Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens
(Eisenbahnneuordnungsgesetz - ENeuOG)
ENeuOG
vom 27.12.1993
"Eisenbahnneuordnungsgesetz vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, (1994, 2439)),
das zuletzt durch Artikel 302 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407)
geaendert worden ist"
Stand: Zuletzt geaendert durch Art. 302 V v. 31.10.2006 I 2407
Artikel 2 und 5 dieses Gesetzes dienen der Uebernahme der Richtlinie 91/440/EWG des
Rates vom 29. Juli 1991 zur Entwicklung der Eisenbahnunternehmen der Gemeinschaft (ABl.
EG Nr. L 237 S. 25).
Fussnote
Textnachweis ab: 1.1.1994 Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EWGRL 440/91 (CELEX Nr: 391L0440)
Art. 1: BEZNG 931-4
Art. 2: DBGrG 931-5
Art. 3: BEVVG 931-6
Art. 4: RegG 9240-3
Art. 5: AEG 1994 930-9
Art. 6: Aenderungsvorschrift
Art. 7: Uebergangsbestimmungen
Art. 8: Ausserkrafttreten
Art. 9: BEDBPStruktG 2030-30
Art. 10: Rueckkehr zum einheitlichen Verordnungsrang
Art. 11: Inkrafttreten
Eingangsformel
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Art 1
Gesetz zur Zusammenfuehrung und Neugliederung der
Bundeseisenbahnen
Art 2
Gesetz ueber die Gruendung einer Deutsche Bahn
Aktiengesellschaft (Deutsche Bahn Gruendungsgesetz - DBGrG)
Art 3
Gesetz ueber die Eisenbahnverkehrsverwaltung des Bundes
Art 4
-1-
Gesetz zur Regionalisierung des oeffentlichen
Personennahverkehrs (Regionalisierungsgesetz)
Art 5
Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG)
Art 6
Art 7
Uebergangsbestimmungen
§ 1 Unfallversicherung
(1) Die Rechte und Pflichten des Bundes als Traeger der gesetzlichen Unfallversicherung,
die bisher nach § 766 der Reichsversicherungsordnung von der Bundesbahn-
Ausfuehrungsbehoerde fuer Unfallversicherung wahrgenommen wurden, gehen auf die Eisenbahn-
Unfallkasse ueber. Das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung regelt
das Naehere durch Rechtsverordnung; darin kann auch durch Rechtsverordnung angeordnet
werden, inwieweit Entschaedigungsansprueche, die vor dem Uebergang auf die Eisenbahn-
Unfallkasse entstanden sind, vom Bundeseisenbahnvermoegen zu erfuellen sind.
(2) Bis zum Ablauf der laufenden Wahlperiode der Sozialversicherung nehmen
die Vertreterversammlung, der Vorstand und der Geschaeftsfuehrer der Bundesbahn-
Ausfuehrungsbehoerde fuer Unfallversicherung die Aufgaben der Vertreterversammlung, des
Vorstandes und des Geschaeftsfuehrers der Eisenbahn-Unfallkasse wahr.
(3) Die Eisenbahn-Unfallkasse hat innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieses
Gesetzes die Satzung und innerhalb von zwei Jahren das uebrige erforderliche autonome
Recht zu erlassen. Bis zum Erlass dieser Vorschriften gelten die auf Grund von §
575 Abs. 2 Nr. 1 und § 765 Abs. 1 Nr. 2 der Reichsversicherungsordnung erlassenen
Verordnungen sowie die Unfallverhuetungsvorschriften weiter.
(4) Die Erstausstattung der Eisenbahn-Unfallkasse mit Sachmitteln erfolgt aus dem
Bestand des Bundeseisenbahnvermoegens. Ein Zahlungsausgleich findet nicht statt.
Einzelheiten legt das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit dem
Bundesministerium der Finanzen fest.
§ 2 Gueterkraftverkehr der Deutschen Bundesbahn
§ 10 Abs. 3 und 4 des Gueterkraftverkehrsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
10. Maerz 1983 (BGBl. I S. 256), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. August
1993 (BGBl. I S. 1489) geaendert worden ist, gilt nicht fuer die nach § 2 Abs. 3 der
Hoechstzahlen-Verordnung GueKG vom 9. Dezember 1986 (BGBl. I S. 2452), die zuletzt durch
Artikel 6 Abs. 122 dieses Gesetzes geaendert worden ist, zu erteilenden Genehmigungen
fuer den Gueterfernverkehr sowie fuer die weitere Erteilung dieser Genehmigungen an die
Deutsche Bahn Aktiengesellschaft oder an Unternehmen, an denen diese Gesellschaft
mehrheitlich beteiligt ist.
§ 3 Berufsausbildungsverhaeltnisse
(weggefallen)
§ 4 Jahresabschluesse der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn
fuer das Geschaeftsjahr 1993
-2-
Mit der Pruefung der Jahresabschluesse der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen
Reichsbahn fuer das Geschaeftsjahr 1993 beauftragt das Bundesministerium fuer Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen
Wirtschaftspruefer oder Wirtschaftspruefungsgesellschaften. Die Entlastung erfolgt durch
das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium der Finanzen.
Art 8
Ausserkrafttreten bisherigen Rechts
§ 1
Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes treten ausser Kraft:
1. das Allgemeine Eisenbahngesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III,
Gliederungsnummer 930-1, veroeffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geaendert
durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. August 1993 (BGBl. I S. 1489), soweit sich aus
§ 2 nichts anderes ergibt,
2. das Bundesbahngesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 931-
1, veroeffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geaendert durch Artikel 6 Abs. 129
dieses Gesetzes, soweit sich aus § 3 nichts anderes ergibt,
3.
§ 2
Die §§ 6a, 6c, 6e Abs. 1 und die §§ 6f und 6g des Allgemeinen Eisenbahngesetzes gelten
fort.
§ 3
Bis zur Eintragung der gemaess § 1 Abs. 1 des Deutsche Bahn Gruendungsgesetzes gegruendeten
Deutsche Bahn Aktiengesellschaft in das Handelsregister gelten die §§ 8, 8a, 8b, 9, 9a
und 19a des Bundesbahngesetzes fort mit der Massgabe, dass an die Stelle der Deutschen
Bundesbahn das Bundeseisenbahnvermoegen tritt. § 18 des Deutsche Bahn Gruendungsgesetzes
bleibt unberuehrt. § 23 des Bundesbahngesetzes gilt bis zur Ausgliederung nach § 2
Abs. 1 des Deutsche Bahn Gruendungsgesetzes fort mit der Massgabe, dass an die Stelle des
Vorstandes der Deutschen Bundesbahn das Bundeseisenbahnvermoegen tritt. Die Befristung
der Fortgeltung des § 23 des Bundesbahngesetzes gilt nicht fuer die Beamten, die Dritten
gemaess § 16 des Deutsche Bahn Gruendungsgesetzes zur Dienstleistung ueberlassen sind.
§ 4
(1) Die Mitglieder der gesetzgebenden Koerperschaften des Bundes und der Laender sowie
die Mitglieder des Europaeischen Parlaments aus der Bundesrepublik Deutschland haben das
Recht der freien Benutzung der Verkehrsmittel der Eisenbahnen des Bundes in beliebiger
Befoerderungsklasse. Die Freifahrtberechtigung gilt jeweils fuer das Gebiet, auf das
sich die Zustaendigkeit der gesetzgebenden Koerperschaften erstreckt, fuer die Mitglieder
des Europaeischen Parlaments fuer das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie endet
vierzehn Tage nach Erloeschen der Mitgliedschaft. Die Leistungen der Eisenbahnen
des Bundes sind von den genannten Gebietskoerperschaften, fuer die Mitglieder des
Europaeischen Parlaments vom Bund abzugelten.
(2) Absatz 1 gilt fuer die Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts entsprechend.
Art 9
Gesetz zur Verbesserung der personellen Struktur beim
Bundeseisenbahnvermoegen und in den Unternehmen der
Deutschen Bundespost
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Art 10
Rueckkehr zum einheitlichen Verordnungsrang
Die auf Artikel 6 beruhenden Teile der dort geaenderten Rechtsverordnungen koennen auf
Grund der jeweils einschlaegigen Ermaechtigung durch Rechtsverordnung geaendert werden.
Art 11
Inkrafttreten
(1) Mit Ausnahme des Artikels 4, des Artikels 5 § 5 Abs. 3 Satz 2, § 12 Abs. 3 Satz
2 und § 15 Abs. 1 Satz 2, soweit diese Bestimmungen den Schienenpersonennahverkehr
der Eisenbahnen des Bundes betreffen, und mit Ausnahme des Artikels 9, soweit diese
Bestimmungen Beamte der Deutschen Bundespost betreffen, sowie des Artikels 6 Abs. 116
Nr. 1, 2, 4, 5 und 8 bis 11 tritt dieses Gesetz am 1. Januar 1994 in Kraft. Artikel 6
Abs. 116 Nr. 7 ist auf Genehmigungsverfahren, die bis zum 31. Dezember 1993 eingeleitet
worden sind, ab 1. Januar 1995 anzuwenden.
(2) Artikel 4, Artikel 5 § 5 Abs. 3 Satz 2, § 12 Abs. 3 Satz 2 und § 15 Abs. 1 Satz 2,
soweit diese Bestimmungen den Schienenpersonennahverkehr der Eisenbahnen des Bundes
betreffen, sowie Artikel 6 Abs. 116 Nr. 1, 2, 4, 5 und 8 bis 11 treten am 1. Januar
1996 in Kraft.
(3) Artikel 9 tritt, soweit diese Bestimmungen Beamte der Deutschen Bundespost
betreffen, an dem Tage in Kraft, der durch das Gesetz bestimmt wird, welches
die Umwandlung der Unternehmen der Deutschen Bundespost in die Rechtsform der
Aktiengesellschaft regelt.
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