Verordnung ueber Methoden der quantitativen
Analyse von binaeren Textilfasergemischen
(Erste Analysenverordnung)
AnalyseV 1

vom  20.12.1973



"Erste Analysenverordnung vom 20. Dezember 1973 (BGBl. 1974 I S. 33), die durch die
Verordnung vom 13. Maerz 1980 (BGBl. I S. 317) geaendert worden ist"

Stand:     Geaendert durch V v. 13. 3.1980 I 317

Fussnote

Textnachweis Geltung ab: 21.3.1980

Eingangsformel
Auf Grund des § 13 Nr. 1 des Textilkennzeichnungsgesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 25. August 1972 (Bundesgesetzbl. I S. 1545) wird mit Zustimmung des
Bundesrates verordnet:

§ 1
(1) Bei der amtlichen Pruefung einer Rohstoffgehaltsangabe (§ 1 Abs. 1 des
Textilkennzeichnungsgesetzes) sind zur Feststellung der Rohstoffzusammensetzung von
Textilerzeugnissen bei binaeren Textilfasergemischen
1. die in Anhang I der Richtlinie des Rates vom 17. Juli 1972 zur Angleichung der
   Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten ueber bestimmte Methoden der quantitativen
   Analyse von binaeren Textilfasergemischen (Amtsblatt der Europaeischen Gemeinschaften
   Nr. L 173 S. 1) niedergelegten Bestimmungen zur Vorbereitung der Vorproben und der
   Analysenproben und
2. die in Anhang II der genannten Richtlinie festgelegten Methoden der quantitativen
   Analyse
anzuwenden. Hierbei tritt in Anhang I Nr. 7 an die Stelle des Artikels 9 der
Richtlinie des Rates vom 26. Juli 1971 ueber die Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedstaaten fuer die Bezeichnung von Textilerzeugnissen (Amtsblatt der Europaeischen
Gemeinschaften L 185 S. 16) der § 8 Abs. 1 des Textilkennzeichnungsgesetzes; in Anhang
II, Allgemeiner Teil, tritt im achten Absatz der Einleitung an die Stelle des Anhangs
II der genannten Richtlinie die Anlage 2 des Textilkennzeichnungsgesetzes und in Nummer
I. 6. an die Stelle des Artikels 12 (2 d) der gleichen Richtlinie der § 6 Abs. 1 Nr. 5
des Textilkennzeichnungsgesetzes.

(2) Massgebend sind die in Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 bezeichneten Anhaenge der
Richtlinie in ihrer jeweils juengsten im Amtsblatt der Europaeischen Gemeinschaften
veroeffentlichten Fassung. Dabei sind Aenderungsrichtlinien vom ersten Tage des vierten
Monats an zu beruecksichtigen, der auf die Veroeffentlichung folgt.

Fussnote

Abs. 1 Kursivdruck: Jetzt § 6 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b Textilkennzeichnungsgesetz 772-1

§ 2
Bei binaeren Textilfasergemischen, fuer die in Anhang II der Richtlinie vom 17. Juli
1972 keine quantitativen Analysenmethoden vorgeschrieben oder die vorgeschriebenen im

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Einzelfall nicht anwendbar sind, hat die Pruefstelle eine geeignete Methode anzuwenden.
Die Pruefstelle gibt in ihrem Bericht ueber die Analyse die bei der gewaehlten Methode
gegebene Genauigkeit an.

§ 3
Im Sinne dieser Verordnung ist
1. eine Vorprobe eine fuer Analysenzwecke geeignete Teilprobe aus den
   Laboratoriumssammelproben, die aus einer Lieferung des zu pruefenden Gutes entnommen
   worden sind,
2. eine Analysenprobe der Teil der Vorprobe, der zur Erzielung eines
   Analysenergebnisses im Einzelfall erforderlich ist.

§ 4
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952
(Bundesgesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 16 des Textilkennzeichnungsgesetzes auch
im Land Berlin.

§ 5
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkuendung in Kraft.

Schlussformel
Der   Bundesminister      fuer    Wirtschaft




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