Verordnung ueber die Erhebung von
Kosten fuer die Inanspruchnahme von
Streckennavigations-Diensten und
Streckennavigations-Einrichtungen der
Flugsicherung (FS-Strecken-Kostenverordnung
- FSStrKV)
FSStrKV

vom  14.04.1984



"FS-Strecken-Kostenverordnung vom 14. April 1984 (BGBl. I S. 629), die zuletzt durch
Artikel 2 der Verordnung vom 8. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2408) geaendert worden ist"

Stand:     Zuletzt geaendert durch Art. 2 V v. 8.12.1999 I 2408

Fussnote

Textnachweis Geltung ab: 1.1.1986

Massgaben aufgrund des EinigVtr vgl. FSStreckenGV Anhang EV


Ueberschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 1 u. 2 V v. 10.9.1986 I 1524 mWv 1.1.1986

V in Kraft gem. Bek. v. 7.1.1986 II 409 mWv 1.1.1986

Eingangsformel
Auf Grund des § 32 Abs. 1 Satz 1 Nr. 14 und Satz 4 des Luftverkehrsgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 1981 (BGBl. I S. 61), zuletzt geaendert durch
Artikel 4 des Gesetzes vom 2. Februar 1984 zu dem Protokoll vom 12. Februar 1981 zur
Aenderung des Internationalen Uebereinkommens ueber Zusammenarbeit zur Sicherung der
Luftfahrt "EUROCONTROL" vom 13. Dezember 1960 und zu der Mehrseitigen Vereinbarung vom
12. Februar 1981 ueber Flugsicherungs-Streckengebuehren (BGBl. 1984 II S. 69), wird im
Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Wirtschaft und mit Zustimmung des Bundesrates
verordnet:

§ 1
Fuer die Inanspruchnahme von Streckennavigations-Diensten und Streckennavigations-
Einrichtungen der Flugsicherung bei der Benutzung des Luftraums der
Fluginformationsgebiete der Bundesrepublik Deutschland werden Kosten (Gebuehren und
Auslagen) erhoben. Dies gilt nicht fuer
1. Fluege militaerischer Luftfahrzeuge der NATO-Mitgliedstaaten;
2. Fluege militaerischer Luftfahrzeuge anderer als NATO-Mitgliedstaaten, wenn auch
   von dem betreffenden Staat fuer militaerische Luftfahrzeuge der Bundesrepublik
   Deutschland eine entsprechende Kostenbefreiung gewaehrt wird.

(2) Fuer die Inanspruchnahme der Flugsicherung bei Uebungsfluegen, die ausschliesslich zum
Zwecke des Erwerbs eines Pilotenscheins oder einer Berechtigung fuer Luftfahrzeugfuehrer
durchgefuehrt werden, wird befristet bis zum 31. Dezember 2000 eine Kostenermaessigung von
40 vom Hundert gewaehrt, wenn


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1. diese Fluege nicht zur Befoerderung von Fluggaesten oder Fracht oder zur Abstellung
   oder Ueberfuehrung von Luftfahrzeugen dienen,
2. diese Fluege nur im Luftraum der Bundesrepublik Deutschland durchgefuehrt werden und
3. im Flugplan Angaben zum Zweck des Uebungsfluges eingetragen werden.

§ 2
(1) Fuer die Festlegung der Gebuehren und die Einziehung der Kosten bedient sich die
Bundesrepublik Deutschland der Dienste der Organisation EUROCONTROL. Die Gebuehren
werden von der Organisation EUROCONTROL nach Massgabe der Mehrseitigen Vereinbarung ueber
Flugsicherungs-Streckengebuehren erhoben.

(2) Einzelheiten der Gebuehrenberechnung und -erhebung sowie des -einziehungsverfahrens
werden durch Beschluesse der Erweiterten Kommission der Organisation EUROCONTROL
festgelegt.

(3) Zu den nach § 10 Abs. 1 des Verwaltungskostengesetzes zu erhebenden Auslagen ist
die auf die Kosten nach § 1 Satz 1 entfallende, gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer
hinzuzurechnen.

§ 3
(1) Diese Verordnung tritt an dem Tage in Kraft, an dem die Mehrseitige Vereinbarung
ueber Flugsicherungs-Streckengebuehren vom 12. Februar 1981 in Kraft tritt.

(2) Diese Verordnung tritt an dem Tage ausser Kraft, an dem die Vereinbarung ausser Kraft
tritt.

(3) Der Tag des Inkrafttretens und des Ausserkrafttretens sind im Bundesgesetzblatt
bekanntzugeben.

Schlussformel
Der   Bundesminister      fuer   Verkehr

Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kapitel XI Sachgebiet C Abschnitt
III
(BGBl. II 1990, 889, 1106)
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Massgaben in Kraft:
1. und 2. ...
3. Flugsicherungs-Streckengebuehrenverordnung vom 14. April 1984 (BGBl. I S. 629),
   zuletzt geaendert durch Verordnung vom 10. September 1986 (BGBl. I S. 1524)
   und
4. ...
   jeweils mit folgender Massgabe:
   Bei den unter Nummern 3 und 4 genannten Rechtsvorschriften sind Fluege militaerischer
   Luftfahrzeuge der Warschauer Vertragsstaaten denen der NATO-Mitgliedstaaten
   gebuehrenrechtlich gleichgestellt.




                                            -2-