Dritte Verordnung ueber Ausnahmen von
strassenverkehrsrechtlichen Vorschriften
StVOuaVsAusnV 3

vom  05.06.1990



"Dritte Verordnung ueber Ausnahmen von strassenverkehrsrechtlichen Vorschriften vom 5.
Juni 1990 (BGBl. I S. 999), die durch die Verordnung vom 22. Dezember 1992 (BGBl. I S.
2480) geaendert worden ist"

Stand:     Geaendert durch V v. 22.12.1992 I 2480

Fussnote

Textnachweis ab: 14.6.1990

Eingangsformel
Auf Grund des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b in Verbindung mit Abs. 3 des
Strassenverkehrsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 9231-
1, veroeffentlichten bereinigten Fassung, Nummer 3 zuletzt geaendert durch Gesetz vom 6.
April 1980 (BGBl. I S. 413), Absatz 3 eingefuegt durch § 70 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes
vom 15. Maerz 1974 (BGBl. I S. 721) und geaendert gemaess Artikel 22 Nr. 3 der Verordnung
vom 26. November 1986 (BGBl. I S. 2089), verordnet der Bundesminister fuer Verkehr nach
Anhoerung der zustaendigen obersten Landesbehoerden:

§ 1
Abweichend von § 22a Abs. 1 Nr. 27 der Strassenverkehrs-Zulassungs-Ordnung brauchen
besondere Rueckhalteeinrichtungen fuer behinderte Kinder in Kraftfahrzeugen nicht in
einer amtlich genehmigten Bauart ausgefuehrt zu sein, wenn
1. die Konstruktion dem Stand der Technik entspricht,
2. der Rueckhalteeinrichtung eine Einbau- und Gebrauchsanweisung beigegeben ist, in der
   die Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugtypen angegeben sind, fuer die sie verwendbar
   ist.

§ 2
Abweichend von § 21 Abs. 1a der Strassenverkehrs-Ordnung duerfen behinderte Kinder
in Kraftfahrzeugen mitgenommen werden, wenn eine besondere Rueckhalteeinrichtung
im Sinne des § 1 benutzt wird und in einer aerztlichen Bescheinigung, die auf den
Namen des behinderten Kindes ausgestellt ist, bestaetigt wird, dass anstelle einer
bauartgenehmigten Rueckhalteeinrichtung nach § 22a Abs. 1 Nr. 27 der Strassenverkehrs-
Zulassungs-Ordnung nur eine besondere Rueckhalteeinrichtung verwendet werden kann. Die
aerztliche Bescheinigung darf nicht aelter als 4 Jahre sein. Sie ist mitzufuehren und
zustaendigen Personen auf Verlangen zur Pruefung auszuhaendigen.

§ 3
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes in Verbindung mit
Artikel 3 des Gesetzes zur Aenderung des Strassenverkehrsgesetzes vom 28. Dezember 1982
(BGBl. I S. 2090) auch im Land Berlin.

§ 4
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkuendung in Kraft.


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