Verordnung ueber die Berufsausbildung zum
Edelsteinschleifer/zur Edelsteinschleiferin
(Edelsteinschleifer-Ausbildungsverordnung)
EdlStSchlAusbV
vom 28.01.1992
"Edelsteinschleifer-Ausbildungsverordnung vom 28. Januar 1992 (BGBl. I S. 183)"
Ueberschrift: Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des
Berufsbildungsgesetzes und des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und
der damit abgestimmte, von der Staendigen Konferenz der Kultusminister der Laender in
der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan fuer die Berufsschule werden
demnaechst als Beilage zum Bundesanzeiger veroeffentlicht.
Fussnote
Textnachweis ab: 1. 8.1992
Eingangsformel
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S.
1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S.
2525) geaendert worden ist, und des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr. 1
des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geaendert worden ist, verordnet der
Bundesminister fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und
Wissenschaft:
§ 1 Anwendungsbereich
Diese Verordnung gilt fuer die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf
Edelsteinschleifer/Edelsteinschleiferin nach der Handwerksordnung und fuer die
Berufsausbildung in dem nach § 2 anerkannten Ausbildungsberuf.
§ 2 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf Edelsteinschleifer/Edelsteinschleiferin wird staatlich anerkannt.
§ 3 Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
§ 4 Ausbildungsberufsbild
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse:
1. Berufsbildung,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
4. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Inbetriebnehmen von Maschinen sowie Warten von Betriebsmitteln,
6. Bearbeiten oder Herstellen von Kleinwerkzeugen und Schleifscheiben durch Spanen,
-1-
7. Pruefen und Beurteilen von Edelsteinen, synthetischen Steinen und kuenstlichen
Produkten,
8. Handhaben und Lagern von Betriebsstoffen,
9. Lesen, Anwenden und Erstellen technischer Unterlagen,
10. Pruefen und Messen,
11. Planen von Arbeitsablaeufen sowie Kontrollieren und Beurteilen von
Arbeitsergebnissen,
12. Vorbereiten von Steinen zum Schleifen,
13. Schleifen, Polieren und Bohren von Steinen,
14. Nachbereiten von Edelsteinen.
§ 5 Ausbildungsrahmenplan
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach der in der Anlage
enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung
(Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende
sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulaessig,
soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Vermittlung der Fertigkeiten und Kenntnisse nach Absatz 1 soll den
Auszubildenden zur Ausuebung einer qualifizierten beruflichen Taetigkeit im Sinne des §
1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befaehigen, die insbesondere selbstaendiges Planen,
Durchfuehren und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz einschliesst. Diese Befaehigung ist
auch in den Pruefungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
§ 6 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§ 7 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.
§ 8 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage fuer das erste
Ausbildungsjahr und die unter laufender Nummer 5 Buchstabe f, laufender Nummer 6
Buchstabe e, laufender Nummer 7 Buchstabe e, laufender Nummer 11 Buchstaben f bis i,
laufender Nummer 12 Buchstabe b und laufender Nummer 13 Buchstabe a Doppelbuchstaben
bb und dd fuer das zweite Ausbildungsjahr aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse
sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden
Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens sieben Stunden zwei Pruefungsstuecke
anfertigen. Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. Schleifen und Polieren von Steinen im Plan- oder Mugelschliff,
2. Polieren von Steinen im Facettenschliff.
(4) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens 180 Minuten Aufgaben, die sich auf
praxisbezogene Faelle beziehen sollen, aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
2. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
-2-
3. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
4. Handhabung, Pflege und Instandhaltung von Werkzeugen, Geraeten, Maschinen und
Einrichtungen,
5. Beurteilung von Edelsteinen, synthetischen Steinen und kuenstlichen Produkten,
6. Pruefen und Messen,
7. Festlegung von Arbeitsablaeufen.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
§ 9 Abschlusspruefung/Gesellenpruefung
(1) Die Abschlusspruefung/Gesellenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht
vermittelten Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Pruefling soll in der praktischen Pruefung in insgesamt hoechstens 13 Stunden zwei
Pruefungsstuecke anfertigen und in insgesamt hoechstens einer Stunde zwei Arbeitsproben
durchfuehren. Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. als Pruefungsstuecke:
a) Schleifen und Polieren von Steinen im Plan-, Mugel- oder Facettenschliff,
b) Schleifen und Polieren freigestalteter gemugelter oder facettierter Steinformen;
2. als Arbeitsproben:
a) Beurteilen von Edelsteinen aufgrund vorliegender Pruefergebnisse und Auswaehlen
von Rohsteinen nach vorgegebenen Anforderungen,
b) Herrichten von Maschinen zum Schleifen und Polieren oder Herrichten und
Einsetzen von Kleinwerkzeugen.
Dabei sollen die Pruefungsstuecke zusammen mit 70 vom Hundert und die Arbeitsproben
zusammen mit 30 vom Hundert gewichtet werden.
(3) Der Pruefling soll in der schriftlichen Pruefung in den Pruefungsfaechern Technologie,
Arbeitsplanung, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprueft
werden. Im Pruefungsfach Arbeitsplanung sind durch Verknuepfung informationstechnischer,
technologischer und mathematischer Sachverhalte fachliche Probleme zu analysieren,
zu bewerten und geeignete Loesungswege darzustellen. Es kommen Aufgaben, die sich auf
praxisbezogene Faelle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
1. im Pruefungsfach Technologie:
a) Bearbeitungstechnik, insbesondere
aa) Aufbau, Wirkungsweise und Einsatzgebiete von Werkzeugen, Geraeten, Maschinen
und Einrichtungen,
bb) Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
cc) Klopf-, Trenn-, Ebauchier-, Schleif-, Polier-, Bohr- und
Nachbehandlungsverfahren,
dd) Hilfsstoffe;
b) Gemmologie, insbesondere
aa) Entstehung und Lagerstaetten von Edelsteinen,
bb) Kristallographie,
cc) aeusseres Erscheinungsbild von Edelsteinen,
dd) chemische und physikalische Eigenschaften von Edelsteinen,
ee) Edelsteinordnungssysteme,
ff) Pruefmethoden und -kriterien,
-3-
gg) Wertunterschiede und Wertminderungsgruende von Edelsteinen;
2. im Pruefungsfach Arbeitsplanung:
a) Lesen und Anfertigen von Zeichnungen und Skizzen,
b) Schleifertrags- und -verlustberechnung,
c) Schleif- und Poliergeschwindigkeit,
d) Planung von Arbeitsablaeufen fuer vorgegebene Auftraege;
3. im Pruefungsfach Technische Mathematik:
a) Flaechenberechnung,
b) Koerperberechnung,
c) Arbeitskostenberechnung,
d) Materialwertberechnung;
4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt.
(4) Fuer die schriftliche Pruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten auszugehen:
1. im Pruefungsfach Technologie 120 Minuten,
2. im Pruefungsfach Arbeitsplanung 120 Minuten,
3. im Pruefungsfach Technische Mathematik 60 Minuten,
4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen, wenn
diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Pruefung
hat gegenueber der muendlichen das doppelte Gewicht. Schriftliche Pruefung im Sinne
der Absaetze 7 und 8 ist auch die durch eine muendliche Pruefung ergaenzte schriftliche
Pruefung.
(7) Innerhalb der schriftlichen Pruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber
jedem der uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.
(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen
Pruefung sowie innerhalb der schriftlichen Pruefung im Pruefungsfach Technologie
mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
§ 10 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungsplaene und Pruefungsanforderungen
fuer die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe,
die in dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere fuer die Ausbildungsberufe
Edelsteinschleifer/Edelsteinschleiferin, Achatschleifer/Achatschleiferin sowie
Farbsteinschleifer, Achatschleifer und Schmucksteingraveur/Farbesteinschleiferin,
Achatschleiferin und Schmucksteingraveurin, sind vorbehaltlich des § 11 nicht mehr
anzuwenden.
§ 11 Uebergangsregelung
Auf Berufsausbildungsverhaeltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen,
sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien
vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
§ 12 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1992 in Kraft.
-4-
Anlage (zu § 5)
Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Edelsteinschleifer/zur
Edelsteinschleiferin
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1992, 186 - 190
---------------------------------------------------------------------------
I I I zeitliche
Lfd. I Teil des I Fertigkeiten und Kenntnisse, die I Richtwerte in
Nr. I Ausbildungs- I unter Beruecksichtigung des § 5 I Wochen im
I berufsbildes I Abs. 2 zu vermitteln sind I Ausbildungs-
I I I jahr
I I I --------------
I I I 1 I 2 I 3
---------------------------------------------------------------------------
1 I 2 I 3 I 4
---------------------------------------------------------------------------
1 I Berufsbildung I a) Bedeutung des Ausbildungs- I
I (§ 4 Nr. 1) I vertrages, insbesondere I
I I Abschluss, Dauer und Beendigung, I
I I erklaeren I
I I b) gegenseitige Rechte und I
I I Pflichten aus dem Ausbildungs- I
I I vertrag nennen I
I I c) Moeglichkeiten der beruflichen I
I I Fortbildung nennen I
-----------------------------------------------------------I
2 I Aufbau und I a) Aufbau und Aufgaben des I
I Organisation I ausbildenden Betriebes I
I des I erlaeutern I
I Ausbildungs- I b) Grundfunktionen des I
I betriebes I ausbildenden Betriebes, wie I
I (§ 4 Nr. 2) I Beschaffung, Fertigung, Absatz I
I I und Verwaltung, erklaeren I
I I c) Beziehungen des ausbildenden I
I I Betriebes und seiner I
I I Belegschaft zu Wirtschafts- I
I I organisationen, Berufs- I
I I vertretungen und Gewerkschaften I
I I nennen I
I I d) Grundlagen, Aufgaben und I
I I Arbeitsweise der betriebs- I
I I verfassungsrechtlichen Organe I
I I des ausbildenden Betriebes I
I I beschreiben I
-----------------------------------------------------------I
3 I Arbeits- und I a) wesentliche Teile des Arbeits- I
I Tarifrecht, I vertrages nennen I
I Arbeitsschutz I b) wesentliche Bestimmungen der I
I (§ 4 Nr. 3) I fuer den ausbildenden Betrieb I
I I geltenden Tarifvertraege nennen I
I I c) Aufgaben des betrieblichen I
I I Arbeitsschutzes sowie der I waehrend der
I I zustaendigen Berufs- I gesamten
I I genossenschaft und der I Ausbildung zu
I I Gewerbeaufsicht erlaeutern I vermitteln
I I d) wesentliche Bestimmungen der fuer I
I I den ausbildenden Betrieb I
I I geltenden Arbeitsschutzgesetze I
I I nennen I
-----------------------------------------------------------I
4 I Arbeits- I a) berufsbezogene Vorschriften der I
-5-
I sicherheit, I Traeger der gesetzlichen Unfall- I
I Umweltschutz I versicherung, insbesondere I
I und I Unfallverhuetungsvorschriften, I
I rationelle I Richtlinien und Merkblaetter, I
I Energie- I nennen I
I verwendung I b) berufsbezogene Arbeitsschutz- I
I (§ 4 Nr. 4) I vorschriften bei den Arbeits- I
I I ablaeufen anwenden I
I I c) Verhaltensweisen bei Unfaellen I
I I und Entstehungsbraenden I
I I beschreiben und Massnahmen der I
I I Ersten Hilfe einleiten I
I I d) wesentliche Vorschriften der I
I I Feuerverhuetung nennen sowie I
I I Brandschutzeinrichtungen und I
I I Brandbekaempfungsgeraete bedienen I
I I e) Gefahren, die von Giften, I
I I Daempfen, Gasen, leicht I
I I entzuendbaren Stoffen sowie von I
I I elektrischem Strom ausgehen, I
I I beachten I
I I f) fuer den ausbildenden Betrieb I
I I geltende wesentliche I
I I Vorschriften ueber den I
I I Immissions- und Gewaesserschutz I
I I sowie ueber die Reinhaltung der I
I I Luft nennen und beachten I
I I g) arbeitsplatzbedingte Umwelt- I
I I belastungen nennen und zu ihrer I
I I Verringerung beitragen I
I I h) die im Ausbildungsbetrieb I
I I verwendeten Energiearten nennen I
I I und Moeglichkeiten rationeller I
I I Energieverwendung im beruflichen I
I I Einwirkungs- und Beobachtungs- I
I I bereich anfuehren I
---------------------------------------------------------------------------
5 I Inbetriebnehmen a) Werkzeuge, Vorrichtungen, Formen I I I
I von I oder Modelle einrichten und I I I
I Maschinen I einstellen I I I
I sowie Warten I b) Werkzeuge, Geraete und Maschinen I I I
I von Betriebs- I durch Reinigen pflegen und vor I I I
I mitteln I Korrosion schuetzen I I I
I (§ 4 Nr. 5) I c) Betriebsbereitschaft von I I I
I I Maschinen pruefen und sicher- I I I
I I stellen, insbesondere im I I I
I I Hinblick auf Befestigung, I I I
I I Schmierung, Kuehlung und I I I
I I Energieversorgung I I I
I I d) Betriebsstoffe, insbesondere I 4 I I
I I Oele, Kuehl- und Schmierstoffe I I I
I I nach Betriebsvorschriften I I I
I I wechseln und auffuellen I I I
I I e) Maschinen nach Anweisung und I I I
I I Wartungsunterlagen warten, I I I
I I insbesondere I I I
I I aa) Schleifscheibe unter I I I
I I Beachtung der Laufruhe I I I
I I ausbalancieren I I I
I I bb) Lagerschaeden feststellen und I I I
I I beseitigen I I I
I I----------------------------------------------------
-6-
I I f) Werkzeuge, Geraete und Maschinen I I I
I I unter Beachtung ihres Aufbaus, I I 2 I
I I ihrer Wirkungsweise und Einsatz- I I I
I I gebiete auf Funktionsfaehigkeit I I I
I I pruefen und einrichten I I I
--------------------------------------------------------------------------
6 I Bearbeiten I a) Flaechen und Formen an Werkzeugen I I I
I oder I aus Metallen und Nichtmetallen I I I
I Herstellen I feilen und entgraten I I I
I von Klein- I b) Werkstoffe nach Anriss durch I 4 I I
I werkzeugen I Saegen trennen I I I
I und Schleif- I c) Bohrungen in Werkzeugen I I I
I scheiben I herstellen I I I
I durch Spanen I d) Werkzeuge nach Formen und Groessen I I I
I (§ 4 Nr. 6) I drehen I I I
I I----------------------------------------------------
I I e) Kleinwerkzeuge unter Beachtung I I I
I I der gestellten Anforderungen zum I I 2 I
I I Schleifen, Polieren und Bohren I I I
I I herrichten I I I
--------------------------------------------------------------------------
7 I Pruefen und I a) Edelsteine hinsichtlich ihrer I I I
I Beurteilen I kristallographischen Merkmale I I I
I von I sowie ihrer chemischen und I I I
I Edelsteinen, I physikalischen Eigenschaften in I I I
I synthetischen I Edelsteinordnungssysteme I I I
I Steinen und I einordnen I I I
I kuenstlichen I b) Steine mit blossem Auge und mit I 3 I I
I Produkten I Lupe nach den Merkmalen ihres I I I
I (§ 4 Nr. 7) I Erscheinungsbildes einschaetzen I I I
I I c) Steine durch Ermittlung der I I I
I I Haerte und Dichte pruefen I I I
I I d) Steine mit Pruefgeraeten pruefen, I I I
I I insbesondere Lichtbrechung I I I
I I messen und auswerten I I I
I I----------------------------------------------------
I I e) Edelsteine im Hinblick auf Wert- I I I
I I unterschiede und Wertminderungs- I I 2 I
I I gruende beurteilen I I I
I I----------------------------------------------------
I I f) Steine aufgrund ihres I I I
I I Erscheinungsbildes und I I 2 I
I I vorliegender wissenschaftlicher I I I
I I Pruefungsergebnisse unter I I I
I I Beruecksichtigung I I I
I I wissenschaftlicher Pruefkriterien I I I
I I beurteilen I I I
--------------------------------------------------------------------------
8 I Handhaben und I a) Betriebsstoffe, insbesondere I I I
I Lagern von I Oele, Kuehl- und Schmierstoffe, I I I
I Betriebs- I unterscheiden, ihrer I I I
I stoffen I Verwendung nach zuordnen und I I I
I (§ 4 Nr. 8) I nach Anweisung und Unterlagen I I I
I I unter Beachtung ihrer I I I
I I Gefaehrlichkeit anwenden I I I
I I b) unter Beachtung der Umwelt- I I I
I I schutzvorschriften beim I 4 I I
I I Entsorgen von Hilfsstoffen I I I
I I mitwirken, insbesondere Oele, I I I
I I Fette und Saeuren vorschrifts- I I I
I I maessig lagern I I I
I I c) Schleif- und Poliermittel unter I I I
-7-
I I Beachtung ihrer Haerte und I I I
I I Koernungsgroesse sowie der I I I
I I Schleifhaerte der zu I I I
I I bearbeitenden Steine auswaehlen I I I
I I und anwenden I I I
--------------------------------------------------------------------------
9 I Lesen, I a) einfache technische Zeichnungen I I I
I Anwenden und I lesen und umsetzen I I I
I Erstellen I b) Fertigungszeichnungen anfertigen I 3 I I
I technischer I c) Tabellen, Diagramme, Normen, I I I
I Unterlagen I Handbuecher und Bedienungs- I I I
I (§ 4 Nr. 9) I hinweise lesen und anwenden I I I
--------------------------------------------------------------------------
10 I Pruefen und I a) geschliffene Steine, I I I
I Messen I insbesondere deren Aussenmasse, I I I
I (§ 4 Nr. 10) I Radien und Winkel, unter I I I
I I Beachtung systematischer und I I I
I I zufaelliger Messfehler- I I I
I I moeglichkeiten mit Schieblehren, I I I
I I Winkelmessern, Radius- und I I I
I I Sonderlehren messen I I I
I I b) Oberflaechenqualitaet I 3 I I
I I geschliffener Steine durch I I I
I I Sichtpruefen beurteilen I I I
I I c) Steine mit Praezisionswaage in I I I
I I Gramm und Karat wiegen sowie das I I I
I I Ergebnis protokollieren I I I
--------------------------------------------------------------------------
11 I Planen von I a) Arbeitsablauf nach Anweisung I I I
I Arbeits- I unter Beruecksichtigung I I I
I ablaeufen I organisatorischer und I I I
I sowie I informatorischer Notwendigkeiten I I I
I Kontrollieren I planen und die Durchfuehrung I I I
I und I vorbereiten I I I
I Beurteilen I b) Arbeitsschritte unter I I I
I von Arbeits- I Beruecksichtigung funktionaler, I I I
I ergebnissen I konstruktiver, fertigungs- I I I
I (§ 4 Nr. 11) I technischer und wirtschaftlicher I I I
I I Gesichtspunkte planen I 5 I I
I I c) Pruef- und Messmittel zur I I I
I I Kontrolle der Arbeitsergebnisse I I I
I I festlegen I I I
I I d) Arbeitsplatz an Werkbank und I I I
I I Maschine einrichten I I I
I I e) Abweichungen vom Soll-Mass I I I
I I beurteilen und Informationen I I I
I I fuer den Arbeitsablauf nutzen I I I
I I----------------------------------------------------
I I f) Rohsteine unter Beachtung ihrer I I I
I I Eigenschaften sowie im Hinblick I I I
I I auf gestalterische Absicht und I I I
I I optimale Materialausnutzung I I I
I I auswaehlen I I I
I I g) Schleifbilder erstellen I I I
I I h) mit Schablonen die Form- I I 4 I
I I genauigkeit von Mugelschliffen I I I
I I pruefen I I I
I I i) Steine hinsichtlich der Masse, I I I
I I Proportionen, Exaktheit des I I I
I I Schliffes und Oberflaechen- I I I
I I qualitaet messen und pruefen I I I
I I----------------------------------------------------
-8-
I I k) Arbeitsablaeufe, insbesondere des I I I
I I Klopfens, Trennens, I I I
I I Ebauchierens, Schleifens, I I I
I I Polierens, Bohrens und Nach- I I I
I I behandelns von Steinen, nach I I I
I I Vorgaben und unter I I I
I I Beruecksichtigung der Betriebs- I I I
I I organisation planen: I I I
I I aa) Reihenfolge der Arbeits- I I I
I I schritte festlegen, I I I
I I insbesondere unter Beachtung I I I
I I von Eigenschaften und I I I
I I Besonderheiten der Steine, I I I
I I Bearbeitungsmethoden, I I I
I I gestalterischer Absicht und I I I
I I Wirtschaftlichkeit I I I 5
I I bb) Kontrollkriterien fuer die I I I
I I Beurteilung von Plan-, I I I
I I Mugel-, Facetten- und I I I
I I freigestalteten Schliffen im I I I
I I Zwischen- und Endergebnis I I I
I I festlegen, insbesondere im I I I
I I Hinblick auf Masse, Winkel, I I I
I I Rundungen und Oberflaechen- I I I
I I qualitaet I I I
I I l) Zwischen- und Endergebnisse nach I I I
I I vorgegebenen Kriterien I I I
I I beurteilen, insbesondere mit I I I
I I optischen Messgeraeten I I I
I I aa) Schlifformen pruefen I I I
I I bb) Oberflaechenqualitaet pruefen I I I
--------------------------------------------------------------------------
12 I Vorbereiten I a) ebauchierte Steine auf Einzel- I I I
I von Steinen I und Mehrfachsteintraeger kitten I 2 I I
I zum Schleifen I und kleben I I I
I (§ 4 Nr. 12) I----------------------------------------------------
I I b) unter Beachtung von Schliff- I I I
I I formen, Steineigenschaften und I I I
I I -besonderheiten sowie material- I I I
I I und verfahrensbedingten I I I
I I Bearbeitungskriterien I I I
I I aa) transparente, durch- I I 2 I 10
I I scheinende und I I I
I I undurchsichtige Edelsteine I I I
I I klopfen, trennen und I I I
I I ebauchieren I I I
I I bb) synthetische Steine trennen I I I
I I und ebauchieren I I I
--------------------------------------------------------------------------
13 I Schleifen, I a) unter Beachtung der Stein- I I I
I Polieren und I eigenschaften und I I I
I Bohren von I -besonderheiten sowie der I I I
I Steinen I gestellten Anforderungen, I I I
I (§ 4 Nr. 13) I insbesondere im Hinblick auf I I I
I I Groesse, Schlifform und I I I
I I Oberflaechengestaltung, I 6 I 10 I
I I aa) Planflaechen schleifen und I I I
I I polieren I I I
I I bb) konvexe Formen schleifen und I I I
I I polieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I cc) Steine in konventionellen I I I
-9-
I I Facettenschliffen, I 9 I I
I I insbesondere im Treppen- und I I I
I I Sternschliff, polieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I dd) Steine in konventionellen I I I
I I Facettenschliffen, I I 4 I
I I insbesondere im Treppen- I I I
I I schliff, schleifen I I I
I I----------------------------------------------------
I I ee) Steine in konventionellen I I I
I I Facettenschliffen, I I 4 I
I I insbesondere im Stern- I I I
I I schliff, schleifen I I I
I I----------------------------------------------------
I I ff) Steine in freien Facetten- I 9 I I
I I schliffen polieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I gg) konkave Formen schleifen und I I I
I I polieren I I I
I I hh) Steine im Plan- und Mugel- I I I
I I schliff unter Einbeziehung I I 7 I 12
I I optischer Steineigenheiten I I I
I I in das aesthetische I I I
I I Erscheinungsbild schleifen I I I
I I und polieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I ii) Steine im Facettenschliff I I I
I I unter Einbeziehung optischer I I I 11
I I Steineigenheiten in das I I I
I I aesthetische Erscheinungsbild I I I
I I schleifen und polieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I kk) Mugel- und Facettenschliffe I I I
I I freigestaltend schleifen, I I 13 I 7
I I polieren und mattieren I I I
I I----------------------------------------------------
I I b) geschliffene Steine unter I I I
I I Beachtung von Moeglichkeiten und I I I
I I Grenzen nachtraeglichen I I I
I I Bearbeitens aufarbeiten und I I I 4
I I umschleifen I I I
I I c) Steine unter Beachtung ihrer I I I
I I Eigenschaften und Eigenheiten I I I
I I an- und durchbohren I I I
--------------------------------------------------------------------------
14 I Nachbereiten I a) zum Erhitzen, Bestrahlen, Beizen I I I
I von I und Faerben geeignete Edelsteine I I I
I Edelsteinen I auswaehlen, insbesondere unter I I I
I (§ 4 Nr. 14) I Beachtung von Moeglichkeiten der I I I
I I Behandlung und Farbveraenderung I I I 3
I I b) Edelsteine nachbereiten, I I I
I I insbesondere durch Erhitzen, I I I
I I Versiegeln, Fetten und I I I
I I Stabilisieren I I I
--------------------------------------------------------------------------
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