Staatsvertrag zwischen dem Land Baden-
Wuerttemberg und dem Land Hessen ueber eine
Aenderung der Landesgrenze (Anlage zur
Bekanntmachung ueber den Abschluss und das
Inkrafttreten des Staatsvertrages zwischen
dem Land Baden-Wuerttemberg und dem Land
Hessen ueber eine Aenderung der Landesgrenze)
GrAendStVtr BW/HE

vom  18.03.1983



"Staatsvertrag zwischen dem Land Baden-Wuerttemberg und dem Land Hessen ueber eine
Aenderung der Landesgrenze (Anlage zur Bekanntmachung ueber den Abschluss und das
Inkrafttreten des Staatsvertrages zwischen dem Land Baden-Wuerttemberg und dem Land
Hessen ueber eine Aenderung der Landesgrenze) vom 18. Maerz 1983 (BGBl. I S. 953)"


Fussnote

Textnachweis ab: 21. 6.1983


Text der Bekanntmachung siehe: GrAendStVtrBW/HEBek

Eingangsformel
Das Land Baden-Wuerttemberg und das Land Hessen, beide vertreten durch ihre
Ministerpraesidenten, schliessen nachstehenden Staatsvertrag:

Art 1
(1) Das Land Baden-Wuerttemberg tritt an das Land Hessen das Gebiet des Ortsteils
Rennhof der Stadt Hemsbach, Rhein-Neckar-Kreis, ab. Im einzelnen handelt es sich
hierbei um folgende Flurstuecke der Gemarkung Hemsbach: Nr. 4373/6, 4373/7, 4510 bis
4515, 4515/1, 4516 bis 4529, 4529/1 und 4530 bis 4547.

(2) Der bisherige und der neue Verlauf der Landesgrenze und das abgetretene Gebiet sind
aus der Anlage zu diesem Staatsvertrag ersichtlich.

(3) Das Land Hessen gliedert das abgetretene Gebiet in die Stadt Lampertheim, Landkreis
Bergstrasse, ein.

Art 2
(1) Folgende in dem abgetretenen Gebiet belegenen Gegenstaende des Verwaltungsvermoegens
gehen entschaedigungslos ueber:
Die Flurstuecke 4373/6 und 4373/7 (Landesstrasse 3110) vom Land Baden-Wuerttemberg auf
das Land Hessen, das Flurstueck 4510 (Landgraben) von der Stadt Hemsbach auf die Stadt
Lampertheim.

(2) Die von der Abtretung betroffenen Staedte werden ermaechtigt, fuer den
Steuerkraftverlust der Stadt Hemsbach eine Ausgleichszahlung zu vereinbaren.



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(3) Im uebrigen regeln die von der Abtretung betroffenen Landkreise und Staedte
Rechtsfolgen der Aenderung ihrer Gebiete und die Auseinandersetzung durch Vereinbarung.

(4) Vereinbarungen nach Absatz 2 und 3 beduerfen der Genehmigung des
Regierungspraesidiums Karlsruhe und des Regierungspraesidenten in Darmstadt als der
zustaendigen Kommunalaufsichtsbehoerden.

Art 3
(1) Mit der Gebietsaenderung treten in dem betroffenen Gebiet die Rechtsvorschriften
des Landes Baden-Wuerttemberg, des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Hemsbach ausser
Kraft. Die in der Stadt Lampertheim geltenden Rechtsvorschriften des Landes Hessen, des
Landkreises Bergstrasse und der Stadt Lampertheim treten in Kraft.

(2) Fuer Rechte und Rechtsverhaeltnisse, die vor dem Inkrafttreten dieses Vertrages
entstanden sind, bleiben die bisher geltenden Vorschriften massgebend.

Art 4
Die vertragschliessenden Laender gehen davon aus, dass fuer den durch diesen Staatsvertrag
entstehenden Gebietsverlust bei spaeteren Aenderungen der gemeinsamen Grenze ein
Gebietsausgleich geschaffen wird.

Art 5
(1) Die Ratifikationsurkunden dieses Staatsvertrages sollen unverzueglich
ausgetauscht werden, sobald die nach den Landesverfassungen zustaendigen Organe der
vertragschliessenden Laender dem Staatsvertrag zugestimmt haben.

(2) Dieser Staatsvertrag tritt am Tag der Hinterlegung der Ratifikationsurkunden in
Kraft.

Schlussformel
Der   Ministerpraesident des Landes               B a d e n -W ue r t t e m b e r g
Der   Hessische Ministerpraesident

Anlage (zu Artikel 1 Abs. 2)
Anlage zum Staatsvertrag zwischen dem Land Baden-Wuerttemberg und dem Land
Hessen ueber eine Aenderung der Landesgrenze
(Inhalt: nicht darstellbarer Lageplan,
Fundstelle: BGBl. I 1983, 954)




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