Verordnung ueber Kreuzungsanlagen
im Zuge von Bundesfernstrassen
(Bundesfernstrassenkreuzungsverordnung -
FStrKrV)
FStrKrV

vom  02.12.1975



"Bundesfernstrassenkreuzungsverordnung vom 2. Dezember 1975 (BGBl. I S. 2984, 2985)"


Fussnote

Textnachweis ab: 1. 1.1976

§ 1 Hoehengleiche Kreuzungen
(1) Zur Kreuzungsanlage im Sinne des § 13 Abs. 1 FStrG, die der Baulasttraeger der
Bundesfernstrasse zu unterhalten hat, gehoeren
1. von der die Bundesfernstrasse kreuzenden Strasse vom Anfang ihrer Eckausrundungen an
   - die befestigten Fahrstreifen einschliesslich Trenn-, Seiten- und Randstreifen,
   - die Verkehrszeichen und -einrichtungen sowie Verkehrsanlagen aller Art,
     insbesondere Verkehrsinseln,
   - die Gehwege ausserhalb der Ortsdurchfahrten und die Radwege, soweit diese Wege mit
     der kreuzenden Strasse in Zusammenhang stehen und mit dieser gleichlaufen,
   - die Durchlaesse, Daemme, Graeben, Boeschungen und Stuetzmauern,

2. die durch die Kreuzung bedingten Lichtzeichenanlagen.

(2) Eine Eckausrundung beginnt an der Stelle, an der der erste Radius die Ecken der
Strassenraender von der Bundesfernstrasse und der kreuzenden Strasse abzurunden beginnt.

(3) Sichtfelder gehoeren zur kreuzenden Strasse.

§ 2 Ueber- und Unterfuehrungen
(1) Zum Kreuzungsbauwerk im Sinne des § 13 Abs. 2 des Bundesfernstrassengesetzes gehoeren
1. die Widerlager mit Fluegelmauern,
2. die Pfeiler,
3. der Ueberbau mit Gelaendern, Bruestungen und Auffangvorrichtungen, jedoch mit Ausnahme
   der Strassendecke, der Entwaesserungsrinnen und Einlaeufe und, soweit sie nicht durch
   die Konstruktion der Bruecke bedingt sind, der Verkehrszeichen und -einrichtungen
   sowie Verkehrsanlagen aller Art.

(2) Die nicht zum Kreuzungsbauwerk rechnenden Teile des Ueberbaus (Abs. 1 Nr. 3) gehoeren
zu der Strasse, in deren Verlauf sie liegen.

(3) Verbindungsarme zwischen der Bundesfernstrasse und der kreuzenden Strasse gehoeren
zur Bundesfernstrasse. Die Verbindungsarme enden am aeusseren Fahrbahnrand der kreuzenden
Strasse. Sind Abbiege- oder Einfaedelstreifen auf der kreuzenden Strasse vorhanden, so
enden die Verbindungsarme am Anfang der Eckausrundungen der kreuzenden Strasse. Bei
hoehenungleichen Einmuendungen beginnen die Verbindungsarme an der ersten Aufweitung

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der einmuendenden Strasse. Lichtzeichenanlagen und Verkehrsinseln an der Einmuendung des
Verbindungsarms gehoeren zur Bundesfernstrasse.

§ 3 Sonstige Teile der Kreuzungsanlage
Die in den §§ 1 und 2 nicht erfassten Teile der Bundesfernstrasse und der kreuzenden
Strasse gehoeren zu der Strasse, der sie unmittelbar dienen.

§ 4 Kreuzungen zwischen Bundesfernstrassen
Auf Kreuzungen zwischen Bundesfernstrassen, von denen die eine vom Bund, die andere von
einem Dritten unterhalten wird, ist diese Verordnung mit der Massgabe anzuwenden, dass
die vom Dritten unterhaltene Bundesfernstrasse als kreuzende Strasse gilt.

§ 5 Einmuendungen
Die vorstehenden Vorschriften gelten auch fuer Einmuendungen oeffentlicher Strassen in
Bundesfernstrassen.

§ 6 Berlin-Klausel
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952
(Bundesgesetzblatt I S. 1) in Verbindung mit § 26 des Bundesfernstrassengesetzes auch im
Land Berlin.




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