassenverkehrsbehoerde, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Wohnort, seinen Sitz
oder eine Zweigniederlassung hat. Wird die Ladung ausserhalb des Geltungsbereichs dieser
Verordnung aufgenommen, so ist die Strassenverkehrsbehoerde zustaendig, in deren Bezirk
die Grenzuebergangsstelle des Geltungsbereichs dieser Verordnung liegt.
(3) Die zustaendigen obersten Landesbehoerden oder die nach Landesrecht bestimmten
Stellen koennen von allen Vorschriften dieser Verordnung Ausnahmen fuer bestimmte
Einzelfaelle oder allgemein fuer bestimmte Antragsteller genehmigen. Erstrecken sich die
Auswirkungen der Ausnahme ueber ein Land hinaus und ist eine einheitliche Entscheidung
notwendig, so ist das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
zustaendig.
(4) Die Ausnahmegenehmigung ist schriftlich zu erteilen. Der Bescheid ueber die
Erteilung der Ausnahmegenehmigung ist mitzufuehren und auf Verlangen zustaendigen
Personen zur Pruefung auszuhaendigen.
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§ 5
Ordnungswidrig im Sinne des § 24 des Strassenverkehrsgesetzes handelt, wer vorsaetzlich
oder fahrlaessig
1. entgegen § 1 ein Kraftfahrzeug fuehrt oder das Fuehren eines Kraftfahrzeugs zulaesst
oder
2. entgegen § 2 Abs. 2 einen Leistungsbescheid oder einen Verpflichtungsbescheid oder
entgegen § 3 Abs. 2 vorgeschriebene Fracht- oder Begleitpapiere oder entgegen § 4
Abs. 4 Satz 2 die Ausnahmegenehmigung nicht mitfuehrt oder zustaendigen Personen auf
Verlangen zur Pruefung nicht aushaendigt.
§ 6
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes in Verbindung mit
Artikel 33 Abs. 2 des Kostenermaechtigungs-Aenderungsgesetzes vom 23. Juni 1970 (BGBl. I
S. 805) auch im Land Berlin.
§ 7
Diese Verordnung tritt am ersten Tage des auf die Verkuendung folgenden Kalendermonats
in Kraft.
Schlussformel
Der Bundesminister fuer Verkehr
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