Verordnung ueber die Erstanzeige
von Finanzdienstleistungsinstituten
und Wertpapierhandelsbanken nach
dem Gesetz ueber das Kreditwesen
(Erstanzeigenverordnung - ErstAnzV)
ErstAnzV
vom 29.12.1997
"Erstanzeigenverordnung vom 29. Dezember 1997 (BGBl. I S. 3412)"
Fussnote
Textnachweis ab: 1.1.1998
Eingangsformel
Auf Grund des § 24 Abs. 4 des Gesetzes ueber das Kreditwesen, der durch Artikel 1
Nr. 36 des Gesetzes vom 22. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2518) neu gefasst worden ist,
in Verbindung mit § 1 der Verordnung zur Uebertragung der Befugnis zum Erlass von
Rechtsverordnungen auf das Bundesaufsichtsamt fuer das Kreditwesen vom 19. Dezember 1997
(BGBl. I S. 3156) verordnet das Bundesaufsichtsamt fuer das Kreditwesen im Einvernehmen
mit der Deutschen Bundesbank nach Anhoerung der Spitzenverbaende der Institute:
§ 1
Anzeigen nach § 64e Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes ueber das Kreditwesen (KWG) sind bis zum
1. April 1998 nach dem Stand vom 31. Dezember 1997 mit dem Vordruck "Anzeige nach § 64e
Abs. 2 Satz 1 KWG (Finanzdienstleistungsinstitute/Wertpapierhandelsbanken)" (Anlage)
dem Bundesaufsichtsamt fuer das Kreditwesen in zweifacher Ausfertigung und der
Hauptverwaltung der zustaendigen Landeszentralbank in dreifacher Ausfertigung
einzureichen. Der Anzeige sind Kopien der von den zustaendigen Behoerden erteilten
Erlaubnisse und vorgenommenen Bestellungen sowie aktuelle Registerauszuege in den fuer
die Anzeige vorgesehenen Ausfertigungen beizufuegen.
§ 2
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1998 in Kraft.
Anlage Anzeige nach § 64e Abs. 2 Satz 1 KWG
(Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierhandelsbanken)1)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1997, S. 3413
An die Landeszentralbank:
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Bundesaufsichtsamt I wird durch BAK/LZB I
fuer das Kreditwesen I ausgefuellt I
-----------------------------------------------------------------------I
Anzeigepflichtiger 2) - I Kreditnehmereinheit-Nr. I
Name oder Firma I I I I I I I I I
-----------------------------------------------------------------------I
Strasse und Haus-Nr. I Identnr. des I
I Anzeigepflichtigen I
-1-
I I I I I I I I I
-----------------------------------------------------------------------I
Postleitzahl Wohnsitz oder Sitz 3) I BAK-Nr. des I
I Anzeigepflichtigen I
I I I I I I I I I
-----------------------------------------------------------------------I
Geburts- Geburts- ggf. Geburts- Telefon- und -fax-Nr. I Orts-Nr. I
datum ort name des Unternehmens I I I I
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Registerart Register-Nr.
-- Ein eingetragenes Gewerbe liegt vor:
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Weitere Angaben: 4)
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Vom Anzeigenden nach dem Stand vom 31.12.1997 betriebene, ab dem
1.1.1998 erlaubnispflichtige Bankgeschaefte und Finanzdienstleistungen
(§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 und 10, Abs. 1a Satz 2 KWG) 5)
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201 -- Anschaffung und Veraeusserung von Finanzinstrumenten gemaess § 1
Abs. 11 KWG im eigenen Namen fuer fremde Rechnung
(Finanzkommissionsgeschaeft) 6)
202 -- Uebernahme von Finanzinstrumenten fuer eigenes Risiko zur
Plazierung oder die Uebernahme gleichwertiger Garantien
(Emissionsgeschaeft)
203 -- Vermittlung von Geschaeften ueber die Anschaffung und die
Veraeusserung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis
(Anlagevermittlung)
204 -- Anschaffung und Veraeusserung von Finanzinstrumenten in fremdem
Namen fuer fremde Rechnung (Abschlussvermittlung)
205 -- Verwaltung einzelner 7) in Finanzinstrumenten angelegter
Vermoegen fuer andere mit Entscheidungsspielraum
(Finanzportfolioverwaltung)
206 -- Anschaffung und Veraeusserung von Finanzinstrumenten im Wege des
Eigenhandels fuer andere (Eigenhandel) 8)
207 -- Vermittlung von Einlagengeschaeften mit Unternehmen mit Sitz
ausserhalb des Europaeischen Wirtschaftsraumes
(Drittstaateneinlagenvermittlung)
208 -- Besorgung von Zahlungsauftraegen (Finanztransfergeschaeft)
209 -- Handel mit Sorten (Sortengeschaeft)
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300 -- Die angekreuzten Bankgeschaefte/Finanzdienstleistungen werden
fortgefuehrt 9)
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400 -- Die angekreuzten Bankgeschaefte/Finanzdienstleistungen werden
als Haupttaetigkeit betrieben 10)
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500 -- Der Anzeigende ist befugt, sich bei der Erbringung von
Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder
Wertpapieren von Kunden zu verschaffen
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600 -- Der Anzeigende betreibt den Handel mit Finanzinstrumenten auf
eigene Rechnung 11)
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700 -- Die Geschaefte in Finanzinstrumenten beschraenken sich auf
Devisen, Rechnungseinheiten oder Derivate, deren Preis von dem
Boersen- oder Marktpreis von Waren oder Edelmetallen abhaengt
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810 -- Kopie(n) bisher erteilter Erlaubnis(se) bzw. Bestellung(en)
zustaendiger Behoerden sind beigefuegt 12)
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820 -- Aktueller Registerauszug ist beigefuegt
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Ort, Datum Firma/Unterschrift
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Sachbearbeiter/-in Telefon-Nr.
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I Die Erlaubnis kann grundsaetzlich nur dann nach § 64e Abs. 2 Satz 2 I
I KWG als erteilt angesehen werden, wenn die Anzeige gemaess § 64e I
I Abs. 2 Satz 1 KWG mit den oben aufgefuehrten Angaben fristgerecht, I
I d.h. Eingang beim Bundesaufsichtsamt fuer das Kreditwesen und bei der I
I fuer den Sitz des Unternehmens zustaendigen Landeszentralbank - I
I Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank - spaetestens am 1. April I
I 1998, eingereicht wurde. I
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Fussnoten
1) Fuer Unternehmen, die gemaess § 2 Abs. 6 KWG nicht als Finanzdienstleistungsinstitute
gelten, besteht keine Anzeigepflicht.
2) Bei natuerlichen Personen:
Vor- und Zunamen, ggf. Geburtsname, Geburtstag und -ort, vollstaendige Anschrift,
Firma.
Bei juristischen Personen und Personenhandelsgesellschaften:
Firma, Rechtsform, Sitz laut Registereintragung.
3) Bei natuerlichen Personen mit Geschaefts- und Wohnanschrift:
Wohnanschrift (erster Wohnsitz).
4) Bei juristischen Personen und Personenhandelsgesellschaften:
Namen und Anschrift der Geschaeftsleiter/persoenlich haftender Gesellschafter sowie
ggf. Anschrift der Hauptverwaltung und auslaendischer Zweigstellen.
Angaben auf gesondertem Blatt beifuegen.
5) Die Kennziffer der ueberwiegend ausgeuebten Taetigkeit ist zu unterstreichen.
6) Soweit es sich bei den Finanzinstrumenten um Wertpapiere und deren Derivate
handelt, war dies als Effektengeschaeft bereits bisher erlaubnispflichtiges
Bankgeschaeft. Die Uebergangsvorschrift des § 64e Abs. 2 Satz 1 KWG gilt
deshalb nur fuer das Kommissionsgeschaeft in Geldmarktinstrumenten, Devisen und
Rechnungseinheiten sowie deren Derivaten und Derivaten, deren Preis von dem
Boersen- oder Marktpreis von Waren oder Edelmetallen abhaengt.
7) Auch wenn in den Portfolios Vermoegen verschiedener Kunden zusammengefasst sind.
8) Handel in eigenem Namen fuer eigene Rechnung als Dienstleistung fuer andere.
9) Soweit nicht alle unter 201 bis 209 angekreuzten, ab dem 1.1.1998
erlaubnispflichtigen Bankgeschaefte und Finanzdienstleistungen fortgefuehrt werden,
auf gesondertem Blatt diejenigen Bankgeschaefte/Finanzdienstleistungen auffuehren,
die fortgefuehrt werden.
10) Bei Ausuebung als Nebentaetigkeit sind naehere Angaben zur Geschaeftstaetigkeit
insgesamt auf einem gesonderten Blatt zu machen.
11) Handel in eigenem Namen fuer eigene Rechnung nicht als Dienstleistung fuer andere.
12) Z.B. gemaess § 7 Abs. 1 oder § 30 Abs. 1 des Boersengesetzes bzw. § 34c der
Gewerbeordnung und/oder eine Bestaetigung der zustaendigen Behoerde ueber den Beginn
des Gewerbes (§ 15 der Gewerbeordnung).
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