Verordnung ueber die Berufsausbildung
zum Asphaltbauer (Asphaltbauer-
Ausbildungsverordnung - AsphAusbV)
AsphAusbV

vom  19.03.1984



"Asphaltbauer-Ausbildungsverordnung vom 19. Maerz 1984 (BGBl. I S. 457)"


Fussnote

Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des
Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der
Staendigen Konferenz der Kultusminister der Laender in der Bundesrepublik Deutschland
beschlossene Rahmenlehrplan fuer die Berufsschule werden demnaechst als Beilage zum
Bundesanzeiger veroeffentlicht.
Textnachweis ab: 1. 8.1984

Massgaben aufgrund des EinigVtr vgl. AsphAusbV Anhang EV

Eingangsformel
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112),
der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525)
geaendert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und
Wissenschaft verordnet:

§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs
Der Ausbildungsberuf Asphaltbauer wird staatlich anerkannt.

§ 2 Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Auszubildende, denen der Besuch eines nach
landesrechtlichen Vorschriften eingefuehrten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach
einer Rechtsverordnung gemaess § 29 Abs. 1 des Berufsgrundbildungsgesetzes als erstes
Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im
zweiten Ausbildungsjahr.

Fussnote

§ 2 Kursivdruck: Richtig "Berufsbildungsgesetz"

§ 3 Berufsfeldbreite Grundbildung
Die Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung,
wenn die betriebliche Ausbildung nach dieser Verordnung und die Ausbildung in der
Berufsschule nach den landesrechtlichen Vorschriften ueber das Berufsgrundbildungsjahr
erfolgen.

§ 4 Gliederung der Berufsausbildung
(1) Die Berufsausbildung im ersten Ausbildungsjahr ist wie folgt zu gliedern:
1. berufliche Grundbildung in ueberbetrieblichen Ausbildungsstaetten in 20 Wochen,
2. Unterricht der Berufsschule nach Massgabe der Rahmenlehrplaene der Laender in 20
   Wochen,
                                            -1-
       
                                                                               

3. berufliche Grundbildung in der betrieblichen Ausbildungsstaette in 12 Wochen.

(2) Gegenstand der beruflichen Grundbildung nach Absatz 1 Nr. 1 und 3 sind die in der
Anlage in Abschnitt I aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse.

(3) Zur Vertiefung der beruflichen Grundbildung nach Absatz 2 und als Beginn der
beruflichen Fachbildung sind im zweiten Ausbildungsjahr waehrend 13 Wochen insbesondere
die in der Anlage in Abschnitt II unter der laufenden Nummer 2 Buchstaben a und c, Nr.
3 Buchstabe a, Nr. 4 Buchstaben a und b, Nr. 5 Buchstaben a und b, Nr. 6 Buchstaben
a, b, c, e und f, Nr. 7 Buchstaben a bis c und Nr. 9 aufgefuehrten Fertigkeiten und
Kenntnisse in geeigneten betrieblichen oder ueberbetrieblichen Ausbildungsstaetten zu
vermitteln.

(4) Zur Ergaenzung der beruflichen Fachbildung sind im dritten Ausbildungsjahr waehrend
8 Wochen insbesondere die in der Anlage zu Abschnitt II unter der laufenden Nummer
2 Buchstaben b und d, Nr. 3 Buchstaben c und d, Nr. 4 Buchstaben c und d, Nr. 5
Buchstaben c und d, Nr. 10 Buchstaben a bis d und Nr. 11 aufgefuehrten Fertigkeiten und
Kenntnisse in geeigneten betrieblichen oder ueberbetrieblichen Ausbildungsstaetten zu
vermitteln.

(5) Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr ist der Unterricht der Berufsschule in den
Zeiten der beruflichen Fachbildung in der betrieblichen Ausbildungsstaette enthalten.

(6) Der Urlaub ist jeweils auf die Dauer der Berufsausbildung in der betrieblichen
Ausbildungsstaette anzurechnen.

§ 5 Ausbildungsberufsbild
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse:
1.    Arbeitsschutz, Unfallverhuetung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
2.    Organisation der Arbeitsstaette, Arbeits- und Sozialrecht,
3.    Lesen und Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen,
4.    Einrichten von Baustellen, Durchfuehren von Vermessungsarbeiten,
5.    Grundfertigkeiten im Tief- und Strassenbau,
6.    Grundfertigkeiten im Steinbau, in der Herstellung von Putz und Estrich und im
      Verlegen von Fliesen,
7.    Grundfertigkeiten im Stahlbetonbau,
8.    Grundfertigkeiten im Holzbau, in der Erstellung von Geruesten und Leichtwaenden,
9.    Arbeiten mit Kunststoffen,
10.   Bearbeiten von Metallen,
11.   Instandhalten von Werkzeugen, Einrichten und Warten von Geraeten und Maschinen,
12.   Abdichten gegen Bodenfeuchtigkeit,
13.   Abdichten gegen Sicker- und Oberflaechenwasser,
14.   Abdichten von Brueckenbauwerken,
15.   Aufbereiten von Gussasphalt und Asphaltmastix,
16.   Einbauen von Gussasphalt und Asphaltmastix,
17.   Entnehmen von Materialproben,
18.   Durchfuehren von Waerme- und Schalldaemmassnahmen in Verbindung mit Gussasphalt,
19.   Herstellen und Schliessen von Fugen,
20.   Auftragen von Kunststoffbeschichtungen auf Gussasphalt.

§ 6 Ausbildungsrahmenplan


                                             -2-
      
                                                                              

Die in § 5 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der in der Anlage fuer
die berufliche Grundbildung und fuer die berufliche Fachbildung enthaltenen Anleitung
zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan)
vermittelt werden. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan innerhalb der beruflichen
Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und
zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhalts ist insbesondere zulaessig, soweit
betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

§ 7 Ausbildungsplan
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans fuer den
Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

§ 8 Berichtsheft
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu fuehren.
Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft waehrend der Ausbildungszeit zu fuehren.
Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmaessig durchzusehen.

§ 9 Zwischenpruefung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpruefung durchzufuehren. Sie
soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Die Zwischenpruefung erstreckt sich auf die in der Anlage in Abschnitt I fuer das
erste Ausbildungsjahr und in Abschnitt II unter der laufenden Nummer 2 Buchstaben a
und c, Nr. 6 Buchstaben a bis c, e und f, Nr. 7 Buchstaben a, b und e bis h und Nr. 9
fuer das zweite Ausbildungsjahr aufgefuehrten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den
im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplaenen zu vermittelnden Lehrstoff,
soweit er fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 4 Stunden 2
Arbeitsproben durchfuehren.
Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. Anfertigen einer der 3 folgenden Arbeitsproben aus dem Bereich der beruflichen
   Grundbildung:
   a) Versetzen von Randsteinen und Verlegen von Gehwegplatten in Sand- und
      Moertelbett,
   b) Herstellen eines waagerechten Ausgleichsestrichs,
   c) Herstellen der Schalung fuer einen rechteckigen Stahlbetonteil einschliesslich
      Abstuetzung und Sicherung gegen Verschieben,

2. Anfertigen einer der 4 folgenden Arbeitsproben aus dem Bereich der beruflichen
   Fachbildung:
   a) Verlegen von Daemmstoffen einschliesslich Randstreifen als Unterlage eines
      schwimmenden Gussasphaltestrichs,
   b) Verlegen eines Gussasphaltbelages, einlagig, mit Splitt abstreuen und mit Walze
      andruecken,
   c) Verlegen eines Gussasphaltestrichs, einlagig, mit Sand abreiben,
   d) Durchfuehren einer Reparatur in einem Asphaltbelag einschliesslich einer Naht.


(4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 180 Minuten
Aufgaben aus folgenden Gebieten schriftlich loesen:
1. Baustoffkunde:
   Bauholz, kuenstliche Steine und Platten, Gips, Kalk, Zement, Bitumen, Zuschlaege,
   Beton, Asphalt, Abdichtungs- und Daemmstoffe;
2. Arbeitskunde:
   a) Vermessungsgeraete, Werkzeuge, Baugeraete

                                            -3-
      
                                                                              

   b) Arbeitsschutz, Unfallverhuetung,
   c) Ausfuehrungsregeln fuer die Herstellung von Mauerwerk, Beton, Gussasphalt- und
      Zementestrich, Plattenbelaegen,
   d) Abdichten gegen Feuchtigkeit;

3. Ermitteln von Laengen, Breiten und Hoehen aus Zeichnungen;
4. Berechnen von geradlinig begrenzten Flaechen und Koerpern einfacher Bauteile;
5. Baustoffbedarfsberechnungen;
6. Darstellen einfacher Baukoerper als Skizze;
7. Lesen einfacher Zeichnungen und Verlegeplaene.
Die schriftlichen Aufgaben sollen auch praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.

(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.

§ 10 Abschlusspruefung
(1) Die Abschlusspruefung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgefuehrten Fertigkeiten
und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit
dieser fuer die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Pruefling in insgesamt hoechstens 8 Stunden
eine Arbeitsprobe durchfuehren.
Hierfuer kommen insbesondere in Betracht:
1. Verlegen eines schwimmenden Estrichs, bestehend aus einer mehrlagigen Daemmung,
   Randstreifen und Gussasphaltestrich,
2. Herstellen eines Brueckenlagers, bestehend aus einer Dichtungsschicht, einer
   Gussasphaltschutzschicht und Gussasphaltdeckschicht,
3. Verlegen eines mehrlagigen Gussasphaltbelages mit groesserem Gefaelle einschliesslich
   Fugenanschluessen,
4. Herstellen eines mehrlagigen Asphaltbelages in Nassraeumen mit Gefaelle einschliesslich
   Fugen und Anschluss eines Ablaufs.

(3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Pruefling in den Pruefungsfaechern Technologie,
Technische Mathematik, Technisches Zeichnen und Wirtschafts- und Sozialkunde
schriftlich geprueft werden. Es kommen Fragen und Aufgaben insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:
1. im Pruefungsfach Technologie:
   a) Baustoffkunde:
      aa)   Bitumensorten,
      bb)   Mineralstoffe,
      cc)   Asphaltmischgutarten und Mischgutrezepturen,
      dd)   Voranstrichmittel, Deckaufstrich-, Klebe- und Fugenmassen,
      ee)   Abdichtungsstoffe,
      ff)   Daemmstoffe,

   b) Arbeitskunde:
      aa)   Arbeitsschutz, Unfallverhuetung, Umweltschutz und rationelle
            Energieverwendung,
      bb)   berufsbezogene Vermessungsgeraete,
      cc)   Maschinen und Geraete, Schutzvorrichtungen,
      dd)   Hitzeschutz,
      ee)   Verkehrssicherung,
                                            -4-
      
                                                                              

       ff)    Materiallagerung und Materialtransport,
       gg)    Asphaltbauweisen im Hoch-, Industrie-, Bruecken- und Strassenbau;

2. im Pruefungsfach Technische Mathematik:
   a) Laengen-, Flaechen-, Volumen-, Massen- und Eigenlastberechnungen von Baustoffen
      und Bauteilen,
   b) Baustoffbedarfsberechnungen;

3. im Pruefungsfach Technisches Zeichnen:
   a) Anfertigen von Handskizzen nach Angabe oder Aufmass,
   b) Lesen und Erlaeutern von Plaenen und Zeichnungen;

4. im Pruefungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
   Wirtschafts- und Sozialkunde.
Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezogene Faelle beruecksichtigen.

(4) Fuer die   schriftliche Kenntnispruefung ist von folgenden zeitlichen Hoechstwerten
auszugehen:
1.       im   Pruefungsfach   Technologie                                         120 Minuten,
2.       im   Pruefungsfach   Technische Mathematik                                90 Minuten,
3.       im   Pruefungsfach   Technisches Zeichnen                                  90 Minuten
4.       im   Pruefungsfach   Wirtschafts- und Sozialkunde                         60 Minuten.

(5) Die in Absatz 4 genannte Pruefungsdauer kann insbesondere unterschritten werden,
soweit die schriftliche Pruefung in programmierter Form durchgefuehrt wird.

(6) Die schriftliche Pruefung ist auf Antrag des Prueflings oder nach Ermessen des
Pruefungsausschusses in einzelnen Faechern durch eine muendliche Pruefung zu ergaenzen, wenn
diese fuer das Bestehen der Pruefung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Pruefung
hat gegenueber der muendlichen das doppelte Gewicht.

(7) Innerhalb der Kenntnispruefung hat das Pruefungsfach Technologie gegenueber jedem der
uebrigen Pruefungsfaecher das doppelte Gewicht.

(8) Die Pruefung ist bestanden, wenn jeweils in der Fertigkeits- und Kenntnispruefung
sowie innerhalb der Kenntnispruefung im Pruefungsfach Technologie mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sind.

§ 11 Berlin-Klausel
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Ueberleitungsgesetzes in Verbindung mit §
112 des Berufsbildungsgesetzes auch im Land Berlin.

§ 12 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 1984 in Kraft.

Schlussformel
Der   Bundesminister         fuer   Wirtschaft

Anlage Ausbildungsrahmenplan fuer die Berufsausbildung zum Asphaltbauer
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1984, 461 - 467

Abschnitt I: Berufliche Grundbildung
-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
     I                       I                                   I in Wochen
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I im ersten

                                              -5-
      
                                                                              

Nr.  I Ausbildungs-          I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I Arbeitsschutz,         I a) allgemeine Arbeitsschutz-      I
     I Unfallverhuetung,      I    vorschriften nennen            I
     I Umweltschutz und      I b) berufsbezogene Vorschriften    I
     I rationelle Energie-   I    und Merkblaetter der Traeger der I
     I verwendung            I    gesetzlichen Unfall-           I
     I (§ 5 Nr. 1)           I    versicherung nennen            I
     I                       I c) persoenliche Schutzausruestung   I
     I                       I    zur Vermeidung von             I
     I                       I    Verletzungen und Berufs-       I
     I                       I    krankheiten anwenden           I
     I                       I d) unfallverursachendes           I
     I                       I    Verhalten sowie berufstypische I
     I                       I    Unfallquellen und -situationen I
     I                       I    beschreiben                    I
     I                       I e) bei Entstehungsbraenden         I
     I                       I    Schutzmassnahmen ergreifen      I
     I                       I f) Massnahmen der Ersten Hilfe,    I
     I                       I    insbesondere bei               I
     I                       I    Verbrennungen, einleiten       I
     I                       I g) Vorschriften der Umweltschutz- I
     I                       I    gesetze, soweit sie den        I
     I                       I    Taetigkeitsbereich betreffen,   I
     I                       I    nennen                         I
     I                       I h) die im Ausbildungsbetrieb      I
     I                       I    verwendeten Energiearten       I
     I                       I    nennen und Moeglichkeiten       I
     I                       I    rationeller Energieverwendung I
     I                       I    im beruflichen Einwirkungs-    I
     I                       I    und Beobachtungsbereich        I
     I                       I    anfuehren                       I waehrend des
-----------------------------------------------------------------I ersten
  2 I Organisation der       I a) Organisation der Arbeits-      I Ausbildungs-
     I Arbeitsstaette,        I    staette beschreiben             I jahres zu
     I Arbeits- und          I b) Arbeitsablaeufe im Betrieb und I vermitteln
     I Sozialrecht           I    auf der Baustelle beschreiben I
     I (§ 5 Nr. 2)           I c) Rechte und Pflichten aus dem   I
     I                       I    Berufsausbildungsvertrag       I
     I                       I    nennen                         I
     I                       I d) die fuer die Berufsausbildung   I
     I                       I    geltenden gesetzlichen und     I
     I                       I    tariflichen Bestimmungen       I
     I                       I    nennen                         I
     I                       I e) Grundzuege des Betriebs-        I
     I                       I    verfassungsgesetzes nennen     I
     I                       I f) Grundzuege des Sozial-          I
     I                       I    versicherungsrechts nennen     I
-----------------------------------------------------------------I
  3 I Lesen und Anfertigen I a) Zeichengeraete handhaben          I
     I von Skizzen und       I b) Skizzen und einfache           I
     I Zeichnungen           I    Zeichnungen unter Beachtung    I
     I (§ 5 Nr. 3)           I    der Normen herstellen          I
     I                       I c) Zeichnungen, Material-         I
     I                       I    bedarfslisten und Verlege-     I
     I                       I    plaene lesen                    I
     I                       I d) Normen anwenden sowie          I
     I                       I    Tabellen, Handbuecher und       I
     I                       I    Merkblaetter verwenden          I

                                            -6-
      
                                                                              

     I                       I e) Aufmass erstellen               I
-------------------------------------------------------------------------------



-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
     I                       I                                   I in Wochen
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I im ersten
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I       4
-------------------------------------------------------------------------------
  4 I Einrichten von         I a) zweckmaessige Planung und        I
     I Baustellen,           I    Durchfuehrung von Bauvorhaben   I
     I Durchfuehren von       I    beschreiben                    I
     I Vermessungsarbeiten   I b) Baustellen einrichten und      I
     I (§ 5 Nr. 4)           I    sichern                        I       4
     I                       I c) einfache Laengen- und Hoehen-    I
     I                       I    messungen einschliesslich der   I
     I                       I    Uebertragung von Hoehen          I
     I                       I    durchfuehren                    I
     I                       I d) Gebaeude und Bauteile abstecken I
-------------------------------------------------------------------------------
  5 I Grundfertigkeiten im I a) Graeben einmessen und das         I
     I Tief- und Strassenbau I     Gefaelle der Sohle festlegen    I
     I (§ 5 Nr. 5)           I b) Graeben ausheben, verbauen und I
     I                       I    aussteifen                     I
     I                       I c) Drainage- und Entwaesserungs-   I
     I                       I    leitungen verlegen             I
     I                       I d) Mutterboden abheben und        I       4
     I                       I    andecken sowie Bodenmassen     I
     I                       I    einbringen und verdichten      I
     I                       I e) Planum herstellen              I
     I                       I f) Belaege, Einfassungen und       I
     I                       I    Pflasterungen aus kuenstlichen I
     I                       I    und natuerlichen Steinen sowie I
     I                       I    Platten herstellen             I
-------------------------------------------------------------------------------
  6 I Grundfertigkeiten im I a) Werkzeuge fuer den Stein- und     I
     I Steinbau, in der      I    Plattenbau benennen und den    I
     I Herstellung von Putz I     entsprechenden Taetigkeiten     I
     I und Estrich und im    I    zuordnen                       I
     I Verlegen von Fliesen I b) einfache Bauteile mit           I
     I (§ 5 Nr. 6)           I    kuenstlichen und natuerlichen    I
     I                       I    Steinen sowie aus Bauplatten   I
     I                       I    herstellen, insbesondere       I
     I                       I    Anlegen der Verbaende,          I
     I                       I    Herstellen von Mauerenden,     I
     I                       I    Maueranschluessen und Pfeilern I
     I                       I c) waagerechte und senkrechte     I
     I                       I    Abdichtungen durchfuehren       I      12
     I                       I d) Boden-, Sockel- und Wand-      I
     I                       I    fliesen bearbeiten und         I
     I                       I    verlegen                       I
     I                       I e) Grundregeln der Putzhaftung    I
     I                       I    erlaeutern                      I
     I                       I f) die wichtigsten Putzarten      I
     I                       I    unterscheiden                  I
     I                       I g) Mauer- und Putzmoertel          I

                                            -7-
      
                                                                              

     I                       I    herstellen                     I
     I                       I h) Wandputz mit und ohne Lehre    I
     I                       I    herstellen                     I
     I                       I i) Estrich herstellen             I
-------------------------------------------------------------------------------
  7 I Grundfertigkeiten      I a) Material und Werkzeuge fuer den I
     I im Stahlbetonbau      I    Schalungsbau benennen und den I
     I (§ 5 Nr. 7)           I    entsprechenden Aufgaben        I
     I                       I    zuordnen                       I
     I                       I b) einfache Formen fuer Beton-     I
     I                       I    fertigteile herstellen         I
     I                       I c) Schalung fuer einfache Beton-   I
     I                       I    bauteile herstellen            I
     I                       I d) Beton nach vorgegebenen        I
     I                       I    Mischungsverhaeltnissen von     I
     I                       I    Hand und mit Maschine          I
     I                       I    herstellen                     I



-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
     I                       I                                   I in Wochen
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I im ersten
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I e) Beton in Schalungen und Formen I
     I                       I    einbringen, verdichten und     I
     I                       I    nachbehandeln                  I
     I                       I f) Ausbreitversuch durchfuehren    I
     I                       I g) Stabstaehle und Betonstahl-     I
     I                       I    matten unterscheiden und       I
     I                       I    bezeichnen                     I      12
     I                       I h) Betonstahl schneiden und nach I
     I                       I    Zeichnung biegen               I
     I                       I i) einfache Bewehrungskoerbe       I
     I                       I    flechten                       I
     I                       I k) Staehle verlegen und            I
     I                       I    Bewehrungskoerbe in die         I
     I                       I    Schalung einbringen            I
-------------------------------------------------------------------------------
  8 I Grundfertigkeiten      I a) Holzarten entsprechend ihrer   I
     I im Holzbau, in der    I    Verwendung auswaehlen           I
     I Erstellung von        I b) die wichtigsten Werkzeuge zur I
     I Geruesten und          I    Holzbearbeitung unterscheiden I
     I Leichtwaenden          I    und deren Wirkungsweise        I
     I (§ 5 Nr. 8)           I    erlaeutern                      I
     I                       I c) Werkzeuge instand halten       I
     I                       I d) einfache Mess-, Schneid-,       I
     I                       I    Hobel-, Stemm- und Bohr-       I
     I                       I    arbeiten durchfuehren           I
     I                       I e) Holzverbindungen aus Vollholz I
     I                       I    nach Zeichnung herstellen      I
     I                       I f) Profil fuer ein einfaches Dach I
     I                       I    herstellen                     I
     I                       I g) Schmiegen ermitteln und        I
     I                       I    Schablonen anfertigen          I
     I                       I h) Teile einer Fachwerkwand nach I       12

                                            -8-
      
                                                                              

     I                       I    Zeichnung herstellen           I
     I                       I i) Leichtwaende und abgehaengte     I
     I                       I    Decken erstellen               I
     I                       I k) Daemmstoffe gegen Waerme, Kaelte I
     I                       I    und Schall unterscheiden und   I
     I                       I    verarbeiten                    I
     I                       I l) einfache Werkstuecke aus dem    I
     I                       I    Bereich der Zimmerei,          I
     I                       I    insbesondere Lattentuer und     I
     I                       I    Bock, anfertigen               I
     I                       I m) die wichtigsten transportablen I
     I                       I    und stationaeren Holz-          I
     I                       I    bearbeitungsmaschinen sowie    I
     I                       I    ihre Eigenschaften und         I
     I                       I    Verwendung nennen              I
     I                       I n) wichtige Vorschriften des      I
     I                       I    Geruestbaus erlaeutern           I
     I                       I o) einfache Gerueste unfallsicher I
     I                       I    erstellen                      I
-------------------------------------------------------------------------------
  9 I Arbeiten               I a) Eigenschaften der Kunststoff- I
     I mit Kunststoffen      I    gruppen im Bauwesen nennen und I
     I (§ 5 Nr. 9)           I    die sich daraus ergebende      I
     I                       I    Eignung fuer bestimmte          I
     I                       I    Verwendungsbereiche ableiten   I       4
     I                       I b) Kunststoffrohre, -platten,     I
     I                       I    -profile und -folien kleben,   I
     I                       I    schweissen und verarbeiten      I
     I                       I c) Kunstharze verarbeiten         I
-------------------------------------------------------------------------------



-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
     I                       I                                   I in Wochen
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I im ersten
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
 10 I Bearbeiten             I a) wichtige Staehle und NE-Metalle I
     I von Metallen          I    nennen und ihre                I
     I (§ 5 Nr. 10)          I    charakteristischen             I
     I                       I    Eigenschaften beschreiben      I
     I                       I b) Mess-, Schneid-, Feil- und      I
     I                       I    Bohrarbeiten ausfuehren         I        4
     I                       I c) Metallteile verbinden,         I
     I                       I    insbesondere mit Schrauben,    I
     I                       I    Stiften und Nieten             I
     I                       I d) Korrosionsverhalten von        I
     I                       I    Metallen beschreiben           I
     I                       I e) oberflaechenveredelte und       I
     I                       I    korrosionsgeschuetzte Metalle   I
     I                       I    auswaehlen und verarbeiten      I
-------------------------------------------------------------------------------



Abschnitt II: Berufliche Fachbildung

                                            -9-
      
                                                                              

-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I in Wochen im
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
     I                       I                                   I-------------
     I                       I                                   I 2    I 3
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I die in § 5 Nr. 1       I die in Abschnitt I Nr. 1 bis 3,   I waehrend des
     I bis 3 aufgefuehrten    I Spalte 3 aufgefuehrten             I zweiten und
     I Teile des             I Fertigkeiten und Kenntnisse       I dritten
     I Ausbildungs-          I                                   I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahres zu
     I                       I                                   I vermitteln
-------------------------------------------------------------------------------
  2 I Instandhalten von      I a) Werkzeuge und Geraete instand   I      I
     I Werkzeugen,           I    halten                         I 2    I
     I Einrichten und Warten I ------------------------------------------------
     I von Geraeten und       I b) Maschinen zum Aufbereiten,     I      I
     I Maschinen             I    Transportieren, Verlegen und   I      I
     I (§ 5 Nr. 11)          I    Behandeln von Asphalt warten, I       I
     I                       I    einrichten und bedienen        I      I 4
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I c) Schutzeinrichtungen an         I      I
     I                       I    elektrischen Maschinen         I      I
     I                       I    beschreiben und verwenden      I 1    I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I d) Stoerungen an Maschinen und     I      I
     I                       I    Geraeten feststellen und        I      I
     I                       I    geeignete Massnahmen zu ihrer   I      I
     I                       I    Behebung veranlassen           I      I 2
-------------------------------------------------------------------------------
  3 I Abdichten gegen        I a) Abdichtungsstoffe nach         I      I
     I Bodenfeuchtigkeit     I    Eigenschaften und Verwendung   I      I
     I (§ 5 Nr. 12)          I    beschreiben                    I 5    I
     I                       I b) Dichtungsbahnen verlegen       I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I c) Dichtungsaufstriche und        I      I
     I                       I    Spachtelungen aufbringen       I      I 8
     I                       I d) Anschluesse fuer Abdichtungen    I      I
     I                       I    bei Durchdringungen von        I      I
     I                       I    Bauteilen herstellen           I      I
-------------------------------------------------------------------------------
  4 I Abdichten gegen        I a) Untergrund auf Eignung,        I      I
     I Sicker- und Ober-     I    Hoehenlage und Gefaelle pruefen   I      I
     I flaechenwasser         I    und fuer die Abdichtung         I      I
     I (§ 5 Nr. 13)          I    vorbereiten                    I 6    I
     I                       I b) Abdichtungsstoffe den          I      I
     I                       I    Beanspruchungen entsprechend   I      I
     I                       I    auswaehlen und einbauen         I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I c) Abdichtungen an aufgehende     I      I
     I                       I    oder abgehende Waende           I      I
     I                       I    anschliessen                    I      I 8
     I                       I d) Uebergangskonstruktionen bei    I      I
     I                       I    unterschiedlichen              I      I
     I                       I    Abdichtungssystemen herstellen I      I
-------------------------------------------------------------------------------
  5 I Abdichten von          I a) Abdichtungsstoffe und          I      I

                                            - 10 -
      
                                                                              

     I Brueckenbauwerken      I    Abdichtungsbauweisen fuer       I      I
     I (§ 5 Nr. 14)          I    Brueckenbauwerke nennen         I 5    I
     I                       I b) Brueckenueberbau auf             I      I
     I                       I    Oberflaechenbeschaffenheit,     I      I
     I                       I    Gefaelle und Hoehenlage pruefen   I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I c) Dichtungsschichten im Bereich I       I
     I                       I    von Fahrbahnen und Gehweg-     I      I
     I                       I    kappen verlegen                I      I 8
     I                       I d) Schutzschichten fuer            I      I
     I                       I    Abdichtungen einbauen          I      I
-------------------------------------------------------------------------------



-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I in Wochen im
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
     I                       I                                   I-------------
     I                       I                                   I 2    I 3
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
  6 I Aufbereiten von        I a) Eigenschaften, Lieferformen,   I      I
     I Gussasphalt und        I    Lagerung und Verarbeitung von I       I
     I Asphaltmastix         I    Bitumen beschreiben            I      I
     I (§ 5 Nr. 15)          I b) Kornzusammensetzung und        I      I
     I                       I    Verwendung von Mineralstoffen I       I
     I                       I    beschreiben                    I 4    I
     I                       I c) Eigenschaften der Gussasphalt- I       I
     I                       I    und Asphaltmastixmischungen    I      I
     I                       I    beschreiben                    I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I d) Gussasphalt und Asphaltmastix   I      I
     I                       I    in verschiedenen Mischgutarten I      I
     I                       I    aufbereiten                    I      I 4
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I e) Verwendung verschiedener       I      I
     I                       I    Heizstoffe unter               I      I
     I                       I    Beruecksichtigung der           I      I
     I                       I    entsprechenden Schutzmassnahmen I      I
     I                       I    beschreiben                    I 3    I
     I                       I f) Temperatur des Mischguts beim I       I
     I                       I    Transport und Einbau pruefen    I      I
     I                       I    und ueberwachen                 I      I
-------------------------------------------------------------------------------
  7 I Einbauen von Guss-      I a) Unterlage auf Ebenflaechigkeit I       I
     I asphalt und Asphalt- I     und Feuchtigkeit pruefen        I 6    I
     I mastix                I b) Gussasphalt einlagig auf        I      I
     I (§ 5 Nr. 16)          I    bitumengebundener Unterlage    I      I
     I                       I    einbauen                       I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I c) schwimmende Estriche auf       I      I
     I                       I    Trennschicht und Verbund-      I      I
     I                       I    estriche aus Gussasphalt        I      I
     I                       I    verlegen                       I 10   I
     I                       I d) wasserdichte Asphaltbelaege     I      I
     I                       I    aus Asphaltmastix und          I      I
     I                       I    Gussasphalt einbauen            I      I

                                            - 11 -
      
                                                                              

     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I e) Gussasphaltoberflaechen mit      I      I
     I                       I    Sand abreiben                  I      I
     I                       I f) Gussasphaltoberflaechen mit      I      I
     I                       I    Splitt abstreuen und durch     I      I
     I                       I    Walzen andruecken               I 6    I
     I                       I g) Trennschienen einsetzen        I      I
     I                       I h) Laengs- und Quernaehte ausbilden I      I
     I                       I-------------------------------------------------
     I                       I i) Hohlkehlen und Dreikantleisten I      I
     I                       I    als Abschluss herstellen        I      I
     I                       I k) gebraeuchliche Bodenbelaege auf I       I
     I                       I    Gussasphaltestrich nennen       I      I 4
     I                       I l) Eigenschaften der Bodenbelaege, I      I
     I                       I    die bereits beim Verlegen des I       I
     I                       I    Gussasphaltestrichs zu          I      I
     I                       I    beruecksichtigen sind,          I      I
     I                       I    beschreiben                    I      I
-------------------------------------------------------------------------------
  8 I Entnehmen von          I a) Zweck von Materialpruefungen    I      I
     I Materialproben        I    nennen                         I      I
     I (§ 5 Nr. 17)          I b) Materialproben entnehmen und   I      I
     I                       I    zum Versand vorbereiten        I      I 4
     I                       I c) Entnahmeprotokolle anfertigen I       I
-------------------------------------------------------------------------------



-------------------------------------------------------------------------------
     I                       I                                   I zeitliche
     I                       I                                   I Richtwerte
Lfd. I Teil des              I zu vermittelnde Fertigkeiten      I in Wochen im
Nr. I Ausbildungs-           I und Kenntnisse                    I Ausbildungs-
     I berufsbilds           I                                   I jahr
     I                       I                                   I-------------
     I                       I                                   I 2    I 3
-------------------------------------------------------------------------------
  1 I              2         I                3                  I      4
-------------------------------------------------------------------------------
  9 I Durchfuehren von        I a) Zweck von Waerme- und           I      I
     I Waerme- und Schall-    I    Schalldaemmassnahmen erlaeutern   I      I
     I daemmassnahmen in       I b) Baustoffe fuer Waerme- und       I      I
     I Verbindung mit        I    Schalldaemmassnahmen nennen      I 4    I
     I Gussasphalt            I c) Waerme- und Schalldaemmstoffe    I      I
     I (§ 5 Nr. 18)          I    fuer schwimmende Gussasphalt-    I      I
     I                       I    estriche verlegen              I      I
-------------------------------------------------------------------------------
 10 I Herstellen und         I a) Arten und Zweck konstruktions- I      I
     I Schliessen von Fugen   I    bedingter Fugen beschreiben    I      I
     I (§ 5 Nr. 19)          I b) Baustoffe fuer Fugendichtungen I       I
     I                       I    nennen                         I      I 8
     I                       I c) Fugen mit dauerplastischen     I      I
     I                       I    und dauerelastischen Massen    I      I
     I                       I    schliessen                      I      I
     I                       I d) Fugenbaender und Fugenprofile   I      I
     I                       I    verlegen                       I      I
-------------------------------------------------------------------------------
 11 I Auftragen von          I a) Arten und Zweck von            I      I
     I Kunststoff-           I    Kunststoffbeschichtungen       I      I
     I beschichtungen auf    I    beschreiben                    I      I 2
     I Gussasphalt            I b) Kunststoffe fuer Beschichtungen I      I
     I (§ 5 Nr. 20)          I    vorbereiten und verarbeiten    I      I

                                            - 12 -
      
                                                                              

-------------------------------------------------------------------------------

Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kapitel XVI Sachgebiet C Abschnitt
III
(BGBl. II 1990, 889, 1135)
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Massgaben in Kraft:
1. Berufsbildungsgesetz vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), zuletzt geaendert durch
   § 19 des Gesetzes vom 23. Dezember 1981 (BGBl. I S. 1692), und auf Grund § 21 Abs.
   1 und 2, §§ 25, 29 Abs. 1, § 43 Abs. 1 und 2, § 46 Abs. 2, § 47 Abs. 3, § 76 Abs.
   2, § 77 Abs. 5, § 80 Abs. 2, § 81 Abs. 4, § 82 Abs. 2, §§ 93, 95 Abs. 4, § 96 Abs.
   2 erlassene Rechtsverordnungen
   mit folgenden Massgaben:
   a) Rechtsverordnungen nach § 21 Abs. 1 des Gesetzes beduerfen der gesonderten
      Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft
      durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
      Rechtsverordnungen nach § 29 Abs. 1 und § 43 des Gesetzes beduerfen der
      gesonderten Inkraftsetzung durch den Bundesminister fuer Wirtschaft oder den
      sonst zustaendigen Fachminister im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
      Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des
      Bundesrates bedarf.
   b) Die zustaendige Stelle kann bis zum 31. Dezember 1995 Ausnahmen von den
      Ausbildungsverordnungen nach § 25 des Gesetzes zulassen, wenn die durch
      technische Regeln gesetzten Anforderungen noch nicht erfuellt werden koennen.
      Die Ausnahmen sind zu befristen. Der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der
      sonst zustaendige Fachminister kann im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer
      Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des
      Bundesrates bedarf, die Befugnis nach Satz 1 einschraenken oder aufheben.
   c) Die Regelungen in Ausbildungsverordnungen nach § 25 des Gesetzes ueber die
      Ausbildung in ueberbetrieblichen Ausbildungsstaetten (§ 27 des Gesetzes) werden
      nicht angewendet, wenn die zustaendige Stelle feststellt, dass eine solche
      Ausbildung nicht moeglich ist.
   d) Bei Inkrafttreten des Gesetzes ueber die Inkraftsetzung des
      Berufsbildungsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in der Deutschen
      Demokratischen Republik - IGBBiG - vom 19. Juli 1990 (GBl. I Nr. 50 S. 907)
      bestehende Ausbildungsverhaeltnisse werden nach den neuen Vorschriften zu Ende
      gefuehrt, es sei denn, dass eine Ausbildung nach den neuen Vorschriften nicht
      moeglich ist oder der Lehrling eine Fortsetzung nach den bisherigen Vorschriften
      ausdruecklich wuenscht. Sofern die Beendigung des Lehrverhaeltnisses nach den
      neuen Ausbildungsverordnungen im bisherigen Betrieb nicht moeglich ist, sind das
      zustaendige Arbeitsamt und die zustaendige Stelle verpflichtet, den Lehrling zu
      unterstuetzen, einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, der die Ausbildung nach
      den neuen Ausbildungsverordnungen fortsetzt.
   e) Die Ausbildungszeit soll nach § 29 Abs. 3 des Gesetzes verlaengert werden, soweit
      eine Berufsausbildung mit Abitur durchgefuehrt wird.
   f) Die Anwendung der §§ 76, 77, 80 bis 82, 86, 88, 90, 92 bis 96 des Gesetzes
      und der auf Grund dieser Bestimmungen erlassenen Verordnungen bestimmt
      der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der sonst zustaendige Fachminister
      im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft durch
      Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
   g) Die Betriebe sind verpflichtet, die praktische Berufsausbildung
      zweckentsprechend aufrecht zu erhalten, soweit dies zur Erfuellung von
      Lehrvertraegen erforderlich ist, die vor Inkrafttreten des Gesetzes ueber die
      Inkraftsetzung des Berufsbildungsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in der
      Deutschen Demokratischen Republik - JGBBiG - vom 19. Juli 1990 (GBl. I Nr. 50 S.
      907) abgeschlossen worden sind. Fuer Betriebsakademien und andere der beruflichen
      Bildung dienende Einrichtungen ist dies mindestens bis zum 31. Dezember
      1990 zu gewaehrleisten. Auf Antrag der Handwerkskammern und der Industrie-
                                         - 13 -
  
                                                                          

   und Handelskammern ist durch die Betriebe zu pruefen, inwieweit vorhandene
   Kapazitaeten der praktischen Berufsausbildung (insbesondere Lehrwerkstaetten) als
   ueberbetriebliche Ausbildungsstaetten genutzt werden oder als Treuhandvermoegen an
   die vorgenannten Kammern zur Nutzung uebertragen werden koennen.
h) Solange die in §§ 79, 87, 89 und 91 des Gesetzes genannten zustaendigen Stellen
   nicht bestehen, bestimmt das Land die zustaendige Stelle.
i) Lehrlinge, die gemaess der Systematik der Facharbeiterberufe ausgebildet
   werden, werden nach den bisherigen Rechtsvorschriften geprueft, soweit nicht
   der Bundesminister fuer Wirtschaft oder der sonst zustaendige Fachminister
   im Einvernehmen mit dem Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft
   durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
   Uebergangsvorschriften fuer Verfahren und Zustaendigkeiten erlaesst.
k) Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts laufenden Pruefungsverfahren in der
   beruflichen Fortbildung und beruflichen Umschulung werden nach den bisherigen
   Vorschriften zu Ende gefuehrt.




                                        - 14 -