Verordnung ueber die Berufsausbildung zum
Edelsteinfasser/zur Edelsteinfasserin
(Edelsteinfasser-Ausbildungsverordnung)
EdlStFAusbV
vom 02.04.1992
"Edelsteinfasser-Ausbildungsverordnung vom 2. April 1992 (BGBl. I S. 782)"
Fussnote
Ueberschrift: Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25
des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der
Staendigen Konferenz der Kultusminister der Laender in der Bundesrepublik Deutschland
beschlossene Rahmenlehrplan fuer die Berufsschule werden demnaechst als Beilage zum
Bundesanzeiger veroeffentlicht.
Textnachweis ab: 1. 8.1992
Eingangsformel
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112),
der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525)
geaendert worden ist, verordnet der Bundesminister fuer Wirtschaft im Einvernehmen mit
dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft:
§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf Edelsteinfasser/Edelsteinfasserin wird staatlich anerkannt.
§ 2 Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
§ 3 Ausbildungsberufsbild
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse:
1. Berufsbildung,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
4. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Inbetriebnehmen von Maschinen sowie Warten von Betriebsmitteln,
6. Auswaehlen, Vorbereiten, Handhaben und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen,
7. Planen von Arbeitsablaeufen,
8. Messen und Kennzeichnen sowie Kontrollieren von Arbeitsergebnissen,
9. Gestalten und Darstellen von Schmuck und Geraet,
10. Umformen von Metallen,
11. Trennen und Abtragen,
12. Fuegen,
13. Legieren und Schmelzen,
-1-
14. Anfertigen von Kleinwerkzeugen,
15. Behandeln von Oberflaechen,
16. Erkennen und Zuordnen von Edelsteinen und organischen Stoffen,
17. Anfertigen und Montieren von Zargen und Fassungen,
18. Fassen von Unedel- und Edelsteinen in Chaton-, Zargen- und angeriebenen Fassungen,
19. Anfertigen von Verschnitt,
20. Fassen von Unedel- und Edelsteinen in Verschnittfassungen und kombinierten
Fassungen.
§ 4 Ausbildungsrahmenplan
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen nach der in der Anlage
enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung
(Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende
sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulaessig,
soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die in dieser Rechtsverordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so
vermittelt werden, dass der Auszubildende zur Ausuebung einer qualifizierten beruflichen
Taetigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befaehigt wird, die
insbesondere selbstaendiges Planen, Durchfuehren und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz
einschliesst. Diese Befaehigung ist auch in den Pruefungen nach §§ 7 und 8 nachzuweisen.
§ 5 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§ 6 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.
§ 7 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage fuer das erste
Ausbildungsjahr und die unter laufender Nummer 7 Buchstaben e und f, laufender
Nummer 9 Buchstabe b Doppelbuchstaben aa und bb, laufender Nummer 14 Buchstabe c
Doppelbuchstaben aa bis cc, laufender Nummer 18 Buchstaben a und b und laufender Nummer
19 Buchstaben a bis e fuer das zweite Ausbildungsjahr aufgefuehrten Fertigkeiten und
Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens sieben Stunden ein Pruefungsstueck
anfertigen. Hierfuer kommt insbesondere in Betracht:
Anfertigen eines Werkstueckes nach vorgegebener Zeichnung unter Beruecksichtigung von
Gestaltungskriterien, insbesondere unter Anwendung von Umform-, Trenn-, Abtrage-, Fuege-
und Fasstechniken.
(4) Der Pruefling soll in insgesamt hoechstens 180 Minuten Aufgaben, die sich auf
praxisbezogene Faelle beziehen sollen, aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
2. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,
3. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
4. Auswaehlen, Vorbereiten, Handhaben und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen,
-2-
5. Gestalten und Darstellen von Schmuckgegenstaenden,
6. Trennen und Abtragen,
7. Fuegetechniken.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
§ 8 Abschlusspruefung
(1) Die Abschlusspruefung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgefuehrten Fertigkeiten
und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er
fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Pruefling soll in der praktischen Pruefung in insgesamt hoechstens 14 Stunden
ein Pruefungsstueck anfertigen. Er soll dabei zeigen, dass er den Entwurf gestalterisch
umsetzen kann und die entsprechenden Fertigungstechniken beherrscht. Hierfuer kommen
insbesondere in Betracht:
Planen, Vorbereiten und Fassen einer vorgefertigten, modellierten Metallplatte unter
Anwendung der folgenden Techniken sowie Erstellen eines Pruef- und Messprotokolls;
Einteilen, Bohren, Verschneiden und Fassen von Pavee, Fadenfassungen, insbesondere
Zweikorn, Vierkorn mit Steg, Fuenfkorn und auslaufenden Kornreihen, Chatons, Navettes
und abgedeckte Fassungen. Ausserdem sollen Baguettes, Carrees oder eine Zarge von
mindestens acht mm Kantenlaenge gefasst werden.
(3) Der Pruefling soll in der schriftlichen Pruefung in den Pruefungsfaechern Technologie,
Gestaltung und Arbeitsplanung, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
geprueft werden. Im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung sind durch Verknuepfung
informationstechnischer, technologischer und mathematischer Sachverhalte fachliche
Probleme zu analysieren, zu bewerten und geeignete Loesungswege darzustellen. Es kommen
Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Faelle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:
1. im Pruefungsfach Technologie:
a) Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
b) Erkennen und Zuordnen von Edelsteinen und organischen Stoffen,
c) Fasstechniken,
d) Werkzeug, Geraete und Maschinen,
e) Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen,
f) Eigenschaften und Verarbeitung von Edelsteinen;
2. im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung:
a) Planen von Arbeitsablaeufen,
b) Lesen und Anfertigen von Zeichnungen,
c) Messen und Kennzeichnen sowie Kontrollieren von Arbeitsergebnissen,
d) historische und zeitgenoessische Formensprache,
e) gestalterische Pruefkriterien,
f) Zeichnen geometrischer Formen;
3. im Pruefungsfach Technische Mathematik:
a) Flaechenberechnung,
b) Arbeitskostenberechnung,
c) Materialwertberechnung;
4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhaenge der Berufs- und
Arbeitswelt.
-3-
(4) Fuer die schriftliche Pruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten auszugehen:
1. im Pruefungsfach Technologie 120 Minuten,
2. im Pruefungsfach Gestaltung und Arbeitsplanung 120 Minuten,
3. im Pruefungsfach Technische Mathematik 60 Minuten,
4. im Pruefungsfach Wirtschaftsund Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.
(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen,
wenn diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche
Pruefung hat gegenueber der muendlichen Pruefung das doppelte Gewicht. Schriftliche
Pruefung im Sinne der Absaetze 7 und 8 ist auch die durch eine muendliche Pruefung ergaenzte
schriftliche Pruefung.
(7) Innerhalb der schriftlichen Pruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber
jedem der uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.
(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen
Pruefung sowie innerhalb der schriftlichen Pruefung im Pruefungsfach Technologie
mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
§ 9 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungsplaene und Pruefungsanforderungen
fuer die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe,
die in dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere fuer den Ausbildungsberuf
Schmucksteinfasser/Schmucksteinfasserin sind vorbehaltlich des § 10 nicht mehr
anzuwenden.
§ 10 Uebergangsregelung
Auf Berufsausbildungsverhaeltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen,
sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien
vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
§ 11 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1992 in Kraft.
Anlage (zu § 4)
Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Edelsteinfasser/zur
Edelsteinfasserin*)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1992, 785 - 792
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I I I zeitliche Richt-
Lfd. I Teil des I Fertigkeiten und Kenntnisse, die I werte in Wochen im
Nr. I Ausbildungs- I unter Beruecksichtigung des I Ausbildungsjahr
I berufsbildes I § 4 Abs. 2 zu vermitteln sind I-------------------
I I I 1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I 2 I 3 I 4
-------------------------------------------------------------------------------
1 I Berufsbildung I a) Bedeutung des Ausbildungs- I
I (§ 3 Nr. 1) I vertrages, insbesondere I
I I Abschluss, Dauer und Beendigung, I
I I erklaeren I
I I b) gegenseitige Rechte und I
I I Pflichten aus dem Ausbildungs- I
I I vertrag nennen I
-4-
I I c) Moeglichkeiten der beruflichen I
I I Fortbildung nennen I
-----------------------------------------------------------I
2 I Aufbau und I a) Aufbau und Aufgaben des I
I Organisation I ausbildenden Betriebes erlaeutern I
I des I b) Grundfunktionen des ausbildenden I
I Ausbildungs- I Betriebes, wie Beschaffung, I
I betriebes I Fertigung, Absatz und I
I (§ 3 Nr. 2) I Verwaltung, erklaeren I
I I c) Beziehungen des ausbildenden I
I I Betriebes und seiner Belegschaft I
I I zu Wirtschaftsorganisationen, I
I I Berufsvertretungen und I
I I Gewerkschaften nennen I
I I d) Grundlagen, Aufgaben und I
I I Arbeitsweise der betriebs- I
I I verfassungsrechtlichen Organe I
I I des ausbildenden Betriebes I
I I beschreiben I
-----------------------------------------------------------I
3 I Arbeits- und I a) wesentliche Teile des I
I Tarifrecht, I Arbeitsvertrages nennen I
I Arbeitsschutz I b) wesentliche Bestimmungen der fuer I
I (§ 3 Nr. 3) I den ausbildenden Betrieb geltenden
I I Tarifvertraege nennen I
I I c) Aufgaben des betrieblichen I
I I Arbeitsschutzes sowie der I
I I zustaendigen Berufsgenossenschaft I
I I und der Gewerbeaufsicht I
I I erlaeutern I
I I d) wesentliche Bestimmungen der fuer I
I I den ausbildenden Betrieb I
I I geltenden Arbeitsschutzgesetze I
I I nennen I
-----------------------------------------------------------I
4 I Arbeits- I a) berufsbezogene Vorschriften der I waehrend der
I sicherheit, I Traeger der gesetzlichen I gesamten
I Umweltschutz I Unfallversicherung, insbesondere I Ausbildung zu
I und I Unfallverhuetungsvorschriften, I vermitteln
I rationelle I Richtlinien und Merkblaetter, I
I Energie- I nennen I
I verwendung I b) berufsbezogene Arbeitsschutz- I
I (§ 3 Nr. 4) I vorschriften bei den I
I I Arbeitsablaeufen anwenden I
I I c) Verhaltensweisen bei Unfaellen I
I I und Braenden beschreiben sowie I
I I Massnahmen der Ersten Hilfe I
I I einleiten I
I I d) wesentliche Vorschriften der I
I I Feuerverhuetung nennen sowie I
I I Brandschutzeinrichtungen und I
I I Brandbekaempfungsgeraete bedienen I
I I e) Gefahren, die von Giften, I
I I Daempfen, Gasen, leicht I
I I entzuendbaren Stoffen sowie vom I
I I elektrischen Strom ausgehen, I
I I beachten I
I I f) fuer den ausbildenden Betrieb I
I I geltende wesentliche I
I I Vorschriften ueber den I
I I Immissions- und Gewaesserschutz I
I I sowie ueber die Reinhaltung der I
-5-
I I Luft nennen und beachten I
I I g) arbeitsplatzbedingte Umwelt- I
I I belastungen nennen und zu ihrer I
I I Verringerung beitragen I
I I h) die im Ausbildungsbetrieb I
I I verwendeten Energiearten nennen I
I I und Moeglichkeiten rationeller I
I I Energieverwendung im beruflichen I
I I Einwirkungs- und Beobachtungs- I
I I bereich anfuehren I
-------
*) Fuer das erste Ausbildungsjahr sind die Ausbildungsinhalte der
Berufe Goldschmied/Goldschmiedin, Silberschmied/Silberschmiedin
und Edelsteinfasser/Edelsteinfasserin gleich.
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5 I Inbetriebnehmen a) Werkzeuge, Geraete und Maschinen I I I
I von I durch Reinigen pflegen und vor I I I
I Maschinen I Korrosion schuetzen I I I
I sowie Warten I b) Betriebsbereitschaft von I I I
I von Betriebs- I Maschinen pruefen und I I I
I mitteln I sicherstellen, insbesondere im I I I
I (§ 3 Nr. 5) I Hinblick auf Befestigung, I I I
I I Schmierung, Kuehlung und I I I
I I Energieversorgung I I I
I I c) Betriebsstoffe, insbesondere I 2 I I
I I Oele, Kuehl- und Schmierstoffe, I I I
I I nach Betriebsvorschriften I I I
I I wechseln und auffuellen I I I
I I d) Werkzeuge, Maschinen und I I I
I I Vorrichtungen einrichten und I I I
I I einstellen sowie nach Anweisung I I I
I I und Wartungsunterlagen warten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
6 I Auswaehlen, I a) Metalle und deren Legierungen I I I
I Vorbereiten, I sowie Hilfsstoffe unter I I I
I Handhaben und I Beachtung ihrer Eigenschaften I I I
I Lagern von I sowie im Hinblick auf die I I I
I Werk- und I gestellten Anforderungen I I I
I Hilfsstoffen I auswaehlen und vorbereiten I I I
I (§ 3 Nr. 6) I b) Wertverhaeltnisse von Metallen I I I
I I und deren Legierungen, die zu I I I
I I be- oder verarbeiten sind, I I I
I I nennen sowie Metallvorkommen und I I I
I I -gewinnungsarten erlaeutern I I I
I I c) Hilfsstoffe, insbesondere Saeuren I I I
I I und Saeurengemische, Laugen, I 2*) I I
I I Salze und Gase sowie Oele, Kuehl- I I I
I I und Schmierstoffe, I I I
I I unterscheiden, ihrer Verwendung I I I
I I nach zuordnen, nach Anweisung I I I
I I und Unterlagen unter Beachtung I I I
I I ihrer Gefaehrlichkeiten anwenden I I I
I I sowie vorschriftsmaessig lagern I I I
I I d) unter Beachtung der I I I
I I Umweltschutzvorschriften beim I I I
I I Entsorgen von Hilfsstoffen, I I I
I I insbesondere Saeuren, Laugen, I I I
I I Salzen und Gasen sowie Oelen, I I I
I I Kuehl- und Schmierstoffen, I I I
I I mitwirken I I I
I I e) Edelmetalle nach werkstatt- I I I
I I ueblichen Verfahren pruefen I I I
-6-
-------------------------------------------------------------------------------
7 I Planen von I a) Umsetzung von vorgegebenen I I I
I Arbeits- I Entwuerfen planen I I I
I ablaeufen I b) Arbeitsschritte unter I I I
I (§ 3 Nr. 7) I Beruecksichtigung funktionaler, I I I
I I konstruktiver, fertigungs- I I I
I I technischer und wirtschaftlicher I 4*) I I
I I Gesichtspunkte planen I I I
I I c) Masse und Gewichte festlegen I I I
I I d) Einrichtung des Arbeitsplatzes I I I
I I an Werkbank und Maschinen planen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I e) Umsetzung eigener Entwuerfe unter I I I
I I Beachtung technischer I I I
I I Moeglichkeiten und Grenzen sowie I I I
I I gestalterischer Absicht planen I I I
I I f) Arbeitsablauf selbstaendig unter I I 4 I
I I Beruecksichtigung I I I
I I organisatorischer und I I I
I I informatorischer Notwendigkeiten I I I
I I sowie Dauer der Arbeitsgaenge I I I
I I planen und die Durchfuehrung I I I
I I selbstaendig vorbereiten I I I
I I g) gestalterische Pruefkriterien I I I
I I entwickeln, insbesondere unter I I I
I I Beachtung von Proportionen und I I I
I I von Formqualitaet des Entwurfs I I I
-------------------------------------------------------------------------------
8 I Messen und I a) Pruef- und Messmittel zur I I I
I Kennzeichnen I Kontrolle der Arbeitsergebnisse I I I
I sowie I festlegen I I I
I Kontrollieren I b) Messschieber, Winkelmesser und I I I
I von Arbeits- I Sonderlehren anwenden I I I
I ergebnissen I c) unter Beachtung vorgegebener I I I
I (§ 3 Nr. 8) I Toleranzen I I I
I I aa) Werkstuecke messen I I I
I I bb) Abweichungen vom Sollmass I I I
I I feststellen und korrigieren I I I
I I cc) Werkstuecke anreissen und I I I
I I koernen I I I
I I dd) Flaechen und Formgenauigkeit I I I
I I pruefen I I I
I I ee) Werkstuecke wiegen I 4*) I I
I I d) Oberflaechenqualitaet von I I I
I I Halbzeugen und Werkstuecken durch I I I
I I Sichtpruefen beurteilen I I I
I I e) Arbeitsergebnisse im Hinblick I I I
I I auf Gestaltungsqualitaet I I I
I I beurteilen, insbesondere unter I I I
I I Beachtung von Gestaltungs- I I I
I I kriterien und -vorgaben I I I
I I f) das Gesetz ueber den Feingehalt I I I
I I von Gold- und Silberwaren sowie I I I
I I die gewerblichen Vorschriften I I I
I I ueber den Verkehr mit I I I
I I Edelmetallen, Edelsteinen und I I I
I I Perlen erlaeutern und anwenden I I I
I I g) Edelmetalle stempeln, I I I
I I insbesondere im Hinblick auf I I I
I I Metallart und Feingehalt I I I
-------------------------------------------------------------------------------
9 I Gestalten und I a) unter Beachtung von I I I
-7-
I Darstellen I Gestaltungsprinzipien sowie I I I
I von Schmuck I Moeglichkeiten und Grenzen von I I I
I und Geraet I Darstellungstechniken I 5 I I
I (§ 3 Nr. 9) I aa) Skizzen und Zeichnungen I I I
I I lesen und anfertigen I I I
I I bb) Abwicklungen anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) unter Beachtung von Gestaltungs- I I I
I I prinzipien, insbesondere im I I I
I I Hinblick auf Form, Farbe, Glanz I I I
I I und Struktur, I I I
I I aa) Schmuck skizzieren I I 4 I
I I bb) schwarzweisse und farbige I I I
I I Entwuerfe zu Edelstein- I I I
I I anordnungen an vorgegebenen I I I
I I Schmuckstuecken anfertigen I I I
-------
*) Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgefuehrten
Ausbildungsinhalten zu vermitteln.
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10 I Umformen von I unter Beachtung von Metall- I I I
I Metallen I eigenschaften und gestellten I I I
I (§ 3 Nr. 10) I Anforderungen I I I
I I a) Bleche und Profile walzen I I I
I I b) Draehte und Rohre anfertigen und I I I
I I ziehen I I I
I I c) Draehte und Bleche frei Hand und I 8 I I
I I unter Verwendung von I I I
I I Hilfsmitteln biegen I I I
I I d) Draehte und Bleche schmieden I I I
I I e) Hohlformen aufziehen I I I
I I f) Bleche und Draehte richten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
11 I Trennen und I unter Beachtung von Werkstoff- I I I
I Abtragen I eigenschaften und gestellten I I I
I (§ 3 Nr. 11) I Anforderungen I I I
I I a) Bleche, Rohre und Draehte I I I
I I trennen I I I
I I b) Werkstuecke plan und winklig I I I
I I feilen I I I
I I c) Werkstuecke form- und passgenau I I I
I I feilen I I I
I I d) Werkstuecke unter Beachtung von I I I
I I Druck, Geschwindigkeit und I I I
I I Kuehlung bohren I I I
I I e) Werkstuecke aus- und formfraesen I 6 I I
I I f) Innen- und Aussengewinde I I I
I I schneiden I I I
I I g) Bohrungen und Rohre bis zur I I I
I I Passgenauigkeit aufreiben I I I
I I h) Stechuebungen an Werkstuecken aus I I I
I I Edel- und Unedelmetallen I I I
I I ausfuehren I I I
I I i) entgraten I I I
I I k) Flaechen und Kanten blankschaben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
12 I Fuegen I unter Beachtung von Werkstoff- I I I
I (§ 3 Nr. 12) I eigenschaften und gestellten I I I
I I Anforderungen I I I
I I a) Metalle hart- und weichloeten I I I
I I aa) Loetwerkzeuge, Lote und I I I
I I Flussmittel auswaehlen I I I
-8-
I I bb) Werkstuecke und Halbzeuge zum I I I
I I Loeten vorbereiten und loeten I I I
I I b) Metalle schweissen I 7 I I
I I c) Stiftverbindungen anfertigen und I I I
I I verstiften I I I
I I d) Werkstuecke starr und beweglich I I I
I I vernieten I I I
I I e) Werkstuecke verschrauben I I I
I I f) Teile gleicher oder I I I
I I unterschiedlicher Materialien I I I
I I unter Beachtung der I I I
I I Verarbeitungsbedingungen und I I I
I I -richtlinien kleben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
13 I Legieren und I unter Beachtung der ablaufenden I I I
I Schmelzen I chemischen und physikalischen I I I
I (§ 3 Nr. 13) I Vorgaenge I I I
I I a) Metalle legieren I 2 I I
I I b) Metalle schmelzen I I I
I I c) Metalle gluehen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
14 I Anfertigen I a) Werkzeugstahl bearbeiten I I I
I von Klein- I b) Kleinwerkzeuge haerten, anlassen I 4 I I
I werkzeugen I und nachpolieren I I I
I (§ 3 Nr. 14) I---------------------------------------------------------
I I c) unter Beachtung der Einsatzart I I I
I I aa) Stichel richten I I 2 I
I I bb) Kittstoecke anfertigen I I I
I I cc) Zentrums- und Spitzbohrer I I I
I I anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I dd) An- und Ausdruecker sowie I I I
I I Bockfuss, Punzen und Anreiss- I I I
I I spitze anfertigen I I I 2
I I ee) Korn- und Millegriffes-Eisen I I I
I I sowie Kornbohrer und I I I
I I Anreiber anfertigen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
15 I Behandeln von I a) unter Beachtung der Schleif- und I I I
I Oberflaechen I Poliereigenschaften von I I I
I (§ 3 Nr. 15) I Werkstoffen sowie von Schleif- I I I
I I und Poliermitteln in manuellen I I I
I I und maschinellen Verfahren I I I
I I aa) Oberflaechen durch Buersten I I I
I I verdichten und strukturieren I 4 I I
I I bb) Flaechen abziehen I I I
I I cc) Werkstuecke bis zur I I I
I I Polierfaehigkeit schmirgeln I I I
I I dd) schleifen und polieren I I I
I I ee) mattieren I I I
I I---------------------------------------------------------
I I b) unter Beachtung von Umwelt- und I I I
I I Gesundheitsschutzvorschriften I I I
I I aa) galvanische Ueberzuege I I 2 I
I I herstellen I I I
I I bb) Metalle mit chemischen I I I
I I Hilfsmitteln faerben I I I
-------------------------------------------------------------------------------
16 I Erkennen und I unter Beachtung der Eigenschaften I I I
I Zuordnen von I von Edelsteinen und organischen I I I
I Edelsteinen I Stoffen I I I
I und I a) Edelsteine und organische Stoffe I I I
-9-
I organischen I erkennen, zuordnen und handhaben I I I 4
I Stoffen I b) Wertverhaeltnisse von Edelsteinen I I I
I (§ 3 Nr. 16) I und organischen Stoffen sowie I I I
I I Sorgfaltspflichten beim Umgang I I I
I I mit diesen Stoffen beachten I I I
I I c) Einschluesse und Risse mit I I I
I I optischen Geraeten erkennen sowie I I I
I I Gefahren des Ausspringens beim I I I
I I Fassen beachten I I I
-------------------------------------------------------------------------------
17 I Anfertigen I unter Beachtung der gestalterischen I I I
I und Montieren I Absicht Zargen und Fassungen I I I
I von Zargen I anfertigen und montieren I 4 I I
I und Fassungen I I I I
I (§ 3 Nr. 17) I I I I
-------------------------------------------------------------------------------
18 I Fassen von I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I Unedel- und I Absicht sowie Steineigenschaften, I I I
I Edelsteinen I insbesondere der Haerte und I I I
I in Chaton-, I Lichtbrechung, und von I I I
I Zargen- und I Sorgfaltspflichten I I I
I angeriebenen I a) Verschnittplatten vorbereiten, I I I
I Fassungen I insbesondere a-jour-saegen I I 6 I
I (§ 3 Nr. 18) I b) Fassungen fuer Steine justieren I I I
I I c) Steine in runden und ovalen I I I
I I Chaton- und Zargenfassungen I I I
I I fassen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I d) Steine in Chatonfassungen I I I
I I fassen, insbesondere I I I
I I quadratische, rechteckige, I I I
I I achteckige, Navette-, Baguette-, I I I
I I Carreefassungen, Tropfen-, I I I
I I Halbmond-, Herz- und I I I
I I Fantasieformen I I I
I I e) Steine in Zargenfassungen I I I
I I fassen, insbesondere I I I
I I quadratische, rechteckige, I I I
I I achteckige, Navette-, Kasten-, I I I
I I Bogen-, Spann-, Spiegel- I I I 12
I I fassungen, Tropfen-, Halbmond-, I I I
I I Herz- und Fantasieformen I I I
I I f) Steine in Halbzargen fassen, I I I
I I insbesondere Navette und Carree I I I
I I in Eckwinkeln fassen I I I
I I g) Edel- und synthetische Steine in I I I
I I Facetten- und Chabochonform I I I
I I durch Anreiben fassen, I I I
I I insbesondere Steine in runden, I I I
I I ovalen, eckigen und I I I
I I Fantasieformen I I I
-------------------------------------------------------------------------------
19 I Anfertigen I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I von I Absicht sowie von Moeglichkeiten und I I I
I Verschnitt I Grenzen des Verschneidens I I I
I (§ 3 Nr. 19) I a) gerade und gebogene Linien I I I
I I stechen, insbesondere mit I I I
I I Spitz-, Facetten- und I I I
I I Hohlstichel I I I
I I b) Entwuerfe auf Metallplatten I I I
I I uebertragen sowie nachstechen I I I
I I c) manuell und maschinell bohren, I I I
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I I insbesondere unter Beachtung von I I 12 I
I I vorgegebenen Fassungsformen, I I I
I I Steinabstaenden, Kornanordnungen I I I
I I und Verschnittarten I I I
I I d) Formen ohne Bohrungen mit I I I
I I Facetten- und Flachstichel I I I
I I verschneiden I I I
I I e) Formen mit Bohrungen und Koernern I I I
I I verschneiden, insbesondere I I I
I I Stern-, Dreieck-, Karo-, I I I
I I Navette-, Tulpen- und I I I
I I Fantasieformen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I f) gleich- und auslaufende Korn- I I I
I I reihen und Fadenfassungen auf I I I
I I ebenem und modelliertem I I I
I I Untergrund mit Zwei-Korn, I I I
I I Vier-Korn und Fuenf-Korn I I I
I I verschneiden I I I
I I g) Fasskoerner in gleich- und I I I
I I auslaufenden Kornreihen I I I
I I aufstellen und aus der Rippe I I I
I I versaeubern und verschneiden I I 10 I
I I h) Blendrosen verschneiden I I I
I I i) Ornamente auf ebenem und I I I
I I modelliertem Untergrund I I I
I I aufzeichnen sowie bohren, Korn I I I
I I aufstellen und verschneiden I I I
I I---------------------------------------------------------
I I k) Pavee verschneiden I I I
I I aa) quadratische Formen I I I
I I anfertigen, insbesondere mit I I I
I I vier, neun und sechzehn I I I
I I gleich grossen parallel- I I I
I I verlaufenden Bohrungen I I I
I I bb) Rhombusformen anfertigen, I I I
I I insbesondere mit vier, neun I I I
I I und sechzehn versetzten I I I
I I gleich grossen Bohrungen I I 8 I
I I cc) Dreieckformen anfertigen, I I I
I I insbesondere mit drei, zehn I I I
I I und fuenfzehn versetzten I I I
I I gleich grossen Bohrungen I I I
I I dd) Sechseck- und Kreisformen I I I
I I anfertigen, insbesondere mit I I I
I I sieben, neunzehn und I I I
I I siebenunddreissig versetzten I I I
I I gleichlaufenden Bohrungen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I ee) Fantasieformen anfertigen, I I I
I I insbesondere mit versetzten I I I
I I und parallellaufenden I I I
I I unterschiedlich grossen I I 4 I
I I Bohrungen I I I
I I l) Fadenfassungen und Pavee als I I I
I I abgedeckte Fassungen anfertigen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I m) Modelle mit unterschiedlichen I I I
I I Fassungen gussgerecht I I I 8
I I verschneiden I I I
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20 I Fassen von I Steine vor und nach dem I I I
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I Unedel- und I Verschneiden fassen, insbesondere I I I
I Edelsteinen I unter Beachtung von gestalterischer I I I
I in I Absicht sowie Eigenschaften von I I I
I Verschnitt- I Unedel- und Edelsteinen I I I
I fassungen und I a) gleich- und auslaufende Faden- I I I
I kombinierten I fassungen auf ebenem und I I I
I Fassungen I modelliertem Untergrund I I I
I (§ 3 Nr. 20) I einteilen, bohren und mit I I I 10
I I Zwei-Korn, Vier-Korn, Fuenf-Korn, I I I
I I Sechs-Korn, Stege- und Fantasie- I I I
I I formen anfertigen I I I
I I b) Inkrustationen anfertigen I I I
I I c) Dreieckform und quadratische I I I
I I Formen fassen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I d) Pavee fassen mit Zwei-Korn, I I I
I I Vier-Korn und Fuenf-Korn parallel I I I
I I und versetzt mit gleich grossen I I I
I I und unterschiedlich grossen I I I
I I Steinen I I I
I I e) abgedeckt fassen mit Zwei-Korn, I I I 14
I I Vier-Korn und Fuenf-Korn I I I
I I f) Millegriffes an verschnittenen I I I
I I und Zargenfassungen radeln und I I I
I I druecken I I I
I I---------------------------------------------------------
I I g) runde und eckige Steine unter I I I
I I Beruecksichtigung I I I 4
I I unterschiedlicher Fassarten in I I I
I I Allianzringen fassen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I h) Steine, insbesondere Baguettes I I I
I I und Carrees, glatt und I I I
I I kombiniert mit Stotzen I I I
I I aa) durch Befestigen von zwei I I I 8
I I Seiten fassen I I I
I I bb) durch Unterjustieren von I I I
I I einer Seite fassen I I I
I I---------------------------------------------------------
I I i) Steine glatt und mit Stotzen in I I I
I I Karmosierungen fassen I I I
I I k) unterschiedliche Fasstechniken in I I I 16
I I einem Werkstueck kombinieren I I I
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