Bekanntmachung ueber die Auspraegung von
Bundesmuenzen im Nennwert von 5 Deutschen
Mark
Muenz5DMBek 1955-04

vom  26.04.1955



"Bekanntmachung ueber die Auspraegung von Bundesmuenzen im Nennwert von 5 Deutschen Mark
in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 691-1-2, veroeffentlichten
bereinigten Fassung"


Fussnote

Ueberschrift: Im Saarland eingefuehrt durch § 4 Nr. 1 G v. 29.6.1959 I 402; fuer Berlin
vgl. Bek. v. 5.11.1955 GVBl. S. 966, 967

Textnachweis Geltung ab: 1. 1.1964

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(1) Auf Grund des Gesetzes ueber die Auspraegung von Scheidemuenzen vom 8. Juli 1950
(Bundesgesetzbl. S. 323) werden zum Gedenken an den Dichter Friedrich von Schiller,
dessen Todestag sich am 9. Mai 1955 zum 150. Mal jaehrt, 200.000 Stueck Bundesmuenzen im
Nennwert von je 5 Deutschen Mark gepraegt und demnaechst in den Verkehr gebracht.

(2) Die Muenzen bestehen aus einer Legierung von 625 Tausendteilen Feinsilber und 375
Tausendteilen Kupfer. Sie haben einen Durchmesser von 29 Millimeter und ein Gewicht von
11,2 Gramm.

(3) Beide Seiten der Muenzen sind von einem glatten Staebchen umrahmt, an dessen inneren
Rand sich ein Perlenkreis anschliesst.

(4) Die Wertseite der Muenzen zeigt in der Mitte den Bundesadler, die Fluegel offen, die
Schwingen auswaerts gerichtet. Die in Antiqua in grossen Buchstaben gehaltene Umschrift
"BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" schliesst, von links ueber das Adlerbild herum nach rechts
fuehrend, dieses unten freilassend teilweise ein. Der Raum unter dem Adlerbild ist mit
der Wertbezeichnung ausgefuellt: In der Mitte die arabische Ziffer "5", links davon in
Antiqua in grossen Buchstaben das Wort "DEUTSCHE", rechts in gleicher Ausfuehrung das
Wort "MARK"; die Anfangsbuchstaben "D" und "M" sind vergroessert dargestellt. Unter dem
letzten Buchstaben in dem Wort "DEUTSCHE", noch innerhalb des Bogens der Wertziffer
"5", befindet sich das Muenzzeichen "F" (Staatliche Muenze Stuttgart).

(5) Die Schauseite der Muenzen zeigt die Bueste des Dichters Friedrich von Schiller im
Profil nach rechts. Die in Antiqua in grossen Buchstaben gehaltene Umschrift "FRIEDRICH
VON SCHILLER 9. V. 1955" umschliesst das Bildnis in gleicher Weise wie die Umschrift
auf der Wertseite das Adlerbild; der Tag und das Jahr in der Zeitangabe sind durch
arabische Ziffern, der Monat ist durch die roemische Zahl V bezeichnet; hinter der
"9" und der "V" befindet sich je ein Punkt. In dem Raum unter dem Bildnis stehen, in
drei Zeilen untereinandergereiht, in Antiqua in grossen Buchstaben die Worte "ZUM 150.
TODESTAG"; die Ordnungszahl 150. ist durch arabische Ziffern ausgedrueckt. Links und
rechts von dem in der zweiten Zeile stehenden Wort "TODES" ist je ein achteckiger Stern
angebracht.

(6) Die in Antiqua in grossen Buchstaben ausgefuehrte vertiefte Inschrift "SEID EINIG,
EINIG, EINIG" auf dem glatten Rand der Muenzen gibt die letzten Worte des sterbenden
Attinghausen in dem Drama "Wilhelm Tell" des Dichters wieder. Die Zwischenraeume

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der vier Worte der Inschrift sind jeweils durch zwei Lorbeerblaetter mit zwei Beeren
ausgefuellt.

(7) Der Entwurf der Muenze stammt von Herrn Professor Alfons Feuerle, Schwaebisch-Gmuend.

(8) Dies wird namens der Bundesregierung bekanntgemacht.

Schlussformel
Der   Bundesminister      der   Finanzen

Abbildung der Muenze
(Inhalt: nicht darstellbare Abbildung)
Fundstelle: BGBl I &, 1955, 213




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