Verordnung ueber die Anwendung von
Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen,
Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln
nach den Grundsaetzen der guten fachlichen
Praxis beim Duengen (Duengeverordnung - DueV)
DueV

vom  10.01.2006



"Duengeverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Februar 2007 (BGBl. I S.
22), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 6. Februar 2009 (BGBl. I S. 153) geaendert
worden ist"

Stand:     Neugefasst durch Bek. v. 27.2.2007 I 22;
           geaendert durch Art. 1 V v. 6.2.2009 I 153

Die Verordnung dient auch der Umsetzung der Richtlinie 91/676/EWG des Rates vom
12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewaesser vor Verunreinigungen durch Nitrat aus
landwirtschaftlichen Quellen (ABl. EG Nr. L 375 S. 1).

Fussnote

 Textnachweis ab: 14. 1.2006      Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
     Umsetzung der
       EWGRL 676/91                 (CELEX Nr: 391L0676)

§ 1 Geltungsbereich
Die Verordnung regelt
1. die gute fachliche Praxis bei der Anwendung von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen,
   Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln auf landwirtschaftlich genutzten Flaechen,
2. das Vermindern von stofflichen Risiken durch die Anwendung von Duengemitteln,
   Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln auf landwirtschaftlich
   genutzten Flaechen und auf anderen Flaechen, soweit diese Verordnung dies
   ausdruecklich bestimmt.

§ 2 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieser Verordnung sind:
1.    landwirtschaftlich genutzte Flaeche:
      pflanzenbaulich genutztes Ackerland, gartenbaulich genutzte Flaechen, Gruenland,
      Obstflaechen, weinbaulich genutzte Flaechen, Hopfenflaechen, Baumschulflaechen;
      zur landwirtschaftlich genutzten Flaeche gehoeren auch befristet aus der
      landwirtschaftlichen Erzeugung genommene Flaechen, soweit diesen Flaechen
      Duengemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel zugefuehrt
      werden; zur landwirtschaftlich genutzten Flaeche gehoeren nicht in geschlossenen
      oder bodenunabhaengigen Kulturverfahren genutzte Flaechen;
2.    Schlag:
      eine einheitlich bewirtschaftete, raeumlich zusammenhaengende und mit der gleichen
      Pflanzenart oder mit Pflanzenarten mit vergleichbaren Naehrstoffanspruechen
      bewachsene oder zur Bestellung vorgesehene Flaeche;
3.    Bewirtschaftungseinheit:

                                               -1-
        
                                                                                

       mehrere Schlaege, die vergleichbare Standortverhaeltnisse aufweisen, einheitlich
       bewirtschaftet werden und mit der gleichen Pflanzenart oder mit Pflanzenarten mit
       vergleichbaren Naehrstoffanspruechen bewachsen oder zur Bestellung vorgesehen sind;
4.     Duengejahr:
       Zeitraum von zwoelf Monaten, auf den sich die Bewirtschaftung des ueberwiegenden
       Teiles der landwirtschaftlich genutzten Flaeche, insbesondere die dazugehoerige
       Duengung, bezieht;
5.     Duengung:
       Zufuhr von Pflanzennaehrstoffen ueber Duengemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate
       oder Pflanzenhilfsmittel zur Erzeugung von Nutzpflanzen sowie zur Erhaltung der
       Fruchtbarkeit der Boeden;
6.     Naehrstoffzufuhr:
       Summe der ueber Duengung und dem Naehrstoffeintrag ausserhalb einer Duengung
       zugefuehrten Naehrstoffmengen;
7.     Naehrstoffbedarf:
       Naehrstoffmenge, die zur Erzielung eines bestimmten Ertrages oder einer bestimmten
       Qualitaet notwendig ist;
8.     Duengebedarf:
       Naehrstoffmenge, die den Naehrstoffbedarf einer Kultur nach Abzug sonstiger
       verfuegbarer Naehrstoffmengen und unter Beruecksichtigung der Naehrstoffversorgung des
       Bodens abdeckt;
9.     wesentliche Naehrstoffmenge:
       eine zugefuehrte Naehrstoffmenge je Hektar und Jahr von mehr als 50 Kilogramm
       Stickstoff (Gesamt-N) oder 30 Kilogramm Phosphat (P(tief)2O(tief)5);
10.    wesentlicher Naehrstoffgehalt:
       Naehrstoffgehalt in der Trockenmasse von mehr als 1,5 vom Hundert Stickstoff
       (Gesamt-N) oder 0,5 vom Hundert Phosphat (P(tief)2O(tief)5);
11.    wesentlicher Gehalt an verfuegbarem Stickstoff:
       der in einer Calciumchloridloesung loesliche Anteil von ueber 10 vom Hundert bei
       einem Gesamtstickstoffgehalt in der Trockenmasse von mehr als 1,5 vom Hundert;
12.    gefrorener Boden:
       Boden, der durchgaengig gefroren ist und im Verlauf des Tages nicht oberflaechig
       auftaut.

§ 3 Grundsaetze fuer die Anwendung
(1) Vor der Aufbringung von wesentlichen Naehrstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat
mit Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln
ist der Duengebedarf der Kultur sachgerecht festzustellen. Erfordernisse fuer die
Erhaltung der standortbezogenen Bodenfruchtbarkeit sind zusaetzlich zu beruecksichtigen.
Die Duengebedarfsermittlung muss so erfolgen, dass ein Gleichgewicht zwischen dem
voraussichtlichen Naehrstoffbedarf und der Naehrstoffversorgung gewaehrleistet ist.

(2) Die Ermittlung des Duengebedarfs erfolgt fuer jeden Schlag oder jede
Bewirtschaftungseinheit unter Beruecksichtigung folgender Einflussfaktoren:
1. des Naehrstoffbedarfs des Pflanzenbestandes fuer die unter den jeweiligen Standort-
   und Anbaubedingungen zu erwartenden Ertraege und Qualitaeten; dabei sind fuer
   Stickstoff die Werte nach Anlage 1 heranzuziehen,
2. der im Boden verfuegbaren und voraussichtlich waehrend des Wachstums des jeweiligen
   Pflanzenbestandes als Ergebnis der Standortbedingungen, besonders des Klimas, der
   Bodenart und des Bodentyps, zusaetzlich pflanzenverfuegbar werdenden Naehrstoffmengen,
   sowie der Naehrstofffestlegung; dabei sind
      a) fuer die Nachlieferung von Stickstoff aus der Vorkultur waehrend des Wachstums die
         Werte nach Anlage 2 und
      b) fuer die Ausnutzung des Stickstoffs aus organischen Duengemitteln die Werte nach
         Anlage 3

                                              -2-
      
                                                                              

   heranzuziehen,
3. des Kalkgehalts oder der Bodenreaktion (pH-Wert) und des Humusgehalts des Bodens,
4. der durch Bewirtschaftung - ausgenommen Duengung - einschliesslich Bewaesserung
   zugefuehrten und waehrend des Wachstums des Pflanzenbestandes nutzbaren
   Naehrstoffmengen,
5. der Anbaubedingungen, welche die Naehrstoffverfuegbarkeit beeinflussen, besonders
   Kulturart, Vorfrucht, Bodenbearbeitung und Bewaesserung.
Zusaetzlich sollen Ergebnisse regionaler Feldversuche herangezogen werden.

(3) Vor der Aufbringung wesentlicher Naehrstoffmengen sind die im Boden verfuegbaren
Naehrstoffmengen vom Betrieb zu ermitteln
1. fuer Stickstoff auf jedem Schlag oder jeder Bewirtschaftungseinheit - ausser auf
   Dauergruenlandflaechen - fuer den Zeitpunkt der Duengung, mindestens aber jaehrlich,
   a) durch Untersuchung repraesentativer Proben oder
   b) nach Empfehlung der nach Landesrecht fuer die landwirtschaftliche Beratung
      zustaendigen Stelle oder einer von dieser empfohlenen Beratungseinrichtung
      aa)   durch Uebernahme der Ergebnisse der Untersuchungen vergleichbarer Standorte
            oder
      bb)   durch Anwendung von Berechnungs- und Schaetzverfahren, die auf
            fachspezifischen Erkenntnissen beruhen.

   Die Probennahmen und Untersuchungen sind nach Vorgaben der nach Landesrecht
   zustaendigen Stelle durchzufuehren.
2. fuer Phosphat auf Grundlage der Untersuchung repraesentativer Bodenproben, die fuer
   jeden Schlag ab ein Hektar, in der Regel im Rahmen einer Fruchtfolge, mindestens
   alle sechs Jahre durchzufuehren sind. Ausgenommen sind Flaechen nach § 5 Abs. 4 Nr.
   2.
Die Bodenuntersuchungen sind von einem durch die zustaendige Stelle nach anderen
Vorschriften zugelassenen Labor durchzufuehren.

(4) Aufbringungszeitpunkt und -menge sind bei Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen,
Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln so zu waehlen, dass verfuegbare oder
verfuegbar werdende Naehrstoffe den Pflanzen weitestmoeglich zeitgerecht in einer dem
Naehrstoffbedarf der Pflanzen entsprechenden Menge zur Verfuegung stehen.

(5) Das Aufbringen von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und
Pflanzenhilfsmitteln mit wesentlichen Naehrstoffgehalten an Stickstoff oder Phosphat
darf nicht erfolgen, wenn der Boden ueberschwemmt, wassergesaettigt, gefroren oder
durchgaengig hoeher als fuenf Zentimeter mit Schnee bedeckt ist. Abweichend von Satz
1 duerfen Kalkduenger nach Anlage 1 Abschnitt 1 der Duengemittelverordnung mit einem
Gehalt von weniger als 2 vom Hundert Phosphat (P(tief)2O(tief)5) auf gefrorenen Boden
aufgebracht werden.

(6) Beim Aufbringen von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und
Pflanzenhilfsstoffen mit wesentlichen Naehrstoffgehalten an Stickstoff oder Phosphat ist
1. ein direkter Eintrag von Naehrstoffen in oberirdische Gewaesser durch Einhaltung
   eines Abstandes von mindestens drei Metern zwischen dem Rand der durch die
   Streubreite bestimmten Ausbringungsflaeche und der Boeschungsoberkante des jeweiligen
   oberirdischen Gewaessers zu vermeiden,
2. dafuer zu sorgen, dass kein Abschwemmen in oberirdische Gewaesser erfolgt.
Abweichend von Satz 1 Nr. 1 betraegt der Abstand mindestens einen Meter, soweit fuer das
Ausbringen der Stoffe nach Satz 1 Geraete, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite
entspricht oder die ueber eine Grenzstreueinrichtung verfuegen, verwendet werden.

(7) Auf Ackerflaechen, die innerhalb eines Abstandes von 20 Metern zur
Boeschungsoberkante eines Gewaessers nach Absatz 6 eine Hangneigung von durchschnittlich
mehr als 10 vom Hundert zu diesem Gewaesser aufweisen (stark geneigte Flaechen), duerfen
innerhalb dieses Bereichs Duengemittel mit wesentlichen Naehrstoffgehalten an Stickstoff
                                          -3-
      
                                                                              

oder Phosphat innerhalb eines Abstandes von drei Metern zur Boeschungsoberkante nicht
und im Uebrigen nur wie folgt aufgebracht werden:
1. innerhalb des Bereichs zwischen drei und zehn Metern Entfernung zur
   Boeschungsoberkante nur, wenn die Duengemittel direkt in den Boden eingebracht
   werden,
2. auf dem verbleibenden Teil der Flaeche
   a) bei unbestellten Ackerflaechen nur bei sofortiger Einarbeitung,
   b) auf bestellten Ackerflaechen
      aa)   mit Reihenkultur (Reihenabstand von 45 Zentimetern und mehr) nur bei
            entwickelter Untersaat oder bei sofortiger Einarbeitung,
      bb)   ohne Reihenkultur nur bei hinreichender Bestandsentwicklung oder
      cc)   nach Anwendung von Mulch- oder Direktsaatverfahren.

Satz 1 Nr. 1 gilt nicht fuer die Aufbringung von Festmist, ausgenommen Gefluegelkot. Die
Vorgaben des Satzes 1 Nr. 2 gelten fuer die Aufbringung von Festmist fuer den gesamten
Bereich zwischen drei und 20 Metern Entfernung zur Boeschungsoberkante. Absatz 6 bleibt
unberuehrt.

(8) Die Absaetze 6 und 7 gelten nicht fuer Gewaesser, soweit diese nach § 1 Abs. 2 des
Wasserhaushaltsgesetzes von dessen Anwendung ausgenommen sind.

(9) Wasserrechtliche Abstands- und Bewirtschaftungsregelungen, die ueber die Regelungen
der Absaetze 6 und 7 hinausgehen, bleiben unberuehrt.

(10) Geraete zum Ausbringen von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder
Pflanzenhilfsmitteln muessen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.
Das Aufbringen von Stoffen nach Satz 1 mit Geraeten nach Anlage 4 ist ab dem 1. Januar
2010 verboten. Geraete, die bis zum 14. Januar 2006 in Betrieb genommen wurden, duerfen
abweichend von Satz 2 noch bis zum 31. Dezember 2015 fuer das Aufbringen benutzt werden.

§ 4 Zusaetzliche Vorgaben fuer die Anwendung von bestimmten Duengemitteln,
Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln
(1) Das Aufbringen von organischen Duengemitteln oder organisch-mineralischen
Duengemitteln nach Anlage 1 Abschnitt 3 der Duengemittelverordnung, Bodenhilfsstoffen,
Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln mit jeweils ueberwiegend organischen
Bestandteilen einschliesslich Wirtschaftsduenger darf nur erfolgen, wenn vor dem
Aufbringen ihre Gehalte an Gesamtstickstoff und Phosphat, im Falle von Guelle,
Jauche, sonstigen fluessigen organischen Duengemitteln oder Gefluegelkot zusaetzlich der
Ammoniumstickstoff
1. auf Grund vorgeschriebener Kennzeichnung dem Betrieb bekannt,
2. auf der Grundlage von Daten der nach Landesrecht zustaendigen Stelle von dem Betrieb
   ermittelt worden oder
3. auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter Messmethoden vom Betrieb oder in
   dessen Auftrag festgestellt worden sind.

(2) Wer Guelle, Jauche, sonstige fluessige organische oder organisch-mineralische
Duengemittel mit wesentlichen Gehalten an verfuegbarem Stickstoff oder Gefluegelkot auf
unbestelltes Ackerland aufbringt, hat diese unverzueglich einzuarbeiten.

(3) Aus Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft, auch in Mischungen, duerfen unbeschadet
der Vorgaben nach § 3 Naehrstoffe nur so ausgebracht werden, dass die aufgebrachte
Menge an Gesamtstickstoff im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Flaechen
des Betriebes 170 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar und Jahr nicht ueberschreitet.
Fuer die Ermittlung der mit Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft aufgebrachten
Stickstoffmenge einschliesslich des Weideganges sind mindestens die Werte nach Anlage 5
und Anlage 6 Zeilen 6 bis 9 Spalte 2 oder 3 anzusetzen. Andere Werte duerfen verwendet
werden bei der Haltung von Tierarten, die mit Anlage 6 nicht erfasst werden oder

                                            -4-
      
                                                                              

wenn der Betrieb gegenueber der nach Landesrecht zustaendigen Stelle nachweist, dass
die aufgebrachte Stickstoffmenge - insbesondere durch besondere Haltungs- oder
Fuetterungsverfahren - abweicht. Flaechen, die fuer eine Aufbringung nach Absatz 4
herangezogen werden, sind vor der Berechnung des Flaechendurchschnitts von der zu
beruecksichtigenden Flaeche abzuziehen.

(4) Auf Gruenland und auf Feldgras duerfen Wirtschaftsduenger tierischer Herkunft so
aufgebracht werden, dass die mit ihnen aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff im
Durchschnitt dieser Flaechen 230 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar und Jahr nicht
ueberschreitet, soweit
1. bei Gruenlandnutzung dieses Gruenland jaehrlich mit mindestens vier Schnitten oder
   drei Schnitten und Weidehaltung intensiv genutzt wird,
2. ausschliesslich Schleppschlauch, Schleppschuh, Schlitzscheibe oder andere den
   Stickstoffverlust vermindernde Verfahren eingesetzt werden,
3. der betriebliche Naehrstoffueberschuss bei Stickstoff im Vorjahr die Werte nach § 6
   Abs. 2 nicht ueberschritten hat,
4. durch die erhoehte Duengung der betriebliche Naehrstoffueberschuss fuer Phosphat
   (P(tief)2O(tief)5) den in § 6 Abs. 2 Nr. 2 genannten Wert nicht ueberschreitet,
5. der nach Landesrecht zustaendigen Stelle fuer diese Flaechen die
   Duengebedarfsermittlung nach § 3 Abs. 1 und 2 und fuer die drei Jahre vor
   Antragstellung die Naehrstoffvergleiche nach § 5 Abs. 1 vorliegen und die
   nach Landesrecht zustaendige Stelle das Aufbringen in der vorgesehenen Hoehe
   genehmigt; die nach Landesrecht zustaendige Stelle hat bei ihrer Entscheidung
   die Bewirtschaftungsziele im Sinne der §§ 25a bis 25d, 32c und 33a des
   Wasserhaushaltsgesetzes einzubeziehen,
6. die tatsaechlichen Voraussetzungen nach Nummer 1 sich im genehmigten Zeitraum nicht
   aendern.
Die Genehmigung nach Satz 1 Nr. 5 ist nach jeweils einem Jahr erneut zu beantragen.
Fuer die Ermittlung der mit Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft aufgebrachten
Stickstoffmenge einschliesslich des Weideganges sind mindestens die Werte nach Anlage 5
und Anlage 6 Zeilen 6 bis 9 Spalte 2 oder 3 anzusetzen. Andere Werte duerfen verwendet
werden bei der Haltung von Tierarten, die mit Anlage 6 nicht erfasst werden oder
wenn der Landwirt gegenueber der zustaendigen Behoerde nachweist, dass die ausgebrachte
Stickstoffmenge - insbesondere durch besondere Fuetterungsverfahren - abweicht. In
den Jahren 2006 bis 2008 kann die nach Landesrecht zustaendige Stelle an Stelle der
Nachweise nach Satz 1 Nr. 5 andere betriebliche Nachweise der Entscheidung zugrunde
legen.

(5) Duengemittel mit wesentlichem Gehalt an verfuegbarem Stickstoff, ausgenommen Festmist
ohne Gefluegelkot, duerfen zu den nachfolgend genannten Zeiten nicht aufgebracht werden:
1. auf Ackerland vom 1. November bis 31. Januar,
2. auf Gruenland vom 15. November bis 31. Januar.
Die nach Landesrecht zustaendige Stelle kann fuer die zeitliche Begrenzung nach Satz
1 andere Zeiten genehmigen, soweit die Dauer des Zeitraumes ohne Unterbrechung bei
Ackerland zwoelf Wochen und bei Gruenland zehn Wochen nicht unterschreitet. Fuer die
Genehmigung sind regionaltypische Gegebenheiten, insbesondere Witterung oder Beginn
und Ende des Pflanzenwachstums, sowie Ziele des Boden- und des Gewaesserschutzes
heranzuziehen. Die zustaendige Stelle kann dazu weitere Auflagen zur Ausbringung treffen
und die Dauer der Genehmigung zeitlich begrenzen.

(6) Auf Ackerland duerfen nach der Ernte der letzten Hauptfrucht vor dem Winter Guelle,
Jauche und sonstige fluessige organische sowie organisch-mineralische Duengemittel mit
wesentlichen Gehalten an verfuegbarem Stickstoff oder Gefluegelkot nur
1. zu im gleichen Jahr angebauten Folgekulturen einschliesslich Zwischenfruechten bis in
   Hoehe des aktuellen Duengebedarfes an Stickstoff der Kultur oder
2. als Ausgleichsduengung zu auf dem Feld verbliebenem Getreidestroh,



                                            -5-
      
                                                                              

jedoch insgesamt nicht mehr als 40 Kilogramm Ammoniumstickstoff oder 80 Kilogramm
Gesamtstickstoff je Hektar aufgebracht werden.

§ 5 Naehrstoffvergleich
(1) Der Betriebsinhaber hat jaehrlich spaetestens bis zum 31. Maerz gemaess Anlage 7 einen
betrieblichen Naehrstoffvergleich fuer Stickstoff und fuer Phosphat fuer das abgelaufene
Duengejahr als
1. Flaechenbilanz oder
2. aggregierte Schlagbilanz auf der Grundlage von Naehrstoffvergleichen fuer jeden
   Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit
zu erstellen und zu einem jaehrlich fortgeschriebenen mehrjaehrigen Naehrstoffvergleich
nach Anlage 8 zusammenzufassen.

(2) Bei Verwendung von Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft hat der Betriebsinhaber
zur Feststellung des zugefuehrten Stickstoffs mindestens die Werte nach Anlage 6 Spalten
4 und 5 Zeilen 6 bis 9, fuer den anteiligen Weidegang den Wert nach Anlage 6 Zeile
10, zugrunde zu legen. Der Betriebsinhaber darf entsprechend der von ihm eingesetzten
Ausbringungstechnik hoechstens die sich daraus ergebenden Verluste beruecksichtigen.

(3) Um Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei der Anwendung bestimmter
Duengemittel, beim Anbau bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Qualitaeten,
der Haltung bestimmter Tierarten oder der Nutzung bestimmter Haltungsformen oder
nicht zu vertretender Ernteausfaelle Rechnung zu tragen, darf der Betriebsinhaber
weitere unvermeidliche Ueberschuesse oder erforderliche Zuschlaege nach Vorgabe oder
in Abstimmung mit der nach Landesrecht zustaendigen Stelle beruecksichtigen (Anlage 6
Zeile 15). Ausserdem darf der Betriebsinhaber fuer die Ermittlung der Ergebnisse des
Stickstoffvergleichs die Werte nach Anlage 6 Zeilen 12 bis 14, bezogen auf die letzte
Kultur vor dem Winter, beim Anbau der dort genannten Kulturen beruecksichtigen. Satz
2 gilt nicht beim einmaligen Anbau einer Gemuesekultur innerhalb einer Fruchtfolge
innerhalb eines Duengejahres.

(4) Von Absatz 1 sind ausgenommen:
1. Flaechen, auf denen nur Zierpflanzen angebaut werden, Baumschul-, Rebschul- und
   Baumobstflaechen sowie nicht im Ertrag stehende Dauerkulturflaechen des Wein- und
   Obstbaus,
2. Flaechen mit ausschliesslicher Weidehaltung bei einem jaehrlichen Stickstoffanfall
   (Stickstoffausscheidung) an Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft von bis zu 100
   Kilogramm Stickstoff je Hektar, wenn keine zusaetzliche Stickstoffduengung erfolgt,
3. Betriebe, die auf keinem Schlag wesentliche Naehrstoffmengen an Stickstoff
   oder Phosphat mit Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten,
   Pflanzenhilfsmitteln oder Abfaelle zur Beseitigung nach § 27 des
   Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes aufbringen,
4. Betriebe, die
   a) abzueglich von Flaechen nach den Nummern 1 und 2 weniger als 10 Hektar
      landwirtschaftlich genutzte Flaeche bewirtschaften,
   b) hoechstens bis zu einem Hektar Gemuese, Hopfen oder Erdbeeren anbauen und
   c) einen jaehrlichen Naehrstoffanfall aus Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft von
      nicht mehr als 500 Kilogramm Stickstoff je Betrieb aufweisen.


§ 6 Bewertung des betrieblichen Naehrstoffvergleiches
(1) Der Betriebsinhaber hat der nach Landesrecht zustaendigen Stelle die betrieblichen
Naehrstoffvergleiche nach § 5 Abs. 1 auf Anforderung vorzulegen.

(2) Soweit der betriebliche Naehrstoffvergleich nach § 5 Abs. 1
1. fuer Stickstoff einen betrieblichen Naehrstoffueberschuss nach Anlage 8 Zeile 10 im
   Durchschnitt der drei letzten Duengejahre

                                            -6-
       
                                                                               

   a) in den 2006, 2007 und 2008 begonnenen Duengejahren von ueber 90 Kilogramm
      Stickstoff je Hektar und Jahr,
   b) in den 2007, 2008 und 2009 begonnenen Duengejahren von ueber 80 Kilogramm
      Stickstoff je Hektar und Jahr,
   c) in den 2008, 2009 und 2010 begonnenen Duengejahren von ueber 70 Kilogramm
      Stickstoff je Hektar und Jahr oder
   d) in den 2009, 2010 und 2011 und spaeter begonnenen Duengejahren von ueber 60
      Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr

oder
2. fuer Phosphat (P(tief)2O(tief)5) einen betrieblichen Naehrstoffueberschuss nach Anlage
   8 Zeile 10 im Durchschnitt der sechs letzten Duengejahre von ueber 20 Kilogramm je
   Hektar und Jahr
nicht ueberschreitet, wird vermutet, dass die Anforderungen des § 3 Abs. 4 erfuellt
sind. Diese Vermutung gilt auch, soweit der Wert fuer Phosphat nach Satz 1 Nr.
2 ueberschritten wird, wenn die Bodenuntersuchungen nach § 3 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2
ergeben, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel) 20 Milligramm
P(tief)2O(tief)5 je 100 Gramm Boden nach dem Calcium-Acetat-Lactat-Extraktionsverfahren
(CAL-Methode), 25 Milligramm P(tief)2O(tief)5 je 100 Gramm Boden nach dem Doppel-
Lactat-Verfahren (DL-Methode) oder 3,6 Milligramm P je 100 Gramm Boden nach dem
Elektro-Ultrafiltrationsverfahren (EUF-Verfahren) nicht ueberschreitet. Im Falle des
Satzes 1 Nr. 2 stehen vor dem 14. Januar 2006 auf der Grundlage der Duengeverordnung vom
26. Januar 1996 (BGBl. I S. 118), zuletzt geaendert durch die Verordnung vom 14. Februar
2003 (BGBl. I S. 235), erstellte Naehrstoffvergleiche den Naehrstoffvergleichen nach Satz
1 Nr. 2 gleich.

§ 7 Aufzeichnungen
(1) Betriebsinhaber haben bis zum 31. Maerz des auf das jeweils abgelaufene Duengejahr
folgenden Kalenderjahres aufzuzeichnen
1. die ermittelten Naehrstoffmengen nach § 3 Abs. 3 einschliesslich der zu ihrer
   Ermittlung angewendeten Verfahren,
2. die Werte nach § 4 Abs. 1 einschliesslich der zu ihrer Ermittlung angewendeten
   Verfahren und
3. die Ausgangsdaten und Ergebnisse der Naehrstoffvergleiche nach § 5 Abs. 1 nach den
   Anlagen 7 und 8.
Ausgenommen von Satz 1 Nr. 1 und 2 sind Flaechen und Betriebe nach § 5 Abs. 4.

(2) Bei einer Zufuhr von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder
Pflanzenhilfsmitteln, die unter Verwendung von Fleischmehlen, Knochenmehlen oder
Fleischknochenmehlen hergestellt wurden, auf landwirtschaftlich genutzte Flaechen sind
ferner innerhalb eines Monats nach der jeweiligen Duengungsmassnahme aufzuzeichnen
1. der Schlag, auf den die Stoffe aufgebracht wurden, einschliesslich der Bezeichnung
   und der Groesse des Flurstuecks sowie der darauf angebauten Kultur,
2. die Art und Menge des zugefuehrten Stoffes und das Datum der Aufbringung,
3. der Inverkehrbringer des Stoffes gemaess der Kennzeichnung nach der
   Duengemittelverordnung,
4. der enthaltene tierische Stoff gemaess der Kennzeichnung nach der
   Duengemittelverordnung,
5. bei Duengemitteln die Typenbezeichnung gemaess der Kennzeichnung nach der
   Duengemittelverordnung.

(3) Die Aufzeichnungen nach den Absaetzen 1 und 2 sind sieben Jahre nach Ablauf des
Duengejahres aufzubewahren.

§ 8 Anwendungsbeschraenkungen und Anwendungsverbote

                                             -7-
      
                                                                              

(1) Duengemittel ausser Wirtschaftsduenger duerfen nur angewendet werden, wenn sie
einem durch die Duengemittelverordnung oder durch die Verordnung (EG) 2003/2003 des
Europaeischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 ueber Duengemittel (ABl. EU
Nr. L 304 S. 1) zugelassenen Typ entsprechen. Wirtschaftsduenger, Bodenhilfsstoffe,
Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel duerfen nur angewendet werden, wenn sie
den Bestimmungen der Duengemittelverordnung hinsichtlich der Zusammensetzung und
sachgerechter Angabe der Inhaltsstoffe entsprechen. Ausgenommen von Satz 2 sind
Wirtschaftsduenger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die
ausschliesslich aus Stoffen, die im eigenen Betrieb angefallen sind, erzeugt wurden. Die
nach Landesrecht zustaendige Stelle kann auf Antrag Ausnahmen von Satz 2 zulassen.

(2) Die Anwendung von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder
Pflanzenhilfsmitteln, die unter Verwendung von Knochenmehl, Fleischknochenmehl oder
Fleischmehl hergestellt wurden, ist auf landwirtschaftlich genutztem Gruenland und zur
Kopfduengung im Gemuese- oder Feldfutterbau verboten. Wer die in Satz 1 bezeichneten
Stoffe auf sonstigen landwirtschaftlich genutzten Flaechen aufbringt, hat diese sofort
einzuarbeiten.

(3) Die Anwendung von Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder
Pflanzenhilfsmitteln, zu deren Herstellung Kieselgur verwendet wurde, ist auf
bestelltem Ackerland, Gruenland, im Feldfutterbau sowie auf Flaechen, die fuer den Gemuese-
oder bodennahen Obstanbau vorgesehen sind, verboten. Wer die in Satz 1 bezeichneten
Stoffe auf sonstigen landwirtschaftlich genutzten Flaechen aufbringt, hat diese
sofort einzuarbeiten. Die Anwendung von trockenen Duengemitteln, Bodenhilfsstoffen,
Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, zu deren Herstellung Kieselgur verwendet
wurde, ist verboten. Die Anwendung der in den Saetzen 1 und 3 bezeichneten Stoffe
ausserhalb landwirtschaftlich genutzter Flaechen ist verboten.

(4) Duengemittel mit der Kennzeichnung "zur Duengung von Rasen" oder "zur Duengung von
Zierpflanzen" nach Anlage 1 Abschnitt 5 der Duengemittelverordnung duerfen nur zur
Duengung dieser Kulturen verwendet werden.

(5) Die Anwendung von
1. Duengemitteln, ausgenommen Duengemittel, die als EG-Duengemittel bezeichnet sind,
2. Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln,
welche die Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1 der Duengemittelverordnung ueberschreiten,
ist ab dem 4. Dezember 2007 verboten. Ausgenommen von Satz 1 sind Wirtschaftsduenger,
Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die ausschliesslich aus
Stoffen, die im eigenen Betrieb angefallen sind, erzeugt wurden. Abweichend von Satz 1
duerfen
1. bis zum 4. Dezember 2008 die Duengemittel, die dem Duengemitteltypen "Kohlensaurer
   Kalk", "Branntkalk" und "Mischkalk" entsprechen, auch bei Ueberschreiten der
   Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1 der Duengemittelverordnung angewendet werden,
2. im Falle von Bodenhilfsstoffen und Kultursubstraten, die unter ueberwiegender
   Verwendung von Rinden hergestellt wurden, diese
   a) bis zum 4. Dezember 2008 auch bei Ueberschreiten der Grenzwerte fuer Cadmium im
      Ausgangsstoff Rinde nach Anlage 2 Tabelle 1 der Duengemittelverordnung angewendet
      werden,
   b) nach dem 4. Dezember 2008 ausserhalb landwirtschaftlich genutzter Flaechen,
      ausgenommen Kinderspielplaetze sowie Haus- und Kleingaerten, angewendet werden,
      soweit der Grenzwert fuer Cadmium im Ausgangsstoff Rinde nach Anlage 2 Tabelle 1
      der Duengemittelverordnung um nicht mehr als 15 vom Hundert ueberschritten wird.

Abweichend von Satz 1 gelten fuer Klaerschlaemme die Anforderungen an die Schadstoffe
und Grenzwerte der Klaerschlammverordnung und abweichend von den Saetzen 1 und 3 Nr.
2 gelten fuer Bioabfaelle die Anforderungen an die Schadstoffe und Grenzwerte der
Bioabfallverordnung.

§ 9 Besondere Anforderungen an Genehmigungen durch die zustaendigen Stellen


                                            -8-
      
                                                                              

Soweit die nach Landesrecht zustaendige Stelle auf Grund dieser Verordnung Genehmigungen
erteilt oder Anordnungen trifft, hat sie dabei besonders zu beruecksichtigen, dass
die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie der
Naturhaushalt, insbesondere die Gewaesserqualitaet, nicht gefaehrdet werden und andere
oeffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen.

§ 10 Ordnungswidrigkeiten
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a des Duengegesetzes
handelt, wer vorsaetzlich oder fahrlaessig
1. entgegen § 3 Abs. 5 Satz 1 oder Abs. 7 Satz 1 einen Stoff oder ein dort genanntes
   Duengemittel aufbringt,
2. entgegen § 3 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1, auch in Verbindung mit Satz 2 einen Eintrag nicht
   vermeidet,
3. entgegen § 3 Abs. 10 Satz 2 einen Stoff mit einem dort genannten Geraet aufbringt,
4. entgegen § 4 Abs. 2 einen dort genannten Stoff oder dort genanntes Duengemittel
   nicht oder nicht rechtzeitig einarbeitet,
5. entgegen § 4 Abs. 3 Satz 1 oder Abs. 5 Satz 1 einen Stoff, Wirtschaftsduenger
   tierischer Herkunft oder Duengemittel aufbringt,
6. entgegen § 5 Abs. 1 Satz 1 einen Naehrstoffvergleich nicht, nicht richtig, nicht
   vollstaendig oder nicht rechtzeitig erstellt,
7. entgegen § 6 Abs. 1 einen Naehrstoffvergleich nicht vorlegt,
8. entgegen § 7 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2 eine Aufzeichnung nicht, nicht richtig,
   nicht rechtzeitig oder nicht vollstaendig macht,
9. entgegen § 7 Abs. 3 eine Aufzeichnung nicht oder nicht mindestens sieben Jahre
   aufbewahrt.

(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a des Duengegesetzes
handelt, wer vorsaetzlich oder fahrlaessig entgegen § 8 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1,
Abs. 3 Satz 1, 3 oder 4 oder Abs. 5 Satz 1 ein Duengemittel, einen Bodenhilfsstoff, ein
Kultursubstrat oder ein Pflanzenhilfsmittel anwendet.

§ 11 Uebergangsbestimmungen
Abweichend von § 4 Abs. 4 Satz 1 duerfen Duengemittel mit wesentlichem Gehalt an
verfuegbarem Stickstoff, ausgenommen Festmist ohne Gefluegelkot, im Jahr 2006 bereits
ab dem 16. Januar auf Acker- und Gruenland aufgebracht werden. Die sich aus § 8 Abs. 1
ergebenden Anwendungsverbote gelten ab dem 4. Dezember 2006.

§ 11a Uebergangsvorschrift
(1) § 6 Abs. 2 der Duengeverordnung vom 26. Januar 1996 (BGBl. I S. 118), die zuletzt
durch die Verordnung vom 14. Februar 2003 (BGBl. I S. 235) geaendert worden ist, ist bis
zum 31. Dezember 2015 weiterhin anzuwenden.

(2) § 4 Abs. 4 ist auch auf Sachverhalte anzuwenden, die im Jahr 2006 entstanden sind.

§ 12 (Inkrafttreten, Ausserkrafttreten)
-

Anlage 1 (zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1)
Stickstoffgehalt pflanzlicher Erzeugnisse
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 228 - 232

                                Tabelle 1
                              Ackerkulturen
------------------------------------------------------------------------------

                                            -9-
      
                                                                              

        1       I         2         I      3      I      4       I     5
------------------------------------------------------------------------------
      Kultur    I    Ernteprodukt   I % TS in der I HNV 1) 1 : x I   kg N/dt
                I                   I Frischmasse I              I Frischmasse
------------------------------------------------------------------------------
Getreide, Koernermais
------------------------------------------------------------------------------
Weizen          I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,81
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,8      I   2,21
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (14% RP 2)) I      86      I      –       I   2,11
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,8      I   2,51
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (16% RP 2)) I      86      I      –       I   2,41
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,8      I   2,81
------------------------------------------------------------------------------
Wintergerste    I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,65
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,7      I   2,00
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (13% RP 2)) I      86      I      –       I   1,79
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,7      I   2,14
------------------------------------------------------------------------------
Roggen          I Korn (11% RP 2)) I      86      I      –       I   1,51
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,9      I   1,96
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,65
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,9      I   2,10
------------------------------------------------------------------------------
Wintertriticale I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,65
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,9      I   2,10
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (13% RP 2)) I      86      I      –       I   1,79
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,9      I   2,24
------------------------------------------------------------------------------
Sommerfutter-   I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,65
gerste          I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,8      I   2,05
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (13% RP 2)) I      86      I      –       I   1,79
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,8      I   2,19
------------------------------------------------------------------------------
Braugerste      I Korn (10% RP 2)) I      86      I      –       I   1,38
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,7      I   1,73
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (11% RP 2)) I      86      I      –       I   1,51
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     0,7      I   1,86
------------------------------------------------------------------------------
Hafer           I Korn (11% RP 2)) I      86      I      –       I   1,51
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,1      I   2,06

                                            - 10 -
      
                                                                              

                --------------------------------------------------------------
                I Korn (12% RP 2)) I      86      I      –       I   1,65
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,1      I   2,20
------------------------------------------------------------------------------
Getreide        I Ganzpflanze       I     35      I      –       I   0,56
------------------------------------------------------------------------------
Koernermais      I Korn (10% RP 2)) I      86      I      –       I   1,38
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,90
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   2,28
                --------------------------------------------------------------
                I Korn (11% RP 2)) I      86      I      –       I   1,51
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,90
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   2,41
------------------------------------------------------------------------------
Einjaehrige Koernerleguminosen
------------------------------------------------------------------------------
Ackerbohne      I Korn (30% RP 2)) I      86      I      –       I   4,10
                I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   5,60
------------------------------------------------------------------------------
Erbse           I Korn (26% RP 2)) I      86      I      –       I   3,60
                I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   5,10
------------------------------------------------------------------------------
Lupine blau     I Korn (33% RP 2)) I      86      I      –       I   4,48
                I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   5,98
------------------------------------------------------------------------------
Sojabohne       I Korn (32% RP 2)) I      86      I      –       I   4,40
                I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,0      I   5,90
------------------------------------------------------------------------------
Oelfruechte
------------------------------------------------------------------------------
Raps            I Korn (23% RP 2)) I      91      I      –       I   3,35
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,70
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,7      I   4,54
------------------------------------------------------------------------------
Sonnenblume     I Korn (20% RP 2)) I      91      I      –       I   2,91
                I Stroh             I     86      I      –       I   1,00
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     2,0      I   4,91
------------------------------------------------------------------------------
Senf            I Korn              I     91      I      –       I   5,08
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,70
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,5      I   6,13
------------------------------------------------------------------------------
Oellein          I Korn              I     91      I      –       I   3,50
                I Stroh             I     86      I      –       I   0,53
                I Korn + Stroh 3)   I      –      I     1,5      I   4,30
------------------------------------------------------------------------------
Faserpflanzen
------------------------------------------------------------------------------
Flachs          I Ganzpflanze       I     86      I      –       I   1,00
(Faserlein)     I                   I             I              I
------------------------------------------------------------------------------
Hanf (100 bis   I Ganzpflanze       I     40      I      –       I   0,40
150 dt/ha TM)   I                   I             I              I
------------------------------------------------------------------------------
Miscanthus (150 I Ganzpflanze       I     80      I      –       I   0,15
bis 200 dt/ha TM)                   I             I              I
------------------------------------------------------------------------------

                                            - 11 -
        
                                                                                

Hackfruechte
------------------------------------------------------------------------------
Kartoffel       I Knolle            I     22      I      –       I   0,35
                I Kraut             I     15      I      –       I   0,20
                I Knolle + Kraut 3) I      –      I     0,2      I   0,39
------------------------------------------------------------------------------
Zuckerruebe      I Ruebe              I     23      I      –       I   0,18
                I Blatt             I     18      I      –       I   0,40
                I Ruebe + Blatt 3)   I      –      I     0,7      I   0,46
------------------------------------------------------------------------------
Gehaltsruebe     I Ruebe              I     15      I      –       I   0,18
                I Blatt             I     16      I      –       I   0,30
                I Ruebe + Blatt 3)   I      –      I     0,4      I   0,30
------------------------------------------------------------------------------
Massenruebe      I Ruebe              I     12      I      –       I   0,14
                I Blatt             I     16      I      –       I   0,25
                I Ruebe + Blatt 3)   I      –      I     0,4      I   0,24
------------------------------------------------------------------------------
Futterpflanzen
------------------------------------------------------------------------------
Silomais        I Ganzpflanze       I     28      I      –       I   0,38
------------------------------------------------------------------------------
Rotklee         I Ganzpflanze       I     20      I      –       I   0,55
------------------------------------------------------------------------------
Luzerne         I Ganzpflanze       I     20      I      –       I   0,60
------------------------------------------------------------------------------
Kleegras        I Ganzpflanze       I     20      I      –       I   0,52
------------------------------------------------------------------------------
Luzernegras     I Ganzpflanze       I     20      I      –       I   0,54
------------------------------------------------------------------------------
Weidelgras      I Ganzpflanze       I     20      I      –       I   0,48
(Ackergras)     I                   I             I              I
------------------------------------------------------------------------------
Futterzwischen- I Ganzpflanze       I     15      I      –       I   0,35
fruechte         I                   I             I              I
------------------------------------------------------------------------------
Vermehrungspflanzen
------------------------------------------------------------------------------
Grassamen-      I Samen             I     86      I      –       I   2,20
vermehrung      I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Samen + Stroh 3) I       –      I     8,0      I 14,20
------------------------------------------------------------------------------
Klee-, Luzerne- I Samen             I     91      I      –       I   5,50
vermehrung      I Stroh             I     86      I      –       I   1,50
                I Samen + Stroh 3) I       –      I     8,0      I 17,50
------------------------------------------------------------------------------

-----
1) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhaeltnis
2) Rohproteingehalt in der Trockenmasse
3) Naehrstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das
   Haupternteprodukt




                                Tabelle 2
                                 Gemuese
------------------------------------------------------------------------------
             1             I            2           I            3
------------------------------------------------------------------------------
          Kultur           I Produktionsverfahren I     kg N/dt Frischmasse
------------------------------------------------------------------------------

                                                           - 12 -
      
                                                                              

Feldgemuese
------------------------------------------------------------------------------
Auberginen                 I                        I          0,32
------------------------------------------------------------------------------
Batavia 1)                 I                        I          0,19
------------------------------------------------------------------------------
Blattsalate 1)             I                        I          0,19
------------------------------------------------------------------------------
Blumenkohl                 I         6er            I          0,32
------------------------------------------------------------------------------
Bohne 1)                   I                        I          0,35
------------------------------------------------------------------------------
Bohnenkraut 1)             I                        I          0,32
------------------------------------------------------------------------------
Brokkoli                   I       > 500g           I          0,37
------------------------------------------------------------------------------
Buschbohne                 I                        I          0,36
------------------------------------------------------------------------------
Chicoree 1)                I     Ruebenanbau         I          0,25
------------------------------------------------------------------------------
Chinakohl                  I                        I          0,16
------------------------------------------------------------------------------
Dill 1)                    I                        I          0,30
------------------------------------------------------------------------------
Eissalat                   I                        I          0,13
------------------------------------------------------------------------------
Endivie 1)                 I                        I          0,25
------------------------------------------------------------------------------
Feldsalat 1)               I                        I          0,45
------------------------------------------------------------------------------
Gruenkohl                   I                        I          0,46
------------------------------------------------------------------------------
Gurke                      I                        I          0,17
------------------------------------------------------------------------------
Knoblauch 1)               I       trocken          I          0,48
------------------------------------------------------------------------------
Knollenfenchel             I                        I          0,24
------------------------------------------------------------------------------
Kohlrabi                   I     8 bis 10 cm        I          0,30
------------------------------------------------------------------------------
Kohlruebe 1)                I                        I          0,28
------------------------------------------------------------------------------
Kopfsalat                  I                        I          0,18
------------------------------------------------------------------------------
Mangold 1)                 I                        I          0,25
------------------------------------------------------------------------------
Markerbsen 1)              I                        I          0,49
------------------------------------------------------------------------------
Meerrettich 1)             I                        I          0,51
------------------------------------------------------------------------------
Moehre 1)                   I                        I          0,17
------------------------------------------------------------------------------
Paprika 1)                 I                        I          0,29
------------------------------------------------------------------------------
Pastinake 1)               I                        I          0,33
------------------------------------------------------------------------------
Petersilie 1)              I                        I          0,44
------------------------------------------------------------------------------
Porree                     I                        I          0,27
------------------------------------------------------------------------------
Radicchio                  I                        I          0,25
------------------------------------------------------------------------------

                                            - 13 -
        
                                                                                

Radies                     I                        I          0,20
------------------------------------------------------------------------------
Rettich 1)                 I                        I          0,17
------------------------------------------------------------------------------
Rhabarber 1)               I                        I          0,29
------------------------------------------------------------------------------
Romana 1)                  I        normal          I          0,20
------------------------------------------------------------------------------
Rosenkohl                  I      nur Roeschen       I          0,47
------------------------------------------------------------------------------
Rote Rueben                 I                        I          0,27
------------------------------------------------------------------------------
Rotkohl                    I                        I          0,28
------------------------------------------------------------------------------
Schnittlauch 1)            I                        I          0,50
------------------------------------------------------------------------------
Schwarzwurzel 1)           I                        I          0,24
------------------------------------------------------------------------------
Sellerie                   I                        I          0,27
------------------------------------------------------------------------------
Spargel 2)                 I    nur Ernteprodukt    I          0,25
------------------------------------------------------------------------------
Speisekuerbis 1)            I                        I          0,25
------------------------------------------------------------------------------
Spinat                     I                        I          0,43
------------------------------------------------------------------------------
Tomate                     I                        I          0,22
------------------------------------------------------------------------------
Weisskohl                   I                        I          0,26
------------------------------------------------------------------------------
Wirsingkohl 1)             I                        I          0,38
------------------------------------------------------------------------------
Zucchini 1)                I                        I          0,23
------------------------------------------------------------------------------
Zuckerhut 1)               I                        I          0,20
------------------------------------------------------------------------------
Zuckermais 1)              I                        I          0,32
------------------------------------------------------------------------------
Zuckermelone 1)            I                        I          0,21
------------------------------------------------------------------------------
Zwiebel                    I     Trockenspeise      I          0,22
------------------------------------------------------------------------------

-----
1) eingeschraenkter Stichprobenumfang bei der Erhebung der Daten
2) bei Spargel zusaetzlicher Bedarf fuer Einlagerung in Wurzeln und Rhizome:
   1. Standjahr:    5g N/Pflanze
   2. Standjahr:    6g N/Pflanze
   3. Standjahr:    5g N/ha
   ab 4. Standjahr: 3g N/Pflanze




                                Tabelle 3
                                Gruenland
------------------------------------------------------------------------------
             Gruenland           I Ernteprodukt I Stickstoffgehalt in kg N/dt
                                I                I       Trockenmasse
------------------------------------------------------------------------------
1 Nutzung (40 dt/ha TM)         I Ganzpflanze    I          1,30
2 Nutzungen (55 dt/ha TM)       I Ganzpflanze    I          1,80
3 Nutzungen (75 dt/ha TM)       I Ganzpflanze    I          2,20
4 Nutzungen (90 dt/ha TM)       I Ganzpflanze    I          2,70
                                                           - 14 -
      
                                                                              

5 Nutzungen (110 dt/ha TM)      I Ganzpflanze    I          2,80
------------------------------------------------------------------------------

Anlage 2 (zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe a)
Voraussichtliche Stickstoff-Lieferung waehrend des Pflanzenwachstums aus
der Vorkultur
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 233

                                  Tabelle 1
     Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht
                        (Hauptfrucht des Vorjahres)
------------------------------------------------------------------------------
                        Vorfrucht                          I   N-Lieferung
                                                           I   in kg N/ha
------------------------------------------------------------------------------
Getreide, Kartoffeln, Lein, Sonnenblumen, Silomais         I       0
------------------------------------------------------------------------------
Koernermais, Raps, einjaehriges Weidelgras, Rotationsbrache I
ohne Leguminosen                                           I      10
------------------------------------------------------------------------------
Ruebsen, Senf, Futterruebe (Blatt verblieben), Feldgras und I
mehrjaehriges Weidelgras                                    I      20
------------------------------------------------------------------------------
Koernerleguminosen, Zuckerruebe (Blatt verblieben),          I
Luzerne, Klee, Kleegras, Rotationsbrache mit Leguminosen, I
Gemuese                                                     I      30
------------------------------------------------------------------------------
mehrjaehrig begruente Flaechen (Wechselgruenland, Dauerbrache)        40
------------------------------------------------------------------------------

                                 Tabelle 2
                   Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung
                aus Zwischenfruechten sowie aus organischen
  oder mineralischen Stickstoffgaben nach der Hauptfruchternte des Vorjahres
------------------------------------------------------------------------------
                       I         Stickstoff-Lieferung in kg N/ha
                       --------------------------------------------------------
 Bewirtschaftung       I keine     I Mineralduengung    I Festmist oder sonstiger
                       I N-Duengung I oder Guelleduengung I organischer Duenger
------------------------------------------------------------------------------
ohne Zwischenfrucht    I           I                   I
Herbstduengung zur      I           I                   I
Winterung              I     0     I        20         I          30
Stickstoffgabe         I           I                   I
zur Strohrotte         I     0     I        20         I          20
------------------------------------------------------------------------------
mit Zwischenfrucht     I           I                   I
Nichtleguminosen       I           I                   I
abgefahren             I     0     I        10         I          20
Einarbeitung im Herbst      10     I        20         I          30
Einarbeitung im        I           I                   I
Fruehjahr               I    20     I        30         I          40
------------------------------------------------------------------------------
mit Zwischenfrucht     I           I                   I
Leguminosen abgefahren      20     I       (20)        I         (20)
Einarbeitung im Herbst      30     I       (30)        I         (30)
Einarbeitung im        I           I                   I
Fruehjahr               I    40     I       (40)        I         (40)
------------------------------------------------------------------------------
Fuer die N-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht (Tab. 1) und aus
Zwischenfruechten sowie aus organischer und mineralischer Duengung nach der
                                            - 15 -
        
                                                                                

Hauptfruchternte des Vorjahres (Tab. 2) werden in der Summe hoechstens
40 kg N/ha angerechnet.

Anlage 3 (zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe b)
Mindestwerte fuer pflanzenbauliche Stickstoff-Wirksamkeit zugefuehrter
Wirtschaftsduenger im Jahr der Aufbringung in Prozent des ausgebrachten
Gesamtstickstoffs 1) bei langjaehriger Anwendung
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 234

------------------------------------------------------------------------------
         Tierart      I      Guelle      I     Festmist     I      Jauche
------------------------------------------------------------------------------
Rinder                I        50       I        25        I       90
------------------------------------------------------------------------------
Schweine              I        60       I        30        I       90
------------------------------------------------------------------------------
Gefluegel              I        60 2)    I        30 3)     I        –
------------------------------------------------------------------------------
Pferde/Schafe         I         –       I        25        I        –
------------------------------------------------------------------------------

-----
1) Basis: N-Ausscheidung abzgl. Lagerverluste bzw. Ermittlung des N-Gehaltes
   vor der Ausbringung
2) incl. Gefluegeltrockenkot
3) mit Einstreu.



Anlage 4 (zu § 3 Abs. 10)
Geraete zum Ausbringen von Duengemitteln, die nicht den allgemein
anerkannten Regeln der Technik entsprechen
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 234

1. Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler,
2. Guellewagen und Jauchewagen mit freiem Auslauf auf den Verteiler,
3. zentrale Prallverteiler, mit denen nach oben abgestrahlt wird,
4. Guellewagen mit senkrecht angeordneter, offener Schleuderscheibe als Verteiler zur
   Ausbringung von unverduennter Guelle,
5. Drehstrahlregner zur Verregnung von unverduennter Guelle.

Anlage 5 (zu § 4 Abs. 3)
Naehrstoffanfall bei landwirtschaftlichen Nutztieren
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 235 - 237

------------------------------------------------------------------------------
    I      Produktionsverfahren          I            Dunganfall
------------------------------------------------------------------------------
                                         I kg N-Aus-   I in 6 Monaten je
                                         I scheidung   I belegtem Stall-
                                         I je belegtem I platz (inkl. Traenke-
                                         I Stallplatz I und Reinigungswasser)
                                         I und Jahr    I
                                         I             I----------------------
                                         I             I cbm       I cbm

                                         I             I Guelle     I Jauche 1)
------------------------------------------------------------------------------
    I     1     I     2      I     3     I      4      I     5     I    6
                                                           - 16 -
      
                                                                              

------------------------------------------------------------------------------
 1. I Milchviehhaltung
------------------------------------------------------------------------------
 2. I Kaelber-    I                        I             I           I
    I aufzucht I 0 bis 16 Wochen; 80 kg I               I           I
    I            I Zuwachs;               I             I           I
    I            I 3 Durchgaenge p. a.     I     15,3    I    1,5    I   0,2 2)
------------------------------------------------------------------------------
 3. I            I        I konventionell I     60      I           I
----- Jung-      I Gruen- -------------------------------            I
    I rinder-    I land   I extensiv      I     54      I           I
    I aufzucht I          I               I             I           I
-----            I        I               I             I           I
 4. I Erst-      ----------------------------------------    4,65   I   1,2 2)
    I kalbealter          I               I             I           I
-----            I        I               I             I           I
 5. I 27 Monate;          I mit Weide     I     49      I           I
----- 580 kg     I Acker- I               I             I           I
 6. I Zuwachs    I futter- ------------------------------           I
    I            I bau    I Stallhaltung I      42      I           I
------------------------------------------------------------------------------
 7. I            I        I 6.000 kg ECM I     119      I    9,5    I   3,0 2)
-----            I        -----------------------------------------------------
 8. I            I Gruen- I 8.000 kg ECM I      132      I   10,0    I   3,2 2)
-----            I land   -----------------------------------------------------
 9. I            I        I 10.000 kg ECM I    149      I   10,5    I   3,4 2)
-----            --------------------------------------------------------------
10. I Milchkuh I          I 6.000 kg ECM I     104      I    9,5    I   3,0 2)
-----            I        -----------------------------------------------------
11. I 4,0% Fett, Acker- I 8.000 kg ECM I       118      I   10,0    I   3,2 2)
    I            I futter- ----------------------------------------------------
----- 3,4%       I bau    I               I             I           I
12. I Protein; I          I 10.000 kg ECM I    138      I   10,5    I   3,4 2)
----- 0,9 Kaelber -------------------------------------------------------------
13. I            I        I 6.000 kg ECM I     100      I    9,5    I   3,0 2)
-----            I Acker- -----------------------------------------------------
    I            I futter- 8.000 kg ECM I      115      I   10,0    I   3,2 2)
14. I            I bau    -----------------------------------------------------
-----            I ohne   I               I             I           I
15. I            I Weide I                I             I           I
    I            I mit Heu 10.000 kg ECM I     135      I   10,5    I   3,4 2)
------------------------------------------------------------------------------
16. I Rindermast
------------------------------------------------------------------------------
17. I            I ab 45 bis 625 kg LM    I             I           I
    I            I (18 Mon.)              I     35      I    3,35   I   1,2 2)
-----            --------------------------------------------------------------
18. I            I ab 45 bis 700 kg LM    I     40      I    3,65   I   1,5 2)
----- Mastbulle --------------------------------------------------------------
19. I            I ab 80 bis 700 kg LM    I     44      I    3,35   I   1,5 2)
-----            --------------------------------------------------------------
20. I            I ab 200 bis 700 kg LM   I     46      I    3,85   I   1,5 2)
------------------------------------------------------------------------------
21. I            I 500 kg LM; 0,9 Kaelber I              I           I
    I            I p. a. (180 kg          I             I           I
    I            I Absetzgewicht)         I     87      I    8,0    I   2,75 2)
----- Mutterkuh --------------------------------------------------------------
22. I            I 700 kg LM; 0,9 Kaelber I              I           I
    I            I p. a. (220 kg          I             I           I
    I            I Absetzgewicht)         I    106      I   10,0    I   3,0 2)
------------------------------------------------------------------------------
23. I            I 80 bis 220 kg LM; 2,5 I              I           I

                                            - 17 -
      
                                                                              

    I           I Umtriebe p. a.           I            I          I
    I           I ("Fresser-Produktion") I      18,4    I   2,75   I     - 3)
----- Jung-     --------------------------------------------------------------
24. I rindermast 50 bis 250 kg LM; 2,1 I                I          I
    I           I Umtriebe p. a.           I            I          I
    I           I ("Kaelbermast")           I    13      I   1,25   I     - 3)
------------------------------------------------------------------------------
25. I Ferkelerzeugung
------------------------------------------------------------------------------
26. I           I Ferkel bis 8 kg LM       I            I          I
-----           --------------------------------------------------------------
27. I           I 20      I                I            I          I
    I           I aufgez.                  I            I          I
    I           I Ferkel I Standardfutter       26,2    I          I
-----           I         -------------------------------          I
28. I           I 200 kg I                 I            I          I
    I           I Zuwachs                  I            I          I
    I           I je Platz                 I            I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert        24,6    I          I
-----           ----------------------------------------    2,0    I   0,6
29. I           I 22      I                I            I          I
    I           I aufgez.                  I            I          I
    I           I Ferkel I Standardfutter       26,3    I          I
-----           I         -------------------------------          I
30. I           I 216 kg I                 I            I          I
    I           I Zuwachs                  I            I          I
    I           I je Platz                 I            I          I
    I Sauen-    I p. a. I N-/P-reduziert                I          I
    I haltung   I         I                I    24,7    I          I
-----           --------------------------------------------------------------
31. I           I Ferkel I                 I            I          I
    I           I bis     I                I            I          I
    I           I 28 kg I                  I            I          I
    I           I LM      I                I            I          I
-----           --------------------------------------------------------------
32. I           I 20      I Standardfutter      36,6    I          I
    I           I aufgez.                  I            I          I
-----           I Ferkel ------------------------------I           I
33. I           I 600 kg I                 I            I          I
    I           I Zuwachs                  I            I          I
    I           I je Platz                 I            I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert        34,3    I          I
-----           ----------------------------------------           I
34. I           I 22      I Standardfutter      37,3    I   3,0    I   0,75
    I           I aufgez.                  I            I          I
-----           I Ferkel -------------------------------
35. I           I 656 kg I                 I            I          I
    I           I Zuwachs                  I            I          I
    I           I je Platz                 I            I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert        34,9    I          I
------------------------------------------------------------------------------
36. I           I 8 bis I Standardfutter         3,42   I          I
    I           I 28 kg I                               I          I
----- Speziali- I LM      -------------------------------          I
37. I sierte    I 130 kg I                 I            I   0,3    I   0,15
    I Ferkel-   I Zuwachs                  I            I          I
    I aufzucht I je Platz                  I            I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert         3,29   I          I
------------------------------------------------------------------------------
38. I           I 28 bis I Standardfutter       10,8    I          I
    I           I 115 kg I                              I          I
----- Jung-     I LM      -------------------------------          I

                                            - 18 -
      
                                                                              

39. I sauen-    I 180 kg I                I             I   0,9    I   0,3
    I aufzucht I Zuwachs                  I             I          I
    I           I je Platz                I             I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert         9      I          I
------------------------------------------------------------------------------
40. I           I 95 bis I Standardfutter       15,5    I          I
    I           I 135 kg I                              I          I
----- Jung-     I LM      -------------------------------          I
41. I sauen-    I 240 kg I                I             I   1,25   I   0,5
    I ein-      I Zuwachs                 I             I          I
    I gliederung je Platz                 I             I          I
    I           I p. a. I N-/P-reduziert        13,3    I          I
------------------------------------------------------------------------------
42. I Eber-     I 60 kg Zuwachs je Platz I              I          I
    I haltung   I p. a.                   I     22,1    I   1,8    I   0,75
------------------------------------------------------------------------------
43. I Schweinemast
------------------------------------------------------------------------------
44. I           I 28 bis I Standardfutter       11,9    I          I
-----           I 117 kg -------------------------------           I
45. I           I LM;     I               I             I          I
    I           I 700 g I                 I             I          I
    I           I taegliche                I             I   0,75   I   0,3
    I           I Zunahme;                I             I          I
    I           I 210 kg I N-/P-reduziert        9,8    I          I
    I           I Zuwachs                 I             I          I
----- Mast-     --------------------------------------------------------------
    I schwein   I         I               I             I          I
46. I           I 28 bis I Standardfutter       13,6    I          I
-----           I 117 kg -------------------------------
47. I           I LM;     I               I             I          I
    I           I 800 g I                 I             I   0,75   I   0,3
    I           I taegliche                I             I          I
    I           I Zunahme;                I             I          I
    I           I 240 kg I N-/P-reduziert       11,2    I          I
    I           I Zuwachs                 I             I          I
------------------------------------------------------------------------------
48. I Pferdehaltung
------------------------------------------------------------------------------
49. I           I Stallhaltung            I     51,1    I
----- Reitpferde ---------------------------------------
50. I 500 bis   I Stall-/Weidehaltung     I             I
    I 600 kg LM I                         I     53,6    I
--------------------------------------------------------
51. I           I Stallhaltung            I     34,9    I
----- Reitponys ----------------------------------------
52. I 300 kg LM I Stall-/Weidehaltung     I     33,4    I
--------------------------------------------------------         - 4)
53. I           I Grosspferd (600 kg LM); I              I
    I           I Stall-/Weidehaltung;    I             I
    I           I 0,5 Fohlen p. a.        I     63,5    I
----- Zucht-    ----------------------------------------
    I stuten    I                         I             I
54. I           I Pony (350 kg LM);       I             I
    I           I Stall-/Weidehaltung;    I             I
    I           I 0,5 Fohlen p. a.        I     42,3    I
------------------------------------------------------------------------------
55. I           I Grosspferd; 365 kg       I             I
    I           I Zuwachs;                I             I
    I           I Stall-/Weidehaltung;    I             I
    I           I 6. bis 36. Monat        I     44,5    I
----- Aufzucht- ----------------------------------------         - 4)

                                            - 19 -
      
                                                                              

    I pferde     I Pony; 150 kg Zuwachs; I               I
56. I            I Stall-/Weidehaltung;     I            I
    I            I 6. bis 36. Monat         I    31,6    I
------------------------------------------------------------------------------
57. I Lammfleischerzeugung
------------------------------------------------------------------------------
58. I Mutter-    I 1,3     I konventionell I     18,6    I
----- schaf mit I Laemmer -------------------------------
59. I Nachzucht I /Schaf I                               I       - 4)
    I            I 40 kg I extensiv         I    18,1    I
    I            I Zuwachs                  I            I
------------------------------------------------------------------------------
60. I Ziegenmilcherzeugung
------------------------------------------------------------------------------
61. I Milchziege 800 kg Milch/Ziege         I            I
    I mit Nach- I p. a.; 1,5 Laemmer je      I            I
    I zucht      I Ziege; 16 kg Zuwachs/ I       14,8    I       - 4)
    I            I Lamm                     I            I
------------------------------------------------------------------------------
62. I Kaninchenhaltung
------------------------------------------------------------------------------
63. I Aufzucht I Aufzucht bis 0,6 kg LM I         2,6    I
    I 52 auf-    I                          I            I
    I gezogene I                            I            I
----- Jungtiere/ ---------------------------------------         - 4)
64. I Haesin      I Aufzucht bis 3 kg LM     I     9,7    I
    I p. a.      I                          I            I
------------------------------------------------------------------------------
65. I Mast       I 0,6 bis 3 kg LM; 14 kg I              I
    I            I Zuwachs/Platz            I     0,7    I       - 4)
------------------------------------------------------------------------------
66. I Gehegewild
------------------------------------------------------------------------------
67. I Damtiere I Fleicherzeugung 45 kg I                 I
    I            I Zuwachs je (1 Alttier I               I
    I            I + 0,85 Kalb)             I    21,6    I       - 4)
------------------------------------------------------------------------------
68. I Eiererzeugung
------------------------------------------------------------------------------
69. I            I         I Standardfutter              I
    I            I 3,3 kg I 4 Phasen        I     0,286 I
----- Jung-      I Zuwachs ------------------------------        - 4)
70. I hennen-    I 4/5     I N-/P-reduziert              I
    I aufzucht I Phasen- 5 Phasen           I     0,244 I
    I            I Fuetterung                I            I
------------------------------------------------------------------------------
71. I Lege-      I 17,6 kg Standardfutter         0,786 I
----- hennen-    I Ei-     -------------------------------       - 4)
72. I haltung    I masse I N-/P-reduziert         0,754 I
------------------------------------------------------------------------------
73. I Gefluegelmast
------------------------------------------------------------------------------
74. I            I 40 Tage; Standardfutter        0,469 I
-----            I 2,2 kg -------------------------------
75. I            I Zu-     I N-/P-reduziert       0,403 I
    I            I wachs/ I                              I
    I            I Tier    I                             I
-----            ----------------------------------------
76. I            I 37 bis I Standardfutter        0,392 I
    I            I 40 Tage;                              I       - 4)
----- Haehnchen- I 2,0 kg -------------------------------
77. I mast       I Zuwachs/ N-/P-reduziert        0,333 I

                                            - 20 -
        
                                                                                

    I            I Tier    I                I           I
-----            ----------------------------------------
78. I            I bis 37 I Standardfutter       0,319 I
-----            I Tage; -------------------------------
79. I            I 1,7 kg I N-/P-reduziert       0,266 I
    I            I Zuwachs/                             I
    I            I Tier    I                            I
------------------------------------------------------------------------------
80. I            I 20,4 kg Standardfutter        2,140 I
----- Puten-     I Zuwachs ------------------------------
81. I mast       I 22      I N-/P-reduziert      2,002 I
----- Haehne      I Wochen -------------------------------
82. I            I Mast    I teilw.         I           I
    I            I (56,8 kg P-reduziert     I    2,140 I
    I            I Futter)                  I           I
    I            I 2,2     I                I           I
    I            I Umtriebe                 I           I        - 4)
--------------------------------------------------------
83. I            I 10,9 kg Standardfutter        1,579 I
----- Puten-     I Zuwachs ------------------------------
84. I mast       I 17      I N-/P-reduziert      1,492 I
----- Hennen     I Wochen -------------------------------
85. I            I Mast    I teilw.         I           I
    I            I (27,9 kg P-reduziert     I    1,557 I
    I            I Futter)                  I           I
    I            I 2,8     I                I           I
    I            I Umtriebe                 I           I
------------------------------------------------------------------------------
86. I Entenmast;                            I           I
    I Peking-    I 3,4 kg Zuwachs/Tier;     I           I
    I enten      I 13 Durchgaenge bis 26     I    1,482 I
    I (Ausmast) I Tage Mast                 I           I
--------------------------------------------------------         - 4)
87. I Entenmast I 15,4 kg Zuwachs/Platz I               I
    I Flugenten I p. a.; 4 Durchgaenge;      I    0,588 I
    I            I 2,7 kg weibl., 5,0 kg I              I
    I            I maennl. (w:m = 1 : 1)     I           I
------------------------------------------------------------------------------
88. I            I Schnellmast, 5,0 kg      I           I
    I            I Zuwachs/Tier             I    0,183 I
-----            ----------------------------------------
89. I Gaensemast I Mittelmast, 6,8 kg        I           I        - 4)
    I            I Zuwachs/Tier             I    0,554 I
-----            ----------------------------------------
90. I            I Spaet-/Weidemast, 7,8 kg              I
    I            I Zuwachs/Tier             I    1,040 I
------------------------------------------------------------------------------

-----
1) niedrige Stroheinstreumenge: 3 bis 4 kg/GV und Tag
2) Bei mittlerer Stroheinstreumenge (6 bis 8 kg/GV und Tag) ist angegebener
   Jaucheanfall zu halbieren, bei hoher Stroheinstreumenge (> 11 kg/GV und
   Tag) faellt keine Jauche an.
3) Verfahrenskombination nicht relevant, d. h. keine Aufstallung auf Stroh
4) kein Jaucheanfall wegen hoher Einstreumenge oder Entmistungsverfahren



Anlage 6 (zu § 4 Abs. 3, § 5 Abs. 1, 2 und 3, Anlagen 7 und 8)
Kennzahlen fuer die sachgerechte Bewertung zugefuehrter Stickstoffduenger
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 238

----------------------------------------------------------------------------
  1. I      I. Anzurechnende Mindestwerte in % der Ausscheidungen an
                                                           - 21 -
      
                                                                              

     I Gesamtstickstoff in Wirtschaftsduengern tierischer Herkunft und
     I                        andere Kenngroessen
----------------------------------------------------------------------------
  2. I                     I      Ausbringung      I         Zufuhr
----------------------------------------------------------------------------
  3. I                     I Nach Abzug der Stall- I Nach Abzug der Stall-,
     I                     I und Lagerungsverluste I      Lagerungs- und
     I                     I                       I   Ausbringungsverluste
----------------------------------------------------------------------------
  4. I        Tierart      I Guelle I Festmist, I Guelle I Festmist,
     I                     I         I   Jauche,   I          I   Jauche,
     I                     I         I Tiefstall I            I Tiefstall
----------------------------------------------------------------------------
  5. I           1         I    2    I       3     I    4     I      5
----------------------------------------------------------------------------
  6. I Rinder              I   85    I     70      I   70     I     60
----------------------------------------------------------------------------
  7. I Schweine            I   70    I     65      I   60     I     55
----------------------------------------------------------------------------
  8. I Gefluegel            I         I     60      I          I     50
----------------------------------------------------------------------------
  9. I andere (Pferde,     I         I     55      I          I     50
     I Schafe)             I         I             I          I
----------------------------------------------------------------------------
 10. I Weidegang, alle     I                      25
     I Tierarten 1)        I
----------------------------------------------------------------------------
 11. I         II. Weitere unvermeidliche Ueberschuesse/erforderliche
     I                        Zuschlaege fuer Stickstoff
----------------------------------------------------------------------------
 12. I Gemuesebau I         I Fuer die letzte Kultur vor Winter, je nach
     I                     I Kultur, Kulturverfahren oder Produkten bis
     I                     I zu 50 kg N/ha und Jahr:
     I                     I Rettich, Radies, Feldsalat, Gruenkohl, Dill,
     I                     I Moehren, Rote Rueben, Schnittlauch, Markerbse,
     I                     I Zwiebel, Kuerbis, Petersilie, Salate, Spinat,
     I                     I Chicoree.
     I                     I Weitere Differenzierung oder nicht genannte
     I                     I Kulturen nach Angabe oder in Abstimmung mit der
     I                     I nach Landesrecht zustaendigen Stelle.
----------------------------------------------------------------------------
 13. I Gemuesebau II        I Fuer die letzte Kultur vor Winter, je nach
     I                     I Kultur, Kulturverfahren oder Produkten bis
     I                     I zu 80 kg N/ha und Jahr:
     I                     I Sellerie, Chinakohl, Buschbohnen, Kohlrabi,
     I                     I Rosenkohl, Rotkohl, Gurke, Porree,
     I                     I Knollenfenchel.
     I                     I Weitere Differenzierung oder nicht genannte
     I                     I Kulturen nach Angabe oder in Abstimmung mit der
     I                     I nach Landesrecht zustaendigen Stelle.
----------------------------------------------------------------------------
 14. I Gemuesebau III       I Fuer die letzte Kultur vor Winter, je nach
     I                     I Kultur, Kulturverfahren oder Produkten bis zu
     I                     I 120 kg N/ha und Jahr. Bis zu 160 kg N/ha und
     I                     I Jahr, wenn, soweit moeglich, geeignete Massnahmen
     I                     I zur Reduktion des Stickstoffaustrags vorgenommen
     I                     I werden, insbesondere Begruenung oder Anbau von
     I                     I Ackerwinterkulturen:
     I                     I Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing, Zucchini,
     I                     I Stangenbohnen, Weisskohl, Zuckermais.
     I                     I Weitere Differenzierung oder nicht genannte
     I                     I Kulturen nach Angabe oder in Abstimmung mit der

                                            - 22 -
        
                                                                                

     I                    I nach Landesrecht zustaendigen Stelle.
----------------------------------------------------------------------------
 15. I Besonderheiten bei bestimmten I Nach Vorgabe oder in Abstimmung mit
     I Betriebstypen, bei der        I der nach Landesrecht zustaendigen
     I Anwendung bestimmter          I Stelle.
     I Duengemittel, beim             I
     I Anbau bestimmter Kulturen,    I
     I der Erzeugung bestimmter      I
     I Qualitaeten, der Haltung       I
     I bestimmter Tierarten oder der I
     I Nutzung bestimmter Haltungs- I
     I formen oder nicht zu          I
     I vertretender Ernteausfaelle    I
----------------------------------------------------------------------------


1)   Bei ausschliesslichem Weidegang. Bei anteiliger Schnittnutzung sind fuer diese die Werte gemaess Spalte 4 bzw. 5
     anzusetzen.


Anlage 7 (zu § 5 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Nr. 3)
Jaehrlicher betrieblicher Naehrstoffvergleich
fuer Stickstoff (N) oder Phosphat (P(tief)2O(tief)5) (Naehrstoff
unterstreichen) fuer das Duengejahr ...
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 239

1. Erfassung der Daten fuer den betrieblichen Naehrstoffvergleich
Der betriebliche Naehrstoff-      1.1 Zusammenfassung der                ( )
vergleich erfolgt durch              Ergebnisse von Vergleichen fuer
                                     Schlaege oder Bewirtschaftungs-
                                     einheiten,
                                 1.2 Vergleich von Zufuhr und           ( )
                                     Abfuhr fuer die landwirtschaftlich
                                     genutzte Flaeche insgesamt.
Eindeutige Bezeichnung des Betriebes: .................................
Groesse des Betriebes in Hektar landwirtschaftlich genutzter Flaeche: ....
Beginn und Ende des Duengejahres: ......................................
Datum der Erstellung: .................................................

2. Erfassung von Daten fuer auf den Schlag oder auf die               ( )
Bewirtschaftungseinheit bezogene Naehrstoffvergleiche (fuer die
spaetere Zusammenfassung von Schlagbilanzen nach Nr. 1.1)
- Eindeutige Bezeichnung des Schlages, der Bewirtschaftungseinheit: ...
- Groesse des Schlages, der Bewirtschaftungseinheit: ....................
- Bei Gruenland:                                     ....................
                Anzahl der Schnittnutzungen:        ....................
                Zahl der Weidetage auf dem Schlag: ....................
                Anzahl und Art der auf der Weide gehaltenen Tiere: .....

-------------------------------------------------------------------------------
  1. I           1            I     2     I           3            I    4
-------------------------------------------------------------------------------
  2. I        Zufuhr          I Naehrstoff I        Abfuhr          I Naehrstoff
     I (auf die Gesamtflaeche, I   in kg   I (von der Gesamtflaeche, I   in kg
     I Bewirtschaftungseinheit,           I Bewirtschaftungseinheit,
     I Einzelschlag)          I           I Einzelschlag)          I
-------------------------------------------------------------------------------
  3. I Mineralische           I           I Ernteprodukte 2)       I
     I Duengemittel            I           I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  4. I Wirtschaftsduenger      I           I Nebenprodukte          I

                                                           - 23 -
        
                                                                                

     I tierischer Herkunft 1) I           I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  5. I Sonstige organische     I          I                        I
     I Duengemittel             I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  6. I Bodenhilfsstoffe        I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  7. I Kultursubstrate         I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  8. I Pflanzenhilfsmittel     I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  9. I Abfaelle zur Beseitigung            I                        I
     I (§ 27 Abs. 2 oder 3     I          I                        I
     I KrW-/AbfG)              I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
 10. I Stickstoffbindung       I          I                        I
     I durch Leguminosen       I          I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
 11. I Summe der Zufuhr        I          I Summe der Abfuhr       I
-------------------------------------------------------------------------------
 12. I Ggf. Summe der Zu-/     I          I                        I
     I Abschlaege nach Anlage I            I                        I
     I 6 Zeilen 12 bis 15 3) I            I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
 13. I Differenz zwischen      I          I
     I Zufuhr und Abfuhr       I          I
-------------------------------------------
 14. I Differenz je Hektar     I          I
     I (nicht fuer Schlag-      I          I
     I bilanzen)               I          I
-------------------------------------------------------------------------------


1)   Bei Weidegang anteilige Naehrstoffzufuhr in Abhaengigkeit von der Zahl der Weidetage nach § 4 Abs. 1.

2)   Bei Gruenland in Abhaengigkeit der standortabhaengigen Nutzungshaeufigkeit und der Standortguete.

3)   Detaillierte Aufschluesselung erforderlich.



Anlage 8 (zu § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Nr. 3)
Mehrjaehriger betrieblicher Naehrstoffvergleich
gleitende Mittelwerte fuer Stickstoff (3 Jahre) und Phosphat
(P(tief)2O(tief)5)(6 Jahre)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 240

Letztes beruecksichtigtes Duenge- bzw. Wirtschaftsjahr: ...
Beginn und Ende des Duengejahres:
Eindeutige Bezeichnung des Betriebes:
Groesse des Betriebes in Hektar landwirtschaftlich genutzter Flaeche:
Art der Bilanzierung der Ausgangsdaten:
Datum der Erstellung:

-------------------------------------------------------------------------------
  1. I        Betrieblicher Naehrstoffvergleich im Durchschnitt
     I       mehrerer aufeinander folgender Jahre nach Anlage 7
-------------------------------------------------------------------------------
  2. I                      I    Differenz im Duenge- bzw. Wirtschaftsjahr
     I                      I               Kilogramm/Hektar
-------------------------------------------------------------------------------
  3. I                      I       Stickstoff:      I       Phosphat:

                                                           - 24 -
      
                                                                              

     I                      I   Duengejahr und zwei   I   Duengejahr und fuenf
     I                      I        Vorjahre        I        Vorjahre
-------------------------------------------------------------------------------
  4. I Vorjahr:             I            -           I
-------------------------------------------------------------------------------
  5. I Vorjahr:             I            -           I
-------------------------------------------------------------------------------
  6. I Vorjahr:             I            -           I
-------------------------------------------------------------------------------
  7. I Vorjahr:             I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  8. I Vorjahr:             I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
  9. I Duengejahr:           I                        I
-------------------------------------------------------------------------------
 10. I Durchschnittlicher   I                        I
     I betrieblicher        I                        I
     I Ueberschuss je ha     I                        I
     I und Jahr             I                        I
-------------------------------------------------------------------------------




                                            - 25 -