Anordnung zur Durchfuehrung des
Bundesdisziplinargesetzes fuer den
Geschaeftsbereich des Bundesministeriums fuer
Arbeit und Soziales
BMinASBDGAnO
vom 28.02.2006
"Anordnung zur Durchfuehrung des Bundesdisziplinargesetzes fuer den Geschaeftsbereich des
Bundesministeriums fuer Arbeit und Soziales vom 28. Februar 2006 (BGBl. I S. 525)"
Fussnote
Textnachweis ab: 16.3.2006
Eingangsformel
Nach § 33 Abs. 5, des § 34 Abs. 2 Satz 2, des § 42 Abs. 1 Satz 2 und des § 84 Satz 2
des Bundesdisziplinargesetzes vom 9. Juli 2001 (BGBl. I S. 1510) wird angeordnet:
I.
Dienstvorgesetzte im Sinne des Bundesdisziplinargesetzes sind ausser der
Bundesministerin oder dem Bundesminister fuer Arbeit und Soziales jeweils fuer ihren oder
seinen Geschaeftsbereich:
1.die Praesidentin oder der Praesident des Bundesarbeitsgerichts,
2.die Praesidentin oder der Praesident des Bundessozialgerichts,
3.die Praesidentin oder der Praesident des Bundesversicherungsamtes,
4.die Praesidentin und Professorin oder der Praesident und Professor der Bundesanstalt
fuer Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
II.
Den in Abschnitt I genannten Dienstvorgesetzten wird uebertragen:
1.die Befugnis, nach § 33 Abs. 1 in Verbindung mit § 33 Abs. 3 Nr. 1 des
Bundesdisziplinargesetzes die Kuerzung der Dienstbezuege bis zum Hoechstmass
festzusetzen,
2.die Befugnis, nach § 34 Abs. 1 in Verbindung mit § 34 Abs. 2 Satz 1 des
Bundesdisziplinargesetzes Disziplinarklage gegen Beamtinnen und Beamte der
Besoldungsgruppen A 2 bis A 15 der Bundesbesoldungsordnung A (Anlage I des
Bundesbesoldungsgesetzes) zu erheben,
3.die Zustaendigkeit, nach § 42 Abs. 1 Satz 1 des Bundesdisziplinargesetzes den
Widerspruchsbescheid zu erlassen, soweit sie den mit dem Widerspruch angefochtenen
Verwaltungsakt erlassen haben,
4.die Befugnis, nach § 84 Satz 1 des Bundesdisziplinargesetzes gegenueber
Ruhestandsbeamtinnen und Ruhestandsbeamten die Disziplinarbefugnisse auszuueben,
5.die Befugnis zur Vertretung des Dienstherrn bei Klagen, die ihren Ursprung im
Bundesdisziplinargesetz haben.
III.
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Ueber die Einleitung von Disziplinarverfahren ist das Bundesministerium fuer Arbeit
und Soziales unverzueglich zu unterrichten. Dazu ist der nach § 17 Abs. 1 Satz
3 des Bundesdisziplinargesetzes zu fertigende Vermerk in Kopie vorzulegen. Die
Berichtspflichten nach § 35 Abs. 1 und § 43 Satz 1 des Bundesdisziplinargesetzes
bleiben unberuehrt.
IV.
Die Regelungen in den Abschnitten I bis III sowie in Abschnitt V werden hinsichtlich
des Bundesarbeitsgerichts nach § 40 Abs. 2 Satz 2 des Arbeitsgerichtsgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 2. Juli 1979 (BGBl. I S. 853, 1036), der zuletzt durch
Artikel 64 Nr. 2 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304) geaendert worden
ist, in Verbindung mit § 1 des Zustaendigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002
(BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass der Bundeskanzlerin vom 22. November 2005
(BGBl. I S. 3197) im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Justiz getroffen.
V.
Diese Anordnung tritt am Tage nach der Verkuendung in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an
sind nicht mehr anzuwenden:
1.die Anordnung zur Durchfuehrung des Bundesdisziplinargesetzes im Geschaeftsbereich des
Bundesministeriums fuer Wirtschaft und Arbeit vom 9. September 2003 (BGBl. I S. 1955),
soweit darin Regelungen fuer Beamtinnen oder Beamte des Bundesarbeitsgerichts und der
Bundesanstalt fuer Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin getroffen werden,
2.die Anordnung zur Durchfuehrung des Bundesdisziplinargesetzes fuer den Geschaeftsbereich
des Bundesministeriums fuer Gesundheit und Soziale Sicherung vom 29. April 2002 (BGBl.
I S. 1541), geaendert durch die Anordnung vom 24. Februar 2003 (BGBl. I S. 305),
soweit darin Regelungen fuer Beamtinnen oder Beamte des Bundessozialgerichts und des
Bundesversicherungsamtes getroffen werden.
Schlussformel
Der Bundesminister fuer Arbeit und Soziales
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