Erste Verordnung zu Aenderungen der
Anlagen III und IV zum Uebereinkommen von
1992 ueber den Schutz der Meeresumwelt
des Ostseegebiets (1. Ostseeschutz-
Aenderungsverordnung)
OstseeschutzAendV 1
vom 19.12.2002
"1. Ostseeschutz-Aenderungsverordnung vom 19. Dezember 2002 (BGBl. 2002 II S. 2953), die
durch Artikel 6 der Verordnung vom 15. Dezember 2004 (BGBl. 2004 II S. 1667) geaendert
worden ist"
Stand: Geaendert durch Art. 6 V v. 15.12.2004 II 1667
Fussnote
Textnachweis ab: 28.12.2002
Eingangsformel
Es verordnen
auf Grund des Artikels 2 Nr. 1 Buchstabe b des Gesetzes vom 23. August 1994 zu
internationalen Uebereinkommen ueber den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets und
des Nordostatlantiks (BGBl. 1994 II S. 1355), der durch Artikel 56 der Verordnung
vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geaendert worden ist, in Verbindung mit § 1
des Zustaendigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem
Organisationserlass vom 22. Oktober 2002 (BGBl. I S. 4206) das Bundesministerium fuer
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium fuer
Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und dem Bundesministerium fuer Wirtschaft und Arbeit
sowie
auf Grund des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 4, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des
Seeaufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Juli 2002 (BGBl. I S.
2876) und auf Grund des § 36 Abs. 3 des Gesetzes ueber Ordnungswidrigkeiten in der
Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), der zuletzt durch
Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Januar 1998 (BGBl. I S. 156) geaendert worden ist, das
Bundesministerium fuer Verkehr, Bau- und Wohnungswesen:
Art 1
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Art 2
(weggefallen)
Art 3 Verbrennung von Schiffsabfaellen
Das Verbrennen der auf Schiffen erzeugten Abfaelle an Bord von Schiffen, die das
Kuestenmeer der Bundesrepublik Deutschland in der Ostsee befahren, ist verboten.
Art 4 Besichtigungen, Zeugnisse
(1) Seeschiffe, die berechtigt sind, die Bundesflagge zu fuehren, unterliegen den
Besichtigungen nach Anlage IV Regel 5 Abschnitt F des Helsinki-Uebereinkommens. Auf
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solchen Schiffen muessen Zeugnisse nach Massgabe der Anlage IV Regel 5 Abschnitt G des
Helsinki-Uebereinkommens mitgefuehrt werden.
(2) Zulassungen nach Anlage IV Regel 5 Abschnitt C Abs. 1 des Helsinki-Uebereinkommens
sowie Besichtigungen und Zeugniserteilung obliegen nach § 6 Abs. 1 Satz 1 des
Seeaufgabengesetzes der See-Berufsgenossenschaft, die sich bei Angelegenheiten der
Schiffstechnik sowie bei Ueberwachungsmassnahmen im Ausland der Hilfe des Germanischen
Lloyds bedient.
(3) Die Absaetze 1 und 2 finden keine Anwendung auf Schiffe der Bundeswehr sowie
Sportfahrzeuge.
Art 5
(weggefallen)
Art 6 Entsorgung von Schiffsabfaellen
Alle Schiffe sind verpflichtet, vor dem Verlassen eines Hafens alle Schiffsabfaelle,
im Ostseegebiet nicht ins Meer beseitigt werden duerfen, in Uebereinstimmung mit dem
Internationalen Uebereinkommen von 1973 zur Verhuetung der Meeresverschmutzung durch
Schiffe in der Fassung des Protokolls von 1978 (MARPOL 73/78) nach der amtlichen
deutschen Uebersetzung vom 12. Maerz 1996 (BGBl. 1996 II S. 399), zuletzt geaendert durch
die Sechste Inkraftsetzungsverordnung Umweltschutz-See vom 19. Dezember 2002 (BGBl.
2002 II S. 2942) und dem Uebereinkommen von 1992 ueber den Schutz der Meeresumwelt des
Ostseegebiets (BGBl. 1994 II S. 1355, 1397) in eine Hafenauffanganlage zu entsorgen.
Dies gilt entsprechen fuer alle Ladungsrueckstaende. Die Laender koennen Ausnahmen im Rahmen
ihrer Kompetenzen bestimmen.
Art 7 Ordnungswidrigkeiten
(1) Ordnungswidrigkeit im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 2 des Seeaufgabengesetzes handelt,
wer vorsaetzlich oder fahrlaessig als Schiffsfuehrer oder sonst fuer den Schiffsbetrieb
Verantwortlicher
1. entgegen Artikel 2 Abwasser einleitet,
2. entgegen Artikel 3 Schiffsabfaelle verbrennt oder
3. entgegen Artikel 5 Abs. 1 Satz 1 nicht sicherstellt, dass ein Schiff mit einer
Abwasserrueckhalteanlage fuer Toiletten ausgeruestet ist.
(2) Die Zustaendigkeit fuer die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach
Absatz 1 wird auf das Bundesamt fuer Seeschifffahrt und Hydrographie uebertragen.
Art 8
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Art 9 Inkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich der Absaetze 2 und 3 am Tag nach der Verkuendung
in Kraft. Die in Artikel 1 bezeichneten Aenderungen sind fuer die Bundesrepublik
Deutschland in Kraft getreten und werden innerstaatlich nach Massgabe dieser Verordnung
angewendet.
(2) Artikel 2 Satz 2 und Artikel 5 Abs. 1 und 2 Satz 1 treten
1. fuer Schiffe, die vor dem 1. Januar 2003 gebaut sind, am 1. Januar 2005,
2. fuer Schiffe, die vom 1. Januar 2003 an gebaut werden, am 1. Januar 2003 in Kraft.
(3) Die Artikel 6 und 7 Abs. 1 Nr. 3 treten am 1. Januar 2003 in Kraft.
Schlussformel
Der Bundesrat hat zugestimmt.
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